Lübeck in alten Ansichten Band 1

Lübeck in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Karl-Heinz Axen
Gemeente
:   Lübeck
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1579-7
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lübeck in alten Ansichten Band 1'

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Lübeck - Marktpiatz

19. Von den Arkaden des Rathauses schweift unser Bliek hinüber zum südlichen Teil des Marktes, Links im Bild erkennen wir den Kaak, ein kleines Backsteinhäuschen, welches einst als Butterbude diente. Im oberen offenen Teil wurden früher Marktfrevler, streitsüchtige Weibet oder Unruhestifter zur Straïse autgestellt. Wahrend der 15 Meter hohe, 1873 im gotischen Stil errichtete, mit Standbildern geschrnückte Brunnen 1935 abgerissen wurde, fiel der Kaak den zum Marktplatz hin vorgezogenen Neubauten der Nachkriegsjahre zum Opfer. Durch die Verschiebung der Häuser bekam der Kohlmarkt ein breiteres Aussehen, während der Marktplatz entsprechend verkleinert wurde.

20. Einige Jahrhundertelang wurde an dem Lübecker Rathaus gebaut. Schon um 1300 entstand das 'Lange Haus' des Rathauses, ursprünglich als 'Danzelhaus', einem großen Festsaal, gedacht, ruht dieser Teil des Gebäudes auf Granitsäulen, während die Ostseite des Rathauses auf Arkaden steht. Das abgebildete spitzbogige Hauptportal stammt aus der Zeit nach 1350. Wollte in hanseatischer Zeit ein junger Patrizier heiraten, so mußte er eine Woche lang täglig eine Stunde in bester Kleidung am Eingangsportal stehen, damit sein Wunsch erfüllt werden konnte.

21. Durch den oberen Teil der Breitenstraße, vorbei am Rathaus, führte einst die Linie der Straßenbahn zum Markt. Aus verkehrstechnischen Gründen ist heute die gesamte obere Breitestraße zur verkehrsfreien Zone erklärt worden. Auf dem Foto erkennen wir sehr schön den langgestreckten Rathausbau mit dem Eingangsportal an der Seite. Während sich im Untergeschoß der Sitzungssaal des Senats sowie der Audienzsaal befinden, lag darüber der Hansesaal, Dieser Saal wurde später in Büroräume umgewandelt, in denen sich heute die Amtszimmer des Burgermeisters und des Stadtpräsidenten befinden.

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22. Beim Urn- und Ausbau des Rathauses in der Zeit von 1887 bis 1891 wurde auch der Bürgerschaftssaal neu hergerichtet. Die gesetzgebende Gewalt Lübecks wurde zu Kaiserzeiten durch den Senat und die Bürgerschaft gemeinsam ausgeübt. Die Bürgerschaft bestand aus 120 Mitgliedern. Alle zwei Jahre schied ein Drittel der Gewählten durch neu zu wählende Mitglieder aus. Beschlüsse von weniger wichtigem Belange wurden durch den 30 Bürgerschaftsmitglieder zählenden Bürgerausschuß gemeinsam mit dem Senat entschieden. Als selbständiger Staat war Lübeck im Bundesrat mit einer Stimme und im Reichstag durch einen Abgeordneten vertreten.

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23. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges verschwanden sehr bald die aus Edelmetallen geprägten Münzen. Der Grund waren die Aufforderung der Reichsbehörde Gold abzuliefern, und der Hortungstrieb der Bevölkerung. Durch steigende Preise wurde der Bedarf an Kursgeld vervielfacht und konnte bald nicht mehr ausgeglichen werden. Diese weitere Verknappung des Kleingeldes veranlaßte schließlich Städte, Gemeinden und auch Firmen zur Herausgabe eigenen Geldes. Auf den kleinen Scheinen der Stadtkasse Lübeck wird die Entstehung des lübschen Adlers, einern Pleitegeier ähnelnd, dargestellt, während die Notgeldscheine der Plattdütschen Volksgillto Lübeck interessante Sprüche aufweisen.

