Lebach in alten Ansichten Band 1

Lebach in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Klaus Altmeyer
Gemeente
:   Lebach
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2561-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lebach in alten Ansichten Band 1'

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9. Die farbige Zeichenkarte aus der Zeit um 1900 stellt die Ortsmitte und das Hotel F. Schaeidt vor. Am Aufgang zur Theelbrücke ist der große Dorfbrunnen durch eine mittelhohe Mauer umsäumt. Hochbetrieb war vor allem an Markttagen, wenn das Vieh vor oder nach dem Besitzerwechsel hier getränkt wurde. Rechts von der Kirche kommen Pfarrhaus und Vollrath'sches Anwesen zur Geltung. Der 'Gruss aus Lebach' ist mit einem Hinweis auf das gastliche 'Union Hotel' - Hotel F. Schaeidt verbunden. In diesem Haus war auch bis zur Errichtung eines eigenen Gebäudes das königlichpreußische Friedens- beziehungsweise Amtsgericht untergebracht.

10. Zahlreiche Schwierigkeiten bot diese Übung der 'Freiwilligen Feuerlösch-Compagnie Lebach von 1869' zu Beginn der neunziger Jahre im vorigen Jahrhundert. Das 'Union Hotel', Besitzer F. Schaeidt, war mit seinen drei Geschossen ein stattliches Bauwerk. Laut Übungsplan galt es eine große Zahl von Personen zu schützen und die Büroräurne des königlich-preußischen Amtsgerichts, das hier seine Geschäftsstelle hatte. Die Entfernung zum Wasserreservoir im Bereich der Theelbrücke von etwa zweihundertfûnfzig Metern wurde durch ein Spalier von jungen und alten Bürgern überbrückt, die das Wasser in Ledereimem zur Handdruckspritze aus dem Jahre 1874 beförderten. Bis zum Bau der Wasserleitung dauerte es noch gut zwanzig Jahre.

11. Ein denkwürdiger Tag für das Hotel Schaeidt und für den gesamten Ort war der 2. Oktober 1897. Während der jährlichen Kaisermanöver im Herbst feiert der Chef des Stabes beim VII. Armeekorps in Koblenz und Generalmajor Paul von Hindenburg seinen fünfzigsten Geburtstag in Lebach. Der spätere Reichspräsident (1925-1934) zeigt sich vor dem Hotel Schaeidt am alten Markt zusammen mit den Offizieren seines Stabes, der für die gesamte Dauer der Herbstmanöver hier etabliert war. Wiederholt weilte auch der 'grobe Gottlieb' anläßlich der Kaiserrnanöver in Lebach, Gottlieb Graf von Haeseler, kommandierender General des XVI. Armeekorps in Metz. Nach ihm ist die Fallschirmjäger-Kaserne benannt.

12. Das Gasthaus 'Zum bunten Ahorn' verband die Marktstraße rnit der Mottenerstraße. An diesem für die frühere Ortsbesiedelung gut erreichbaren Punkt finden wir den Dorfbrunnen, einen mit einem kleinen Häuschen überbauten Ziehbrunnen. An der Giebelseite des Brunnens stand ein Kreuz, das von einer Familie vom Hahn errichtet wurde. 1928 ließ die Familie Strässer das Gasthaus 'Zum bunten Ahorn' abreißen. Der Schwiegersohn und Bauunternehmer Ferdinand Klein erstellte ein neues Gebäude mit Gastwirtschaft und ließ das alte Kreuz in die Front zur Mottenerstraße einmauern.

13. Die Postkarte aus den zwanziger Jahren vermittelt einen anschaulichen Bliek auf die Eingangsseite der katholischen Pfarrkirche und die breite, zwanzigstufige Aufgangstreppe, die von drei Anwesen flankiert wird: dem Gemischtwarengeschäft P.B. Riehm (vor dem Umbau 1926), Klempnerei Jakob Breininger und dem Küsterhaus mit einem kleinen Tabakladen von M. BiehL Auf der Teilansicht des Hotels und Gasthauses 'Zum Löwen' (Inhaber Jos. Leutheuser) ist oben auf dem Dach einer von vier Löwen in Lebensgröße zu sehen. Die zwei großen Fenster (rechts unten) sind heute Auslagen von Radio Maldener.

