Lübeck in alten Ansichten Band 2

Lübeck in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Karl-Heinz Axen
Gemeente
:   Lübeck
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5425-3
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lübeck in alten Ansichten Band 2'

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LUbeek

, '7 _Mühleniorbrücke

..»:

49. 'Mirten im Mühlentorpark war die neue Mühlenbrücke anzulegen. Die malerische wallartige Urngebung mit einzelnen hochaufragenden Bäumen wies auf die getroffene Wahl einer mit einem durchgehenden Fahrbahn-Fachwerkträger versteiften Hängebrücke hin, welche die durchschnittenen Parkanlagen in reizvoller Weise wieder verbinder.' So lesen wir es in einer Schrift zur Eröffnung des Elbe-Trave-Kanals am 16. Juni 1900. Trotz des ständig wachsenden Straßenverkehrs hat sich die Konstruktion dieser Brücke , auf die wir im Jahr 1905 blieken, bis heute bewährt. 1898 begann man mit dem Bau der optisch gelungenen Brücke, deren Länge sich auf 79 Meter beläuft. Etwa 42 Meter beträgt die Stützweite der Mitte!öffnung, während die Breite zwischen den Geländern ca. 19 Meter mißt.

50. Dem Kunstverlag Meyer blieb es vorbehalten, Ansichtskarten mit verschneiten Motiven herzustellen. Von den Wallanlagen am Mühlentor schauen wir auf den zugefrorenen und verschneiten Elbe-Trave-Kanal. Links unten im Bild erkennen wir die Ruderbootstation (Abbildung 56) wieder. Auf dem gegenüberliegenden Ufer heben sich die weißen Dächer der Navigationsschule, und weiter rechts davon, die Kuppel der 1925 abgerissenen Sternwarte vom grauen, schneeverhangenen Himrnel ab. Ob der Winter 1909 ein besonders kalter war, ist die Frage. Der erwähnte Verlag jedenfalls produzierte in diesem Jahr besonders viele winterliche Motive auf Ansichtskarten, die stets in schwarz-weißer Ausführung gehalten waren.

51. Von der ehemaligen Bastion 'Schwansort', nahe den Wallanlagen am Mühlentor gelegen, wurde diese Aufnahme gemacht. Wir erkennen, über den Krähenteich blickend, die Aegidienkirche mit ihrem aufragenden Turm am Himmel. Wieder begegnet uns ein winterliches Motivauf dieser im Jahre 1909 gestempelten Ansichtskarte. Auch auf dieser im Original schwarz-weiß gehaltenen Karte gelang es den Kartengestaltern eindrucksvoll, Winter zu erzeugen. Geschickt wurden zudem die Kinder als Scherenschnittrnotiv ins Bild gesetzt. Der Kunstschnee auf den Dächern der Häuser und an den Kirchtürmen verrnittelt dem Betrachter schließlich eine perfekte, reizvolle Winterlandschaft.

Eûbeck,

52. Um 1920 überflog das Flugzeug Lübeck in Richtung Süden und gab uns den Bliek auf das Domviertel frei. Am rechten oberen Bildrand erkennen wir den Sportplatz 'Buniarnshof' an der Possehlstraße. Unten rechts tut sich als breiter Platz die Straße 'Parade' auf. Uns wird jetzt klar, warum sich gerade dieser Ort, auf dem viel Platz war, zum Exerzieren eignete. Am linken unteren Bildrand führt die Mühlenstraße hinab zum Mühlenteich, der weiter oben links zu sehen ist. Bis heute scheint sich an dieser Ansicht nicht viel geändert zu haben. Wer Lübeck jedoch etwas näher kermt, wird sehr bald die eine oder andere Veränderung festgestellt haben.

Dom und Museum

53. Von den Wallanlagen am Kaisertor schweift unser Bliek über den Mühlenteich zum Dom, vor dem das Museum mit seiner gotischen Fassade steht. Zu dem 1173 von Heinrich dem Löwen gegründeten und etwa im nächsten halben Jahrhundert vollendeten ältesten romanischen Bau einer Pfeilerbasilika, der später durch Anbauten im Spitzbogenstil mehrfach vergrößcrt wurde , schreibt Pastor Zietz 1822 in seinen 'Ansichten der Freien und Hansestadt Lübeck': 'Die Domkirche liegt am südlichen Ende der Stadt, nahe dem Mühlenteiche, an der Nordseite von einem geräumigen Kirchhofe begränzt und von alten Bäumen beschattet.' Links am Mühlendamm, wo einst die Flüsse Trave und Wakenitz zusammenflossen, stehen noch heu te die alten Gebäude der Wassermühlen.