24. Liebe Käthe, diese Karte ist allerdings weniger hiibsch, jedoch sind keine anderen zu haben. Dieser Keller, den aucb der Kaiser im vorigen Jahr besuchte, ist ein wahres Prachtstûck, .schreibt Fritz 1898 an seine Schwester Käthe in Prenzlau. In der Tat stellt der 1890 neu ausgemalte Ratsweinkeller mit seinen unterirdischen Hallen, den mächtigen romanischen und gotischen Pfeilern und Gewölben eine besondere Atmosphäre dar. Sicher wurde hier bei Wein und Bier, anstatt im Rathaus, mancher entscheidende Beschluß gefaßt.

25. Unter den Arkaden des Rathauses hindurch führte einst die Hüxstraße den Verkehr zum Markt. Hier an der Ecke Breitestraße-Hüxstraße stand bis zum Zweiten Weltkrieg das bei den Lübeckern so beliebte 'Café Köpff'. Das Geschäftshaus der Firma Niederegger war Treffpunkt der Prominenz Lübecks. Bein einer Tasse Kaffee erzählte man sich den neuesten Tagesklatsch oder genoß einfach nur die herrliche Nußtorte mit dem Marzipanüberzug. 1806 übernahm der aus Ulm stammende Konditorgeselle Johann Georg Niederegger die Konditorei Maret am Markt. Als Nachfolger führte Wilhelm Köpff das inzwischen sehr bekannte Geschäft des 1856 im Alter von 79 Jahren verstorbenen J.G. Niederegger erfolgreich weiter. Heute besitzt Niederegger-Maraipan Weltruf, es wird in über 30 Länder exportiert.

26. Gebaut und verändert wurde schon immer viel in Lübecks Innenstadt. So hat auch der Platz an den Schrangen schon einige Male unter baulicher Tätigkeit gelitten. Um Platz zu schaffen, wurden Ende der zwanziger Jahre die alten, zwischen den Kaufhäusern stehenden Wohngebäude abgerissen. Noch Ende des 19. Jahrhunderts nahm man es mit dem Umweltbewußtsein nicht so genau in Lübeck, dafür wurden dann später die Fahrzeuge der Müllabfuhr und der Post bis in die dreißiger Jahre hinein umweltfreundlich per Batterie angetrieben. Das unnötige Ausströmen von Abgasen sollte vermieden werden. Die erste städtische Reinigung wurde 1891 ins Leben gerufen.

27. Mit ihren Koggen segelten einst die Lübecker Kauffahrer nach Spanien, Portugal und Griechenland, um die Produkte nordischer Länder gegen Weine zu tauschen. Der Weinhandel ist seit dem 13. Jahrhundert ein nicht unbedeutender Faktor der Lübecker Wirtschaft. Die Kermtnis und Behandlung von Weinen aller Art ist in Lübeck zur Kultur gesteigert worden. Unser Klima ist gut geeignet, einen Wein reifen zu lassen. Die hohe Kunst der Kellerpfiege ist es gewesen, welche vor allem den Lübecker Rotwein bekannt machte. In diesem abgebildeten, in der oberen Fleischhauerstraße gelegenen ehernaligen Weinhaus befand sich vor kurzer Zeit noch ein Spezialgeschäft für Feinkost, während danach ein Discountladen eingerichtet wurde.

Lübeck

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28. In der Verlängerung des Rathauses, nach Norden gerichtet, steht das Kanzleigebäude der Hansestadt Lübeck. Der bereits 1482 begonnene Bau konnte, durch Erweiterungsarbeiten verzögert, erst im Jahre 1614 vollendet werden. Bemerkenswert ist der auf Granitsäulen stehende, der Marienkirche zugewandte offene Gang dieses einzigartigen Gebäudes. Lange Zeit befand sich in dem Kanzleigebäude das Polizeiamt. Interessant sind die langen Röcke der Damen und der Polizeibeamte mit der Pickelhaube.

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