Lübeck in alten Ansichten Band 1

Lübeck in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Karl-Heinz Axen
Gemeente
:   Lübeck
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1579-7
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lübeck in alten Ansichten Band 1'

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39. Einer der schönsten Stiftungshöfe ist der vor rund 340 Jahren in der Glockengießerstraße entstandene Füchtingshof. Der von Johann Füchting 1639 für Schiffer- und Kaufmannswitwen gestiftete Hof gibt mit seinen altertümlichen Häusern ein malerisches Bild ab. Äußerlich hat sich an den Häusern, diese Aufnahme entstand 1907, nicht viel geändert. 1m Innern der 1977 modernisierten Häuser befinden sich heute zwanzig Wohnungen mit allem Komfort. Hiermit wurde ein Weiterbestehen im Sinne des Stifters garantiert.

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40. Als besondere Sehenswürdigkeit Lübecks gilt das Haus der Schiffergesellschaft, welches 1535 von den Seefahrern erworben, zunächst den Kaufleuten, Schiffern und dem Schiffsvolk als Zunfthaus diente. Als 1868 die Zunft aufgelöst wurde, durften nur noch Kapitäne dieser Genossenschaft angehören. Die das ganze Haus einnehmende Diele mit ihren alten, geschnitzten Mobiliar wurde einst als Versammlungsraum der Schiffer genutzt und dient heute als vielbesuchtes, stimmungsvolles Gasthaus. Die Abbildung zeigt ein Fuhrwerk der Bäckerei J. David (Mühlentor) beim Anliefern von Brot um 1900.

Sdrlffer - GesE'ilsdtaft. Cübeck

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41. Beeindruckend ist die reiche Ausstattung der geräumigen, von Pfeilern getragenen Halle der Schiffergesellschaft, deren innere Einrichtungen sich durch drei Jahrhunderte hindurch im wesentlichen erhalten haben. Dieser große Raum mit seinen Schiffsmodellen, alten Bänken, Tischen, geschnitzten Balken, Wappen und Bildern aus der biblischen Geschichte ist sehenswert. Immer wieder brachten Kapitäne und Seeleute Andenken von ihren Fahrten mit, so daß im Laufe der Zeit das Inventar überhandnahm. So wurden Ende des 19. Jahrhunderts alle Gegenstände durchforstet und weniger interessante Stücke aussortiert. Das Haus sollte nicht als Museum angesehen werden.

42. Von der Jakobikirche führt die Engelsgrube steil zur Trave hinab. Der Name Engelsgrube ist nicht etwa von Engeln abzuleiten, sondern steht mit den einst im Hafen nahe der Engelsgrube festmachenden englischen Schiffen in Verbindung. Lübecks Werften bauten vorwiegend nur Segelschiffe, während man Dampfschiffe vornehmlich aus England bezog. Der Name Grube, es gibt deren einige in Lübeck, ist auf die an die Trave angrenzenden damaligen feuchten Wiesen, die durch spätere bauliche Tätigkeit trockengelegt wurden, zurückzuführen. Um 1903 entstand dieses Foto vom unteren Teil der Straße aus.

43. Dem Lübecker Dichter Emanuel Geibel zu Ehren wurde am 18. Oktober 1889 das Geibeldenkmal auf dem Koberg enthüllt. Heute ist diese Stelle zu Parkplätzen umfunktioniert worden und hat viel von seiner einstigen Platzwirkung eingebüßt. Zu Anfang der dreißiger Jahre setzten Lübecks Stadtväter das Geibeldenkmal in den Park neben dem Heiligengeist-Hospital, wo es sich auch heute noch befindet. Der Geibelplatz wurde wieder zum Koberg umbenannt. Diesen Namen hat der Platz, zunächst einmal, bis heute behalten.

Wie steigst, 0 Lubeck, du herauf Ju alter Pracb.t ver meinen Sinnen, An des bef LKgtt'1l Strotnes I .. auf,

:Hit stolzen Türuren, scbartgen Zinnen.

Emanuel Geibel.

44. Als Porträt ist der Dichter Emanuel Geibel rechts im Medaillon vor seinern Geburtshaus in der Fischstraße 25 abgebildet, Der am 18. Oktober 1815 geborene Dichter verstarb 1884 in seiner Wohnung Königstraße 12 und wurde im allgemeinen Gottesacker (Travernünder Allee) beigesetzt. Viele Gedichte Geibels sind heute in Vergessenheit geraten. Durch sein Lied 'Der Mai ist gekommen', welches ihm beim Spaziergang unter den Linden in der Fackenburger Allee eingefallen sein soll, der Hymne 'Heil euch im Siegerkranz' oder den Reimen 'In Lübeck auf der Brücken, da steht der Gott Merkur .. .', ist er bekannt geworden.

45. Aus Anlaß des einhundertsten Geburtstages von Emanuel Geibel fand am 17. Oktober 1915 eine Gedenkfeier auf dem Lübecker Marktplatz statt. Vielleicht lag es an dem Kartengestalter, oder hatten sich die Beteiligten der Gedenkfeier um einen Tag geirrt? Lübecks bekarmter Dichter jedenfalls wäre erst einen Tag später, am 18. Oktober, einhundert Jahre alt geworden. Daß sich Deutschland zu dieser Zeit schon im Krieg befand, drückt das Wort Sieg auf der patriotisch wirkenden. eichenlaubverzierten Karte aus.

Eûbeck,

Jakobikirche:

46. Anfang der zwanziger Jahre entstand diese Fliegeraufnahme mit der Jakobikirche irn Mittelpunkt des Bildes. Rechts erkennen wir den Geibelplatz, auf dem sich, von Grünanlagen umgeben, das Geibeldenkmal befindet. Strahlendhell fällt das Sonnenlicht gegen die Fassaden der Häuser in der Breitenund Königstraße. Während die Uhr am aufragenden Kirchturm die Zeit der Aufnahme angibt, fällt der Schatten des Kirchturmes durch die schmale Engelsgrube zur Trave hinab.

47. Nach dem Großbrand von 1276 begarmen Lübecks Bürger mit der Errichtung eines Hospitals, denn es bestand größere Angst vor der Ausbreitung von Seuchen, als vor ansteckenden Krankheiten und Gebrechen. In den Jahren 1285-1290 wurde das heutige Heiligengeist-Hospital vollendet. Alle Insassen - Kranke, Gebrechliche und Alte - waren einer klosterähnlichen Ordnung unterworfen. Durch die Reformation wurde das Hospital in ein Altenheim umgewandelt, das sich bis heute erhielt. Links im Bild ist das Geibeldenkmal abgebildet, während im Hintergrund die turmbesetzte Fassade des Heiligengeist-Hospitals zu sehen ist.

Geibelplatz Oruss aus Lübeck.

48. Im tiefsten Winter zeigt sich der Geibelplatz auf dieser kunstvoll erstellten Karte. Nach der Landeskunde Lübecks von 1890 betrug die niedrigste im Winter 1855 gemessene Temperatur _24,5° Celsius, während 1883 im Sommer +33,5° Celsius als höchste Temperatur gemessen wurde. Der Frost beginnt im allgemeinen Anfang November unä hält mit ofteren Unterbrechungen bis Ende April an. Der erste Schnee pflegt durchschnittlich am 5. Dezember, der letzte am 12. April zu [allen, schreibt das Blatt. Was hat sich in den letzten einhundert Jahren nun eigentlich am Wetter geändert?

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