Lübeck in alten Ansichten Band 2

Lübeck in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Karl-Heinz Axen
Gemeente
:   Lübeck
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5425-3
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lübeck in alten Ansichten Band 2'

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69. U naufgeräumt und nach baulicher Tätigkeit sieht es auf diesem Foto aus, das noch vor der Jahrhundertwende zur Zeit des Kanalbaus entstanden sein muß. Links oben steht das Burgtor, davor das soeben beschriebene Wohnhaus. Wo die Burgtorbrücke und die tieferliegende Hubbrücke einmal stehen werden, läßt sich mit etwas Fantasie ahnen. Für den Bau des Elbe- Trave-Kanals begann man 1896 mit den Erdarbeiten vor dem Burgtor. Am aufgeschütteten Erdwall erkennen wir als dunkles Loch die Stelle, wo sich heute die Burgtorbrücke befindet. Bis zur Eröffnung des Kanals wurden für den Streckenabschnitt von Lübeck bis nach Mölln, täglich zwischen 650 bis 1 489 Leute beschäftigt. 76 Kilometer Eisenbahnschienen und 24 Kilometer Grubenbahnschienen wurden verlegt.

70. Vorn erhöhten Fußgängerübergang der Hubbrücke, die 1899 als Doppelbrücke für den Straßenund Schienenverkehr errichtet wurde, blieken wir hinüber zum Burgtor, wie es sich um 1906 zeigte. Für die Kinder, die wir auf dem Fußweg der Straßenbrücke stehen sehen, war es sicher interessant, dem Schiffsverkehr an der Kanalmündung zu zuschauen. Etwa 2,80 Meter beträgt die Lichte Durchfahrtshöhe der 45 Meter langen Straßenbrücke bei gewöhnlichem Wasserstand. Die Eisenbahnbrücke wird allgemein in gehobener Stellung gehalten, und nur bei Bedarf auf Schienenhöhe abgesenkt. Da sich die alte Brückenkonstruktion technisch als unvermindert Leistungsfähig erwies, nahm man 1984 eine Generalüberholung vor, die 2,5 Millionen Mark verschlang.

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71. 'Partie bei der Burgtorbrücke' , nannte der Fotograf diese Aufnahme, die uns von der Fährstraße aus die Rückenansichten der Damen, aber auch die Anlagen des Jahres 1906 vor der Brücke zeigt. Schon einhundert Jahre früher besiegten die französischen Kontingente vor dem Tor am Burgfeld die preußischen Truppen B1üchers. 1851 wurde das Burgfeld planiert und diente der Bürgergarde als Exerzierplatz. An dieser Stelle fand das 'Allgemeine Scheibenschießen' (ein Volksfest) statt, das ab 1871 nach der Reichsgründung 'Volks- und Erinnerungsfest' genannt wurde. Nach dem Kanalbau veränderte sich das Gesicht des Burgfeldes allmählich. 1905 wurde die Normaluhr an der Burgtorbrücke aufgestellt. 1931 fanden die von Fritz Behn modellierten bronzenen Löwen ihren Platz auf der Brücke, vor der 1954 ein VerkehrssteIler mit Straßenbahnstation entstand.

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Burgthor von innen.

72. Sehr schön kommt die mittelalterliche Front der inneren Burgtoranlage auf dieser um 1900 entstandenen Aufnahme zum Ausdruck. Links im Bild erkennen wir die neugotische Fassade des 1894-1896 erbauten ehemaligen Gerichtsgebäudes, deren Baustil als umstritten galt. Sowohl der Standort, als auch die verletzte Einheit der Häuserfronten am Eingang zur Großen Burgstraße wurde als störend empfunden. Schon Mitte des vergangenen Jahrhunderts war der vormals einzige Torbogen im Burgtor. durch den wir auf unserem Bild blieken könncn, nicht mehr dem Verkehrsaufkommen gewachsen. Als sich immer häufiger Fahrzeuge und Passanten gleichzeitig durch die Öffnung zwängen wollten, und die Bauern an den Markttagen Wagenrennen vor dem Toreingang veranstalteten , wurde es höchste Zeit, den zweiten Durchgang anzulegen.

