Lübeck in alten Ansichten Band 1

Lübeck in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Karl-Heinz Axen
Gemeente
:   Lübeck
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1579-7
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lübeck in alten Ansichten Band 1'

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29. Von der Breitenstraße blieken wir hinauf zur schlanken Turmpyramide der Jakobikirche, deren Bau 1227 begonnen wurde. Aus dem 17. Jahrhundert rühren das oberen Turmgeschoß und der Helm, während die vier Kugeln und die leichte Schwellung am Fuß der Pyramide, deren Spitze am 27. Januar 1901 durch Blitzschlag in Brand geriet, Zugeständnisse an den Geschmack jüngerer Zeit sind. Schön sind die Fassaden der Häuser auf diesem aus dem Jahr 1907 stammenden Foto abgebildet. Nebens sechs Cafés waren fünf Banken, Restaurants, Buchläden und viele andere Geschäfte in Lübecks einstiger Hauptstraße ansässig.

30. 'Hallo, Freunde der Nacht!' hieß es zu Zeiten 'Café Operas' sicher noch nicht, denn Lübecks vornehmes Familiencafé bot in den zwanziger Jahren seinen Gästen Künstlerkonzerte bei freiem Eintritt ohne Weinzwang. Im Jahre 1909 bewarb sich der Wirt Ludwig Neubert im Haus Ecke Beckergrube-Breitestraße um die Schankerlaubnis für das 'Café Opera'. Sein Nachfolger wurde Julius Reinhold, später übernahm Albert Hunze das Café. Es folgten Max Schussel und Carlos Asrnus, während 1932 die Familie Weber das stets beliebte Café in dem 1908 erbauten Eckhaus übernahm.

31. Im breiten Schwall fließt das Sonnenlicht durch die Pfaffenstraße auf die Kreuzung der Breitenstraße. Hinten zwischen den Häusern erkennen wir das Gebäude der Kanzlei. Im Bild vorne rechts von der Kreuzung führt uns die Beckergrube zum Stadttheater und zum Hafen. Das Eckhaus links stellt Kaibels Musikalienladen dar, während das gegenüberliegende Gebäude eine Konditorei beherbergte. In diesem 1942 abgebrannten Haus verbrachte Thomas Mann die ersten Jahre seines Lebens. Heute ziert diese Stelle der stolze Bau eines Bankgebäudes.

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32. 'Dem Wahren-Guten-Schönen', diese Worte stehen über der im spaten Jugendstil verzierten, heute gewissermaßen wiederentdeckten Mittelfassade des Stadttheaters in der Beckergrube, Der Figurenfries stellt Gott Apollo und die neun Musen in der Tragödie und Komödie dar. Der in den Jahren 1907/08 nach Plänen von Prof. Dülfer für drei Millionen Mark errichtete Bau bot gut eintausend Personen Platz und löste das alte, 1858 an gleicher Stelle erbaute Casinotheater ab.

33. So unbeschwert wie auf diesern Foto werden unsere Jugendlichen heute die Kreuzung Beckergrube-Fünfhausen nicht mehr überqueren können. Schuld daran sind nicht nur die Verkehrsarnpeln, sondern auch der unaufhörlich anrollende Straßenverkehr, der heute hinauf zur Mengstraße und zu den Parkplatzen nahe der Marienkirche führt. Während die im Zweiten Weltkrieg zerstörten Häuser links und rechts der Straße Fünfhausen durch Neubauten ersetzt wurden, strahlen die hohen Türme der 1942 ausgebrannten Marienkirche wieder irn Glanz früherer Jahre.

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34. Durch kleine, schmale Querstraßen sind die zur Trave lührenden Straßen der westlichen Innenstadt miteinander verbunden. Diese Querstraßen, unser Bild zeigt die durch Schwibbögen gestützten Häuser der Blocksquerstraße wäh.end des Passierens eines Fuhrwerkes, hatten Namen wie Krumme-, Gerade-, Düstere- und Lichtequerstraße. Diese Namen wurden wohl den Örtlichkeiten angepaßt und bertehen auch heute noch. Die beiden schräggestellten, aus Grarit geschlagenen Steine am Eingang der Straße sollten vor Beschädigung der Hausecken durch die großen Wagenräder Ier Fuhrwerke schützen.

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Ecke Königstrasse und Johanmss rasse mit Löwenapotheke .

Abstergequaruer Kaiser Karts IV. bei seinem Aufenthalt in Lübeck, Oktober 1375

r. T. 72

35. Nicht nur der Besuch Kaiser Karls IV. im Oktober 1375, seine Gemahlin wohnte in diesem Haus, macht die Löwenapotheke so interessant. Aus diesem Haus ist einer der wertvollsten, aus romanischer Zeit stammenden Hausgiebel erhalten geblieben. Durch rechtzeitiges Eingreifen konnte der Hintergiebel dieses Gebäudes vor der Zerstörung gerettet werden. Während das Erdgeschoß des Hauses völlig umgebaut wurde, zeigt der zur Johannesstraße gerichtete Obergiebel noch gotischen Charakter.

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KALANDSGANC. HUNOESTAASSE 31.

36. Aus dem Bedürfnis heraus, den innerhalb der Stadtmauern befindlichen Raum möglichst auszunutzen, sind die Gänge und Stiftungshöfe in Lübeck entstanden. Ein schmaler, niedriger Zugang führt durch das Vorderhaus zu einem engen Gang, in dem kleine Reihenhäuser stehen. Die Stiftungshöfe sind nach demselben Prinzip, jedoch weiträumiger, mit größeren Zugängen und bepflanzten Höfen angelegt. Für den Reiz der harmonischen Einheitlichkeit dieser Anlagen ist unsere mit städtebaulichen Aufgaben beschäftigte Zeit besonders empfänglich geworden. Das Foto zeigt den Kalandsgang, Hundestraße 31, um 1910.

Lübeck - Königstra6e

37. Daß die Straßenbahn wirklich im kühnen Schwung die Kurve der Ecke Königstraße-Pfaffenstraße nahm, beweist die Oberleitung der Bahnlinie auf diesem Foto. Weiter oben in der Königstraße erkennen wir die figurenverzierte Fassade des Behnhauses, Vorne rechts ist die Mauer der 1335 im gotischen Stil erbauten Katharinenkirche zu sehen. Dahinter führt uns der Weg in die Glockengießerstraße, in der noch bis 1857 der zur Gießerei gehörende Glockengießerturm stand. Er fiel der Modernisierung zum Opfer.

Lübeck - Glod<engie8ersfra8e

38. Die Namen der Straßen Lübecks sind teils den Örtlichkeiten angepaßt, zum Beispiel die Burgstraße, oder schließen sich Eigennamen an, wie Dankwarts- oder Marlesgrube. Kohlmarkt (Kohlenmarkt), Parade und Musterbahn weisen auf ihre Verwendung hin, während Glockengießer-, Schmiede- und Fleischhauerstraße mit der Beschäftigung seiner Anwohner im Zusammenhang standen. Die Abbildung von 1910 zeigt uns den oberen Teil der Glockengießerstraße, von der wir zur Königstraße hinauf schauen.

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