Lebach in alten Ansichten Band 1

Lebach in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Klaus Altmeyer
Gemeente
:   Lebach
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2561-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lebach in alten Ansichten Band 1'

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19. Jedes Anwesen kennt eine gewerbliche Nutzung. Dies gilt in besenderem Maße für die rechte Seite der Marktstraße: Holz- und Eisenhandlung 1.B. Moritz, Saargenossenschaftsbank (Gersweiler Sparkasse, heute: Saarbank), Landverrnesserbüro Reitz, Klempnerei und Haushaltwaren Jak. Werner, Textilhaus Leo Altmeyer, Hotel 'Zum Löwen', Kaufhaus Randerath, Hotel 'Zur Traube' (früher Schaeidt), Schuhmacherei Freichel, Hotel Klein und gegenüber, auf der Ecke der Triererstraße, Lebensmittel T. Diewald und Tankstelle A. Diewald. Im Ortsbild sind längst die Vortreppen verschwunden, um mehr Platz für den Fußgängersteig zu schaffen.

20. Die Theel führt Januar 1897 Hochwasser. Die Gärten hinter der Marktstraße, wo sich heute das neue Zentrum 'Am Markt' und das Rathaus befinden, sind überschwemmt. Auch der Mühlenbach zur Jean Clauden-Mühle ist mit einbezogen in diese Folgen des Regenunwetters, daher reicht das Wasser bis zum Bahnhof. Eine normale Verbindung zwischen den beiden Ortsteilen diesseits und jenseits der Theel gibt es für ein bis zwei Tage nicht. Man muß wissen, daß die Theel vom Schaumberg bis Körprich zwar nur einen Lauf von 23,5 Kilometern Länge kermt, aber dafür einen Einzugsbereich von 221,2 Quadratkilometern hat. Hauptnebenfluß ist die I1l oder auch Dirminger Bach genannt.

21. Durch die günstige Verkehrslage bedingt, wuchs die Bedeutung der Lebacher Märkte stetig. Das Viehaufgebot an Wochen- und vor allem an Monatsmarkttagen war so groß, daß der Platz im Bereich der Marktstraße nicht mehr genügte. Daher wurde zwischen Trierer- und Mottenerstraße ein neuer Platz hauptsächlich für den Viehmarkt eingerichtet. Am Mariä-Geburtsmarkt 1915 wurde er zum ersten Mal seiner Bestimmung übergeben. Außer den Käufern und Verkäufern hatten sich auch viele Neugierige eingefunden. Das wachsame Auge des Gesetzes, der königlich-preußische Gendarm, durfte bei dieser Gelegenheit nicht fehlen. Im Bildhintergrund ist die evangelische Kirche zu sehen.

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22. Die obere Triererstraße, auch 'Klopp' genannt, mit dem angrenzenden Friedhof - etwa im Jahre 1910 aufgenommen. Der Straßenraum ist verhältnismäßig weit, da hier wie allgemein im Saarland die Wirtschaftshöfe der landwirtschaftlichen Gebäude vor den Häusern liegen. Die Dächer sind zumeist mit Biberschwanz-Ziegeln bedeckt. Die geschotterte Straße wird von Längsrinnen begrenzt. Die Telegrafenmasten gehören zur Linie Saarbrücken-Trier. Links im Bild der Turm der evangelischen Kirche.

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23. Die protestantischen Einwohner von Lebach und seiner Urngebung mußten sich viele Jahre mit einem Betsaal im Gebäude des Amtsgerichts begnügen, wo der Pfarrer von Saarlouis, A. de Haas, einmal im Monat den sonntäglichen Gottesdienst hielt. Am 29. September 1907 wurde das schmucke Gotteshaus an der Triererstraße gleich neben dem Friedhof vom Generalsuperintendenten der Rheinprovinz, D. Valentin Umbeck, eingeweiht. Die evangelischen Gläubigen der Bürgermeistereien Lebach, Bettingen und Eppelborn erhielten drei Jahre später als Vikariats-Kirchengerneinde ihren ersten Pfarrer, Pastor Neudörfer. Die Ostergrußkarte von 1916 zeigt die Kirche von der Friedensstraße her. Die zweite Ansicht ist nach der Triererstraße gerichtet.