Erster Aufstieg des neuen Freiballons .,Liibeck" vor seinem ersten Aufstieg am 30. Mai 1926 anläßllch der 7llO-JahIfeier der Freien u. Hansestadt Lüheck

54. Anläßlich der 700-Jahrfeier der Freien und Hansestadt Lübeck führten Freunde des Ballonsports einen Aufstieg der Freiballons 'Lübeck', 'Hamburg' und 'Bremen' auf dem Gelände des Buniamshofs in Lübeck durch. Die Ballonfabrik August Riedinger AG aus Augsburg lieferte für Lübeck den 1 600 Kubikmeter Gas fassenden Ballon, dessen Eigengewicht 500 kg betrug. Tausende Menschen warteten am 30. Mai 1926 in der Wallanlagen und am Kanalufer gespannt auf den Aufstieg der Ballons. Auf unserem Foto hat sich soeben der Ballon 'Lübeck' erhoben, um seine Fahrt in Richtung Ostsee aufzunehmen. Endstation des Lübecker Freiballons war eine Wiese die zwei Kilometer vor dem holsteinischen Oldenburg lag, auf der alle fünf Insassen glücklich landeten.

55. Nach Bestrebungen einiger junger Männer der 'Lübecker Turnerschaft', begannen sich 1885 die ersten Rudervereinigungen in Lübeck zu bilden. Nachdem ein Grundstück am Kanal gepachtet werden konnte , standen Tatkraft und Begeisterung am Anfang des 'Lübecker Ruder-Klubs', den 27 Männer am 28, März 1907 gründeten. Am 1. September fand die Einweihung des hölzernen Bootshauses (siehe Abbildung) statt. 1910 führte der Klub seine erste Regatta durch. 1922 gewann der 'L.R.K.' erstmals mit dem Achter eine Deutsche Meisterschaft. der in den verschiedensten Bootsklassen weitere folgten. Diese nach Uddevalla in Schweden geschickte Ansichtskarte trägt einen Poststempel von 1908.

Lübeck

Partie am Elbe- Trave-Kana

56. Neben den beiden Bootshäusern der Lübecker Ruderklubs hatten drei kleine Ruderbootstationen ihren festen Platz am Ufer des neuen Elbe-Trave-Kanals gefunden. Auf diesem Foto erkennen wir den mittleren Bootshafen, vor dem der Pächter auf die ersten Kunden wartet. Weiter hinten im Grün der Anlagen ragt der Bau der alten Landesversicherungsanstalt aus den Bäumen heraus. Im Ruderbootshafen selbst blieken wir auf die Anzahl der geordnet angelegten Boote. So war es im Jahr 1914.

Lübeck - partie am Elbe-<traue-}anal.

57. Vom Ufer des Elbe-Trave-Kanals schweift unser Bliek hinüber in Richtung Krähenteich, auf dem der langgestreckte Holzbau der Badeanstalt steht. Im Bildhintergrund steht die Aegidienkirche und links zwischen den kahlen Bäumen erkennen wir gerade noch die Kuppel der jüdischen Synagoge. Am Ufer des Kanals finden wir eine der bereits erwähnten Ruderbootstationen vor. An schönen Sommertagen dürfte sich eine Ruderpartie auf dem Kanal, oder auf der angrenzenden Trave gelohnt haben. In diesen Tagen jedoch - die Karte trägt einen Stempel des Kriegsjahres 1916 - dürfte das Verlangen nach einer Ruderpartie nicht mehr sehr groß gewesen sein.

58. In den Sommermonaten locken Flußbadeanstalten zum erfrischenden Bade. Der Krähenteich, eine alte Wasserfortführung der Wakenitz in die Trave , liegt zwischen den Mauern der ehemaligen Stadtbefestigung und den Wallanlagen eingebettet. Die Krähenteich-Badeanstalt wurde in einem Wasserbassin mit fließendem Wasser auf Pfählen errichtet. Der aufwendige Holzbau bestand aus einem Haupthaus, das von Umkleidekabinen, Brauseräumen und Sprungtürmen umgeben war. Die Anlage besaß eine 50 Meter und 100 Meter Schwimmbahn, auf der neben dem Schulschwimmen besonders Vereine ihre Wettkämpfe austrugen. Die 'Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit' hatte 1798 die erste Schwimmschule Lübecks ins Leben gerufen. 1799 eröffnete die erste Flußbadeanstalt ihre Tore.

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