Lübz in alten Ansichten

Lübz in alten Ansichten

Auteur
:   Willi Möller
Gemeente
:   Lübz
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5569-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lübz in alten Ansichten'

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69. Und nun zum Sport. Es wäre unverantwortlich, wenn ich unsere aktiven Sportler vergessen würde. Die ich nun nicht nennen kann, mögen's mir verzeihen. Und da heute auch kaum noch jemand von diesen hier abgelichteten Sportlern noch lebt, wollen wir ihrer in Ehren gedenken. Der Männer-Radfahr-Verein mit Standarte um 1924.

70. Der Lübzer Frauen-Radfahrerverein 1924. Es ist heute kaum noch zu erforschen, wer sie waren. Doch eine Frau lebt noch in Lübz. Sie ist heute 84 Jahre alt und war damals wohl die jüngste von den Damen, aber auch die kleinste. Freude am Radfahren - das war Freizeit und Vergnügen.

71. Im Jahr 1924 war die Bobziner Schleuse mit dem Wasserkraftwerk an der Elde fertig. Durch die Wasser- und Flußlaufregulierung vom Plauer See hinunter bis Lübz kam es hier zu einem Wassergefälle von über acht Meter, von der Ober- zur Unterelde. Dieses Gefälle nutzte man aus und man ließ das Wasser über eine Turbine laufen, die dann anfangs Lübz und etwas später auch einige angrenzenden Dörfer mit Strom versorgte; ein baldiger Zusammenschluß mit den Märkischen Elektrizitätswerken führte dann zu sicherer Stromversorgung im gesamten Verbundnetz bis 1945, als die sowjetischen Besatzer das Werk demontierten.

72. Nachdem man in den zwanziger Jahren endlich auch die Eide durch Kanaldurchbrüche begradigt und auch größere Schleusen erbaut hatte, konnte man von einer Eldeschiffahrt sprechen. Die große Menge von Krümmungen und Windungen des Rinnsals Eide war beseitigt. Frau Maria von Bunsen schrieb in ihrem Buch 'Wanderungen durch Deutschland' 1915: 'Es gab kein Durchkommen auf der Eide zwischen Parchim-Lübz und dem Plauer Sec.' Es gab schmale niedrige Holzbrücken von Ufer zu Ufer und wenn sie unter der Brücke mit ihrem Ruderboot war, konnte sie nur in gebückter Stellung rudern und saß oft im Schilf fest.

73. Die EIde war zwar dann auch für sogenannte Finow-Kähne schiffbar. Man konnte die EIde mit Schleppzügen von Hamburg bis Berlin befahren. Doch im Winter gab es dann das große 'Aus - nichts geht mehr!' Dieses war ganz besonders im Winter 1928/29 so. Wer vor dem großen Frosteinbruch nicht seinen Heimathafen erreicht hatte, lag fest. Damals dauerte es sehr lange bis das Eis die Schiffe freigab. Dort wo das Wasser durch die Mühle floß, war der Lauf ein Stück eisfrei, sonst war alles vereist.

74. Nach dem Ersten Weltkrieg begann man auch in Lübz mit dem Fußballspiel. Als die Inflationszeit zu Ende war und die Bürger für ihre Mark wieder was kaufen konnten, bildete sich dann auch die Sektion Fußball im LSV. Hier sieht man die begeisterte Jugendmannschaft rnit ihren Trainern 1925. Von links: Wenzelberg, E. Lustig, Pingel, Doss, Windel, Marien, Strutz, Menck, Basedow, Baustian, G. Lustig, Kleine-Möller, Lau und Sonnenberg.

75. Dann spielten sie weiter im LSV. Sie waren schon etwas älter, hatten mehr Erfahrung und brachten manchen Sieg mit nach Hause. Von links: Hertzer, G. Lustig, Hartwich, E. Lustig, Lau, Baustian Schröder, Grimm, Zachow, Sonnenberg, Merrek/Basedow, Pingel und lhde. Das waren sie, die 1929 für den LSV die Tore schossen.