24. Zum Zeitpunkt dieser Aufnahme zählte die Lebacher Volksschule fünf Klassen, die in dem Schulgebäude an der Tholeyerstraße untergebracht waren. Der wachsende Verkehr auf der Landstraße störte den Unterricht sehr, ebenso der Lärrn aus der gegenüber liegenden Schmiede. 1899 wurde der Beschluß zu einern Neubaugefaßt. Standort: Spielhof der Schule an der Triererstraße. Die Mädchenklasse, aus mehreren Jahrgängen der achtziger Jahre bestehend, wurde auf der Giebelseite aufgenommen von einern Trierer Fotografen (J. Nicola Gary).

25. Die erste Schule gab es 1820 in Lebach, und zwar eine Volksschule mit zwei Sälen, wenige Jahre später mit vier Sälen, Der erste eigene Schulbau wurde in der Tholeyerstraße errichtet. Neben den Schulsälen wurde hier noch Platz geschatfen fiir die Feuerwehrgeräte und für die Unterbringung der Lanzen der Bürgerwehr. Ab 1906 war hier die Berufsschule mit einem ständig wachsenden Einzugsbereich untergebracht, bis im Jahre 1952 der Berufsschul-Neubau an der Friedensstraße bezogen werden konnte.

26. Diesmal war es ein Fotograf aus Kaiserslautern, der hier die Mädchenklasse von Fräulein Bach aufnimmt, und zwar auf dem Spielhof der neuen, im Jahre 1906 errichteten Schule. Die Schüler brachten ihren Lehrpersonen Achtung und Anerkennung entgegen, So werden auch heute noch ihre Namen oftmals genannt: Lehrer Britz, Britten, Leonardy, Braun, Senzig, Augustin, Gräber und Grenner, Lehrerinnen Bach, Britz, Böffel, Steffen und Werner. Heute ist Lebach ein Schulzentrum mit zahlreichen Schulen aller Stufen. Die fünftausend Schüler kommen zu zwei Drittel aus Ortschaften der näheren und weiteren Umgebung,

27. Im Jahre 1906 wurde im Gelände zwischen Trierer- und Tholeyerstraße ein neues Gebäude für die katholische Volksschule errichtet: Vier lichte Säle, ein großer Aufgang in der Mitte und ein Lehrerzimmer.Nach dem Ersten Weltkrieg wurde ein gleichgroßes Gebäude daneben erstellt, allerdings mit fünf Sälen und einer öffentlichen Badeanstalt. Der große, geräumige Schulhof reichte mit seinem Zaun fast bis zum Bürgermeisteramt. Als irn September 1939 die Evakuierung der grenznahen Orte und Städte erfolgte, diente die Volksschule in Lebach als Auffangschule für die Schüler höherer Lehranstalten im Saartal: Saarbrücken, Völklingen, Saarlouis, Dillingen und Merzig. Hier sind die Anfänge der Lebacher Gyrnnasien zu suchen, die damals von DI. A. Mailänder, Studiendirektor Nauerz und DI. Hans Rech begründet wurden.

Oruss aus Lebach

28. Die Tholeyerstraße reicht bis ins Ortszentrum. In alten Urkunden wird sichauch 'Merztelbach' oder 'Mertzenbach' genannt. Nach dem Gebäude der Berufsschule folgten unter anderem: Bürgermeisteramt, Apotheke Winter, Schmiede Oster, Postamt im Gasthaus 'Zur Post', die Gerberei direkt am Mertzenbach und das Gasthaus Caspar Schäfer (unser Bild). Der Postbote ist mit seiner zweirädrigen Karre auf dem Wege zum Bahnhof und hat zuvor noch den Briefkasten vor dem Bürgermeisteramt geleert. Rechts im Bilde ist das Anwesen Rassier mit vorgebauten Balkon zu erkennen. Heute sind hier die Praxen von Dr. Reinert und Dr. Haupert (Tierarz t).

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