Lübeck in alten Ansichten Band 1

Lübeck in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Karl-Heinz Axen
Gemeente
:   Lübeck
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1579-7
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lübeck in alten Ansichten Band 1'

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9. Dieses Foto mit der wartenden Straßenbahn im Vordergrund zeigt den eben bereits beschriebenen alten Bahnhof Lübecks. Gleich links hinter dem Empfangsgebäude fuhren die Züge der LübeckBüchener-Eisenbahn-Gesellschaft über die heutige Possehlstraße zu den Anschlußgleisen nach Büchen hinaus. 1908, nach der Eröffnung der neuen Bahnhofsanlage am Lindenplatz, stellte man den Eisenbahnbetrieb am Holstenhafen vollständig ein. Das Foto stammt aus dem Jahre 1907.

~übeck

Bismarck Denkmal

10. Nachdem bereits 1851 das äußere Holstentor dem Bau der Eisenbahn hatte weichen müssen, sollte nun auch das baufällige, dem Verkehr hinderliche innere Holstentor abgerissen werden. In einer von 683 Bürgern Lübecks unterzeichneten Bittschrift wurde um baldige Niederlegung des alten Befestigungstores gebeten. Proteste des Vereins für Lübeckische Geschichte und der Presse sorgten zunächst für Aufschub. Bald griffen dann auch die Lübecker zur Selbsthilfe. Eine Sammlung unter Altertumsfreunden erbrachte 15 000 Mark, die fehlende, zur Rettung und Restaurierung benötigte Summe von 8000 Mark bewilligte die Bürgerschaft mit nur einer Stimme Mehrheit! Damit war Lübecks bekarmtestes Baudenkmal gerettet worden. Links im Bild erkennen wir das 1903 enthüllte, heute am Lindenplatz stehende Bismarckdenkmal.

11. 'Frühmorgens an den Salzspeichern,' so nannte der Lübecker Fotograf Walter Waßner diese gelungene Aufnahme. Es gibt in der Altstadt Lübecks nicht eine einzige gerade und keine ganz waagerecht liegende Straße. Immer geht es ein wenig auf und ab, oder das Straßenpflaster hebt und senkt sich um einige Meter. Auch kann man durch keine der alten Straßen an der Häuserfront entlang hindurchsehen, überall blickt das Auge gegen Giebel und Fronten. Da die Häuser im Verhaltnis zur Straßenbreite sehr hoch sind, geht man nie durch die Straßen Lübecks, sondern in den Straßen Lübecks. Walter Waßner hat mit feinem Verständnis, künstlerisch und technisch gekonnt, viele schöne Altstadtmotive im Bilde festgehalten.

Gruss aus Lüoeck

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12. Auch schon früher schien diese Kreuzung vor dem Holstentor ein verkehrsreicher Punkt gewesen zu sein. Nur wurden, wie uns diese um die Jahrhundertwende entstandene Aufnahme zeigt, die Verkehrsprobleme noch per Pferdekraft ausgefochten. Rechts von der Holstenbrücke erkennen wir den Segelschiffhafen mit dem alten Güterschuppen im Hintergrund. Rechterhand des Holstentores, hinter Bäumen versteekt, steht noch Lübecks erster Bahnhof, davon zeugen auch der nahe dem Segelschiff abgestellte Eisenbahnwaggon und die Schienen gleich hinter der Brücke.

Çruss aus Jrübeck

Fjolstenstrasse

M. Glücksradt &: Münden H3mbu'l 2662

13. Vom Holstentor sehen wir in die belebte Holstenstraße hinein, während gleich hinter der Brücke Läden und Hotels an der Trave zu erkennen sind. Diese Häuser der Straße 'An der Trave' führten Läger verschiedener Sorten Wein, Tabak, Farb-, Fisch- und Kolonialwaren. Um 1900 wurden die beiden links vom Bahnhofshotel zur Holstenstraße hin stehenden Häuser abgerissen und ebenfalls durch ein turmverziertes Eckhaus ersetzt, wodurch der Eingang zur Holstenstrafse ein schöneres Aussehen bekam.

14. Direkt an der Trave stehen die aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammenden Salzspeicher, auf deren Dielen das Lüneburger Salz gelagert wurde. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts waren diese Backsteinhäuser noch in Betrieb, standen dann jedoch lange Zeit leer und drohten zuverfallen. 1921 wurde zunächst der kleinere, direkt an der Holstenbrücke stehende Speicher in ein Bankgeschäft umgewandelt. Heute sind die historischen Gebäude, unter Wahrung der äußeren Fassade, in ein Kaufhaus umgewandelt worden. Der Liegeplatz vorne an der Trave war noch lange Zeit Verkaufsstand der Lübecker Fischer und Haltestelle für Ausflugsfahrten mit dem Dampfer.

15. Vom Eingang der Holstenstraße schweift unser Bliek hinüber zum prächtigen Holstentor. Während der Eisverkäufer seine Ware anbietet, erwartet der Schutzmann auf der Kreuzung scheinbar den Fuhrwerksverkehr. Die jungen Leute auf dem Bürgersteig beraten gerade, was am besten zu tun ist. Ein Problem das unsere Jugend heute auch hin und wieder hat. Wehmut überkommt den Betrachter, wenn er diese ruhige Straßenkreuzung anschaut und sie mit dem lärmenden Straßenverkehr von heute vergleicht.

Hoistenstrasse.

16. Diese als Glückwunsch zum neuen Jahrhundert verschickte Karte zeigt die obere Holstenstraße, Geradeaus führt der Weg zum Kohlmarkt, während die nach links abzweigende Straße zu den Schüsselbuden und auf den Lübecker Markt führt, Schon zu diesem Zeitpunkt zeigte die Holstenstraße mit ihren vielen Ladengeschäften den Charakter einer belebten Geschäftsstraße. Dem Betrachter fällt das holprige Pflaster und die bescheidene Straßenbeleuchtung, welche in ersten Stadtteilen 1887 eingerichtet wurde, an der Hauswand auf,

Postgebaude zu Lübeck

Lichtrlrucs v J. ~öh,.illg, Lilbeek

17. Vom im neugotischen Stil erbauten kaiserlichen Postamt, dem Rathaus mit seinen anschließenden Häusern im Norden, dem Nordriegel, und den Gebäuden am Kohlmarkt wurde der Marktplatz nach dem Bau des Postamtes eingerahmt. Das Foto zeigt den spärlich besuchten Markt mit einigen Verkaufsständen. Der in der Mitte des Marktplatzes stehenden Brunnen gefiel den Lübeckern so wenig, daß er Anfang der dreißiger Jahre abgerissen wurde.

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Lübeck, Marktplatz mit Blick auf St. Marien

18. Obwohl mit dem Rathaus und der nach dem Zweiten Welkrieg wiedererrichteten Marienkirche die wichtigsten Bauten am Marktplatz erhalten geblieben sind, hat sich sein Gesicht doch verändert. Heute fehlt das 1884 im neugotischen Stil errichtete Post- und Telegraphenamt links im Bild ebenso, wie der in der Mitte stehende Marktbrunnen. Der im Krieg zerstörte Nordriegel, links vom Rathaus stehend, wurde durch Neubauten ersetzt, ebenso die rechts vom Rathaus stehenden Häuser. Der lange Zeit fehlende Dachreiter der Marienkirche ist nach alten Unterlagen 1980 originalgetreu aufgesetzt worden.

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