Ewald Meding Senior der BSG Empor Lübz 1874-1955

Am 6. Juli dieses Jahres verloren wir durch trazischen Unglücksîall un-

eren 'po:tJreundßwald ~fe~ing. Er war der Senior der B::sG Empor Lübz und ZUl!le.lCD der älteste aktive Sportler des ganzen Kreises, ~lit höchster B~wunderung sahen wir seine erstaunliche Leistang bei der Radrenniahrt lubz-Plau-Goldberg-Lübz am 8. Mai dieses Jahres. Als 8~jährioer Mann legte er die 56 km lange Strecke im 3<Jer Sdmitt zurück, Stürmisd:,e O"aoone,:! und herrlid!e Blumenspenden wurden ihm zuteil, als er das Z ~ in Lubz durd!fuhr. Zwei M~nate später setzte ein unglücklicher rurz seinem lan~en und sehr erfolgreiéien Rennfabrerleben ein Ènde. Von einer ~ahrt zu erwandten nad! Lübz zurückgekehrt - wie immer mit dem "e-

ebten .Rad~ --. ereilte ihn da~ Sd!icksal. Er ist .in den Pedalen- gestör.

bF~n. DIe Mitglieder der Sektion Radsport stellten ihrem Freunde und orderer an. seinem Sarge die Ebrenwad!e. In dem ~leer "on Blumen e teren die Parben des Renntrikots, das Ewald ~Iedinl! ort und gern ~tr gen hat,

.. ~us der Fülle seiner Erfolge sind folgende herauszuheben: 1910 1. Sieger bei der Fernfahrt

? Bremen - Hamburg- Bremen-

1911 ieger beim internationalen Rennen

? Rund Um Oldenburg-, Z~O km 1 25 J. leger beim Rennen

.Sd!nelsen-:-eumÜDsler_ nel -en-

76. Ewald Meding wurde in Lübz geboren, dann wanderte er, wie viele andere, nach Hamburg aus. Als Hamburg durch die englischen und amerikanischen Bomber 1943 zerstört war, kam er nach Lübz zurück. Er liebte sein Fahrrad und den Radsport. Man sagte ihm nach, daß er nie mit einern Auto gefahren war. Erst kurz nach seinem unglücklichen Sturz mit seinem Fahrrad ist er dann das erste und zugleich das letzte Mal mit einem Auto gefahren worden. So wurde sein Radfahrerleben beendet. Und Lübz nahm Abschied von einern Sportler, den die heute noch Lebenden nicht vergessen haben.

Das sind nun alles nur kurze Berichte zu den alten Bildern unserer Stadtgeschichte!

Wenn Sie heute unsere Kleinstadt besuchen, so können Sie feststellen, daß aus dieser Vergangenheit eine Gegenwart entstand, die vieles veränderte. Trotzdem kann der Besucher noch viel Altes erspähen, wenn er sich die Mühe macht mal durch die Straßen der AltStadt zu bummeln. Auch für einen kurzen Aufenthalt ist ein Rundgang zu empfehlen, in dem Sie die alte städtebauliche Eigenheit wieder entdecken. Sollte dieses Buch Ihnen dabei ein sachkundiger Begleiter sein und Sie eventuell dazu anregen, den jetzt verantwortlichen Stadtgestaltern Hinweise zu geben, damit das Alte nicht verschwindet, sondern, daß es mit dem Neuen so vereint wird, daß es in der Zukunft noch lange eine Einheit bildet. Und ganz zum Schluß schließ ich mich noch einem Wort von Joharm Wolfgang Goethe an . Ich hör es gern, / Wenn auch die Jugend plappert. / Das Neue klingt, / Solang das Alte klappert .

Willi Möller Ein in dritter Generation in Lübz lebender Bürger

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