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14. Im Bliek von der unteren Marktstraße wird die eindrucksvolle Position des Kirchturms im Ortsbild unterstrichen. Von hier gesehen wird allerdings der Eingang zur Kirche durch die Metzgerei J. Riehm und den angrenzenden Kurzwarenladen der Geschwister Riehm verdeckt. Das Haus Riehm mit seinem 'Meistüvchen' ist verschwunden. Ein freier Platz ist vor dem Anwesen von Peter Freis, wo die Lebacher Ehrenbürgerin Monika Schwinn aufgewachsen ist. Zu einern Branntwein lädt das Aushängeschild des Geschäfts von Joharm Engel ein, das trotz der Enge noch Platz für einen Stehausschank anbot.

IS. Groß erscheint hier die Theelbrücke im Bild. Die kleine Wehrmauer sammelt hier vor allem im Sommer das Wasser der Theel und des von Landsweiler kommenden Mandelbachs, der genau unter dem fünften Brückenbogen einmündet. Der Bliek in die untere Marktstraße wird durch das aufgestockte Haus P.B. Riehm begrenzt; hier war eine Linkskurve im Straßenverlauf. Rechts, mit der Seitenfront, das Textilhaus Neumark-Oppenheimer. Ganz links im Bild das Transformatorenhaus der Elektrizitätsgesellschaf t.

Lebadi, Tola',

16. Lebach, Total. Die Postkarte von 1910 bringt wohl die älteste Gesamtansicht des Marktflecken Lebach. Die zwei Kirchen bestimmen das Bild des bebauten Bereichs. Im Vordergrund bringt der Mühlengraben von rechts die Wasserkraft fär die Lothringer Mühle. Die Eigentümer seit 1791 der Getreide-, ÖI- und Sägernühle: Wolf, Graf, Maas, Wiesen und heute Juchem. Vor der Kirche erstreckt sich in stattlicher Abmessung das Vollrath'sche Haus, das 1919 als Schwesternhaus eingerichtet wurde. Im Bildhintergrund führt eine Schotterstraße zum Wohnplatz Böhmen und weiter am Schloß La Motte vorbei nach Primsweiler.

17. Die Luftaufnahme von 1930 gibt einen Überblick des gesamten Ortes. Im Vordergrund ist der Ortsteil rechts der Thee!. Die Strafsen von Saarbrücken (B 268, rechts) und von Saarlouis (B 269, links) laufen hier zu einer spitzwinkeligen Gabel zusammen. Auf gemeinsamer Strecke geht es über den Neuen Weg, Theelbrücke und Marktstraße, bis sich dort die Straßen in Triererstraße (B 268) und Tholeyerstraße (B 269) trennen. Im Bildmittelpunkt ist das Amtsgericht mit Gefängnis zu erkennen. Eine westliche Abzweigung der Saarlouiserstraße auf der Höhe des Anwesen Schorr A. gab es damals noch nicht. Erst Jahre spater entstand hier die Dillingerstraße. Am rechten Bildrand das stattliche Gebäude der Kirchenmühle.

18. Bäuerlicher Betrieb und Textilkaufhaus befinden sich in der unteren Marktstraße in enger Nachbarschaft (Anwesen Freis und S. Daniellinks im Bilde). Auf der rechten Seite Wohn- und Geschäftshäuser in unterschiedlicher Höhe und Bauausführung. Im Blickpunkt das Haus Johäntgen, das als Fachgeschäft für Leder und Lederwaren seit Generationen eingeführt war. Nicht alle Fußgänger gingen ohne Besuch im Konsurngeschäft Joh. Engel mit seinem Stehausschank vorbei (ganz rechts). Diese Anwesen sind heute fast alle verschwunden; inzwischen haben sie Platz für den Zugang zum neuen Zentrum 'Am Markt' gemacht.

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