Lübeck in alten Ansichten Band 1

Lübeck in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Karl-Heinz Axen
Gemeente
:   Lübeck
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1579-7
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lübeck in alten Ansichten Band 1'

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~ " , '- ,... '..1-.-./' 79, Zu den schönsten Ausflugszielen Lübecks zählte der idyllisch an der Wakenitz gelegene 1. Fischerbuden. Auf dieser Lithographie sind das alte Backsteingebäude des Fischerbuden und der Kaffeegarten abgebildet. Boote laden zur Ruderpartie ein. 1920 übernahm Paul Haar den Betrieb des Fischerbuden. Zu besonderen Anlässen war der Ausschank von 50 Faß Bier pro Tag keine Seltenheit. Zehn Kellner bedienten über 120 Tische und sorgten für diesen beträchtlichen Umsatz, zu welchem auch Veranstaltungen wie Vogelschießen, Ringreiten und Tanzkapellen beitrugen. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte der Gaststättenbetrieb noch eine Zeitlang geführt werden. 1972 jedoch wurde das Hauptgebäude renoviert und in ein Wohnhaus umgewandelt.

80. Seit 1867 wurde die Trinkwasserversorgung Lübecks durch die neue Anlage an der Wakenitz sichergestellt. Fast bis zur Jahrhundertwende reichte die Kapazität dieser ersten Anlage aus, dann jedoch mußte der kastellartige Bau des Wasserturmes um mehr als das Doppelte aufgestockt werden (Foto). Noch lange Zeit danach spendete dieser Betrieb den Lübeckern das Wasser. Heute allerdings wird das an der Wasserkunst gelegene Werk nur noch als Notreservoir bei besonders hohem Wasserverbrauch benutzt. Ihr Trinkwasser bekommen die Lübecker schon viele Jahre vom nördlich der Stadt gelegenen Wasserwerk Kleinensee geliefert.

81. Dieser vom Hüxtertor über den Krähenteich hinweg auf die Agidien-, Marien- und Petrikirche gerichtete Bliek zeigt, wie romantisch es einst an den Gewässern Lübecks gewesen sein muß. 1901 entstand dieser Lichtdruck. Zur Straße An der Mauer gehört die arn Wasser gelegene Häuserreihe, welche sich vom Hüxtertor bis zur Mühlenstraße hinzieht. Die runde Kuppel über den Dächern links im Bild gehörte zur 1880 eingeweihten, neben dem St-Annenrnuseum stehenden jüdischen Synagoge.

Lübeck

An der Mauer

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82. Neben den Mauern am Burgtor finden wir heute noch Reste der alten Stadtbefestigung in der Straße An der Mauer vor. 9,40 Meter betrug der Durchmesser dieses zwischen dem Hüxter- und Müh1entor stehenden Rundturmes. Die Manerstärke des zur Straßenseite offen belassenen Turmes betrug 1,40 Meter. Um 1670 setzte man, wahrscheinlich um Wohnraum zu gewinnen, eine Fachwerkbudenzeile in den Turm hinein. 1914 entstand dieses Foto vorn alten, nahe St. Annen stehenden Turmhäuschen, das uns vom Einkauf kommende Hausfrauen zeigt.

83. Der Kaffeegarten des Stadthallen-Cafés dürfte etwa der Standpunkt dieser aus dem Jahr 1912 stammenden Ansichtskarte gewesen sein. Auf dem Foto ist ein Teil der alten Krähenteich-Badeanstalt mit der Agidienkirche im Hintergrund abgebildet. Interessant ist die Kopfbedeckung der beiden Kinder im Vordergrund.

Lübeck Badeanstalt Krähenteich

No. 174 . .l:übeck. SlaC:lna,:er,.

84. Von der Mühlenbrücke kommend führt uns die Mühlenstraße zur Innenstadt. Anno Salutis MeM IV (1904), diese Daten sind in der Fassade des Stadthallengebäudes verewigt. 'Weihnachten 1905', vermerkte der Absender auf dieser Karte, die uns Fuhrwerke beim Anliefern von Waren und Brennmaterial zeigt. Feuerung wurde durch die sogenannten Kellerluken angeliefert. Um auf den Gehsteigen Unfälle zu vermeiden, mußten die offenen Kellerluken durch schräggestellte Bretter abgesichert werden. Seinen eigentlichen Zweck, Veranstaltungen und Vorführungen zu dienen, erfüllt der im altertümlichen Stil errichtete Bau auch heute noch.

85. Mühlentor-Allee zu Lübeck. Die Berechtigung, diese Straße Allee zu nennen, wird der Fotograf sicher gehabt haben, denn tatsächlich zieren auf dem Foto von 1903 noch zahlreiche Linden den Weg zur Innenstadt. An dieser Stelle, nahe dem Durchstich zwischen dem Krähen- und Mühlenteich an der inrieren Mühlenbrücke gelegen, arbeitete noch bis 1860 eine durch Schaufelrad getriebene Walkmühle. Unweit dieser Stelle am Mühlendamm sollen sogar sieben Mühlen ihre Arbeit verrichtet haben.

86. Betrachten wir einmal die alten abseits der Straßen stehenden Häuser, wie sie sich hier in der Düvekenstraße zeigen. Irgendwie erinnert uns dieses Foto mit den verwinkelt gebauten Häusern und der Wasserstelle am Gehsteig an kleinstädtische Idylle. Was für Zustände mögen vor einhundert Jahren in den Gängen und Nebenstraßen der Altstadt geherrscht haben? 1843 begann die Wegebaudeputation mit der Neupflasterung der Straßen, welche nur langsam vorankam. Jeder Hausbesitzer betrachtete den Straßenraum bis zum Rinnstein als Privateigentum, offene Kellerluken, eiserne Einfriedungen, Bänke oder Steintreppen versperrten die Durchgänge. Selbst die teils offen, teils verdeckt liegende Abwasserleitung wurde erst 1873 durch Sielleitungen ersetzt. 1854 brachten Gaslaternen, die wie Nachttischlampen leuchteten, erstes Licht in die dunklen Gassen.

87. Hinter der reklameverzierten Litfaßsäule erkennen wir das 1891 errichtete Turnhaus der Lübecker Turnerschaft. Mit Schwung kommt eine Straßenbahn die Mühlenstraße heruntergefahren, um in die Kronsforder oder Ratzeburger Allee zu gelangen. Vor 100 Jahren, am 15. Mai 1881, ratterten die ersten vielbestaunten Pferdebahnwagen über die Schienen. Diese Pferdebahn beschäftigte damals einen Inspektor, einen Kontrolleur, einen Futtermeister für 29 Rösser, sechs Konducteure, sechs Kutscher, drei Stallknechte, zwei Vorreiter und einen Hufschmied. Im Winter wurden noch zwei Bahnmeister zur Schneebeseitigung erforderlich. 1894 wurde der Betrieb auf elektrische Bahnen umgestellt.

uübeck

Mühlenstrasse.

88. Eben führte uns der Bliek die Mühlenstraße hinauf, nun ist dieser von der Ecke Königstraße hinunter zur Hauptturnhalle der Lübecker Tumerschaft, auf dessen Dach noch der spitze, heute fehlende Turmhelm steht, gerichtet. Man schrieb das Jahr 1905, als diese Aufnahme von der alten Häuserfront der Mühlenstraße entstand. Vorne rechts steht das Haus der Buchbinderei und Papierhandlung Groth, während sich nach links eine Bäckerei, ein Friseurladen und ein Schuhgeschäft anschließen. Dort, wo die Markise vor der Sonne schützt, steht heute das Kaufhaus C & A.

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