Lübeck in alten Ansichten Band 1

Lübeck in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Karl-Heinz Axen
Gemeente
:   Lübeck
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1579-7
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lübeck in alten Ansichten Band 1'

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49. Die Große Burgstraße galt Jahrhunderte hindurch als Ausspann der Händler und Bauern, die, mit ihren Planwagen ostwärts fahrend, Handel mit Mecklenburg trieben, Diese um 1900 entstandene Aufnahme zeigt einige abgestellte Fuhrwerke in der Burgstraße, in der zahlreiche Gasthöfe für Unterkunft und das leibliche Wohl der Händler sorgten. Obwohl schon 1262 als Burgtorstraße erwähnt, führte der Weg der Lübecker noch früher durch diese Straße, denn sie war bis zum Bau des Elbe-TraveKanals der einzige Landweg in die Stadt.

LÜBECK,

KASELAUSGANG. GROS$E 9VRCSTRASSE 41.

50. Vor der Großen Burgstraße abzweigend, zwischen den Gröpelgruben liegend, finden wir den Käselausgang mit seinen ineinander verschachtelt gebauten Häuschen. Diese Gangbuden, oft nur 20 Quadratmeter Grundfläche umfassend und einstöckig belassen, boten eine sehr beengte, ungenügende Unterkunft für die oft kinderreichen Familien. Da diese Bauten reine private Unternehmerlust waren, wurden sie von den Bürgern auch gerne bewohnt, denn jeder hatte wenigstens sein eigenes Reich,

51. Bis heute konnte der mittelalterliche Charakter des 1444 vollendeten Burgtores mit seinen mächtigen Festungsmauern bewahrt werden. Hier lag einst der einzige Landzugang der von der Wakenitz und Trave eingeschlossenen Stadt. Auch ein Grund, warum hier die schützende Burg stand. 1685 wurde der ursprünglich schlanke, mit doppelter Erkerreihe besetzte Helm des Turmes durch die heutige welsche Haube ersetzt. Links im Bild erkennen wir die alte Burgtorwache mit dem Eingang zum Marstall, während das Gebäude rechts vom Burgtor das alte Zöllnerhaus darstellt.

52. Zierlich nehmen sich neben dem hochragenden Turm des Burgtores die linksseitig gelegenen Giebelbauten aus, (Siehe Bild 51.) Das linke dieser Häuser wurde als Burgtorwache bezeichnet, weil darin die Militärwache für den Marstall (Untersuchungsgefängnis) untergebracht war. Als letzte Stadt Deutschlands löste Lübeck 1864 die Torsperre (Bewachung) gänzlich auf. Noch bis 1854 riefen Nachtwächter die Stunden ab. 1868 wurden sie durch einen Polizeidienst abgelöst, Heute führt ein Durchgang für Fußgänger etwa an der Stelle durch das Gebäude, wo sich links am Haus der Eingang befindet.

53. Über die Burgtorbrücke schweift unser Bliek zur Feldseite des Burgtores. Das um 1900 entstandene Foto stellt das alte zweistöckige Wohnhaus, links neben dem Burgtor stehend, dar, welches um 1906 abgerissen wurde. Seinen zweiten Durchgang für Fußgänger erhielt das Burgtor 1850, während die beiden letzten Durchgänge für Fußgänger und Fahrzeuge 1875 beziehungsweise 1928 angelegt wurden. Heute ist das alte Bauwerk einern modernen Zweck dienstbar gemacht worden, es beherbergt eine Weberei und eine kleine Geigenbauwerkstatt.

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Verla( &. llCtltoruck v, Knackateët &. Nä1ner, Hamburf 31

54. Zur Eröffnung des Elbe-Trave-Kanals am 16. Juni 1900 wurde auch die Burgtorbrücke fertiggestellt. Deutlich ist auf dem Bild die noch rohe Betonmauer der Kanaleinfassung zu erkennen. Sehr schön kommen auf dem Foto auch die Konstruktion der Brücke und die stark verzierten Beleuchtungskörper zur Geltung. Hier in der Nähe des Burgtores bestand Feldmarschall Blücher im November 1806 nach der Schlacht bei Jena heftige Rückzugsgefechte gegen die Franzosen.

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55. Im Jahre 1848, vorn 23. bis 25. Juli, fand das erste allgemeene Schiebenscheeten auf dem Bürgerschützenhof statt. Hieraus entwickelte sich dann mit den Jahren das traditionelle Lübecker Volks- und Erinnerungsfest, welches zunächst am Burgtor und spater auf dem Volksfestplatz an der Travernünder Allee stattfand. Die vorliegende Jubiläurns-Volksfest-Karte ist Rudolf Möller, einern der Initiatoren der Lübecker Volksfeste, gewidmet.

qruss vom

Eûoecker Volksfest.

56. Eine große Anziehungskraft hat das Volksfest schon immer auf jung und alt ausgeübt. Von arm und reich gleichermaßen gefeiert, bot es seinen Besuchern Sensationen und Vergnügen gleichzeitig. Einige amüsante Anzeigen zum Volksfest 1924 seien dem Lübecker-General-Anzeiger entnommen. So gab es das Theater der Hunde, mit dem einzigen Hund der Welt, der mit dem Publikum eine Partie Sechsundsechzig spielt, oder den Größten Kettenflieger, Schipper & Vandervilles große Figuren-gBahn, das größte transportable Bauwerk der Welt, das beliebte Teufelsrad und vieles rnehr. Dieses Foto zeigt einen Ausschnitt vom Lübecker Volksfest im Jahre 1909.

57. Im Beisein seiner Majestät Kaiser Wilhelm Il. wurde am 16. Juni 1900 der Elbe-Trave-Kanal eröffnet. 1896 entschloß sich Lübeck, den Kanal auf eigene Kosten zu bauen und zu unterhalten. Zu diesem Vorhaben hatte Preußen aufgrund eines Vertrages 7,5 Millionen Mark beizusteuern und nahm im Verhaltnis der aufgewendeten Baukosten auch an den Unterhaltungskosten und an den Einnahmen der Kanalgebühren teil. 29 Brücken überspannten den 67 Kilometer langen Kanal, während sieben Schleusen den Wasserstand regulierten. Auf der herrlichen Sonderkarte, erschienen zur Eröffnung des Kanals, sind die neuerbauten Kanalbrücken und das Kaisertor abgebildet.

58. Im Jahre 1902, zwei Jahre nach der Fertigstellung und Eröffnung des Elbe-Trave-Kanals, entstand dieses Foto vom Durchstich der Trave, die sich an dieser Stelle mit dem Kanal verbindet. 3,60 Meter betragt der Höhenunterschied des Wasserspiegels der Trave und des Kanals zum Wasserspiegel der durch den Falkendamm getrennten Wakenitz. Durch die Verbindung mit dem Elbe-Trave-Kanal wurde die Innenstadt Lübecks praktisch zur Insel. Im Vordergrund des Bildes sehen wir die Hubbrücke mit dem Maschinenhaus, während zwischen dem Burgtor und der gleichnamigen Brücke das alte Wohnhaus zu erkennen ist.

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