73. Schon von jeher war die Große Burgstraße ein wichtiges Bindeglied im Handel, den die Mecklenburger Bauern mit den Hansestädtern führten. In dieser Straße besaß fast jedes Haus einen Gasthof mit Ausspann, wie wir es dieser 1903 gestempelten Ansichtskarte entnehmen können. Die Große Burgstraße galt im vergangenen Jahrhundert als die lauteste Straße der Stadt, was namentlich an den Markttagen galt, wenn vor den Häusern die Planwagen und Fuhrwerke 'Halt' machten. Einen Teil ihres wichtigsten Verkehrs verlor die Straße, nachdem die Eisenbahn ins Mecklenburgische 'Kleinen' führte. Bekannteste Restauration der Straße war der Gasthof 'Zurn Großherzog von Mecklenburg', von dem aus einst die Post- und Personenwagen nach Travemünde fuhren.

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74. 'Ad praedicatores', bei den Predigermönchen, nannte sich der Weg hinauf zur Burg noch 1391. Um 1460 wurde die 'Kleine Burgstraße' als 'Lutke Borchstrate an Stelle des alten Zugangs zur Burg, die, wie es heißt, 'auf ansehnlicher Höhe über dem Traveufer lag', angelegt. Im Jahre 1905 hielt der Fotograf dieses Bild fest , welches uns die Kleine Burgstraße mit dem Torbogen zum Hof des Burgklosters. das erst kürzlich restauriert wurde, als aufwärts führende Straße zeigt. Abwärts zur Trave führt die Straße 'Große Altefähre' , 1478 als 'Grote Oldenvere erwähnt, weil an dieser Stelle des Hafens eine Fähre über die Trave fuhr. Das zwischen den genannten Straßen stehende Haus, in dem sich ein Kolonialwarengeschäft befindet, dient heute als Wohnhaus.

75. Am Nordende der Stadt, hinter der Großen Burgstraße, befand sich einst der 'Rosengarten', von dem heute außer Altbauten, und ringsum gepflasterten Straßen nur noch der Bliek auf das ehrwürdige Burgtor geblieben ist. Vermutlich erhielt dieser Ort seinen Namen nach den vielen Rosenbeeten die in den Gärten angelegt waren und sich bis zur Stadtmauer erstreckten. Darauf deutet auch der Name 'Rosenstraße' hin, die sich links im Bild anschließt. Aber auch der Straßenname 'Rosenpforte ', von der aus wir auf unser Bild blieken, dürfte dafür sprechen. Den Namen 'Rosenptorte' wiederum führt man auf eine Pforte in der Stadtmauer zurück , durch die man zu der am Wakenitzufer gelegenen Bastion 'Rosenwall' gelangte.

J. T. 290.

76. Schon immer befand sich in der Großen Burgstraße reges Treiben und Leben. So entnehmen wir es dieser Ansichtskarte aus dern Jahre 1903. Obwohl die Große Burgstraße schon 1262 als 'Borchstrate' erwähnt wurde, dürfte sie weit älter als die Stadt Lübeck selbst sein. In der Vorzeit war sie ein Teil der Verbindungsstraße, die als alte Reichsstraße der Könige zum Mühlentor hinaus führte , und an der erst später gebaut wurde. Heute prägen überwiegend klassizistische Fassaden das Straßenbild. Blieken wir an diesen Fronten vorbei, so erkennen wir auf dern Koberg das Heiligengeist-Hospital, dem gegenüber sich das Schiff der Jakobikirche mit seinem Dachreiter erhebt.

77. Von der Straße 'Wakenitzmauer' schweift unser Bliek durch die Große Gröpelgrube auf den Turm der Jakobikirche. Im Vordergrund dieser Ansichtskarte von Rudolph Karstadt, die einen Poststempel von 1920 trägt, spielen Kinder nahe der TrinkwassersteIle, die sich einst am Straßeneingang befand. Die am Kanal endende 'Große Gröpelgrube' ist eine im oberen Straßenteil sehr enge Nebenstraße der Großen Burgstraße und wurde 1307 erstmals als 'Gropergrove' erwähnt. Anfänglich wurde die vom HeiligengeistHospital hinabführende Straße von Töpfern bewohnt. Von dieser Straße führten vier Wohngänge hinter die Häuser. Die 'Kleine Gröpelgrube', eine Parallelstraße, wurde 1459 'Lütke Gröpelgrube' genannt, von der wiederum zwei Wohngänge hinter die Häuser führten.

Liibeck - Gr. Gröpelgrube

mii Jacobikirche .

78. Im Jahre 1919 gründete Rudolph M.l. Baader mit sieben Mitarbeitern die Fa. 'Nordischer Maschinenbau Rud. Baader KG' in Lübeck. An der Wakenitzmauer befand sich die erste Produktionsstätte des Unternehrnens, das sich die mechanische Fischverarbeitung zur Aufgabe gemacht hat. Mit der ersten Heringsköpf- und -entgrätrnaschine gelang Rud

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