Lebach in alten Ansichten Band 1

Lebach in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Klaus Altmeyer
Gemeente
:   Lebach
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2561-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lebach in alten Ansichten Band 1'

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29. Von 1870 bis 1912 war der Sitz des Postamtes Lebach in der Tholeyerstraße, im ehemaligen Gebäude der Oberförsterei, die in ein Gasthaus mit Amtszimmern, einer Packstube und einen Passagierraum umgebaut worden war. Die Gründung der Lebacher Post geht auf das Jahr 1833 zurück. Der Versorgungsbereîch war groß, weil damals als nächstgelegene Postämter nur Saarbrücken, Saarlouis, Tholey und Wadern in Frage kamen. Postvorsteher war von 1873 bis 1899 Nikolans Hemmerling; als Beamter trug er zur Dienstuniform einen Langsäbel, Im Gasthaus 'Zur Post' gab es auch den einzigen größeren Saal für Laientheater und Tanzvergnügungen. In den zwanziger Jahren wurde das erste Lebacher Kino hier eingerichtet.

30. In einer Aufzeichnung über die Postlinien durch Saarbrücken um 1850 ist zu lesen: 'Ferner fuhr noch eine Karriolpost von Saarbrücken nach Heusweiler und Lebach, welche von dem bekarmten PostilJon, genannt 'Luthe Christian', gefahren wurde.' Etwa fünfzig Jahre später wird dieser Postkurs eingestellt. PostilJon Klein lenkt 1897 mit einiger Wehmut seine zweispannige Kutsche durch die Marktstrafse, hier vor den Anwesen Johäntgen und Boullay, weil er der Eisenbahn weichen muß. Ein bcdeutsames Kapitel Lebacher Verkehrsgeschichte fand seinen Abschluß, vor allem wenn man bedenkt, daß zum Beispiel im Jahre 1861 wöchentlich vierzehn Kursverbindungen bestanden haben mit einem jährlichen Passagieraufkomrnen von 1 081.

31. Am 15. Mai 1897 beginrit für Lebach und seine Umgebung eine neue Ära der Vetkehrsentwicklung, Mit der Inbetriebnahme der Eisenbahnlinie Wemrnetsweiler-Lebach ist der Anschluß an die Bahnverbindungen, vor allem zu den Kohlengruben und zu den Eisenhütten in Neunkirchen und Saarbrücken, geschaffen. Dies bedeutet für viele Bewohner des ländlichen Bereichs neue Erwerbsmöglichkeiten in den Gruben 'und Hutten. Im gleichen Jahr wird die Bahn bis nach Nonnweiler weitergeführt. Durch den Bau der Köllertalstrecke Völklingen-Heusweiler-Lebach im Jahre 1911 wird Lebach Bahnknotenpunkt.

Oruss aus Lebach

32. Der Personenzug steht zur Abfahrt in Richtung Nonnweiler bereit, und zwar unmittelbar vor dem Bahnhofsgebäude und den benachbarten Eisenbahnerdienstwohnungen. Der wachsende Personenverkehr verlangte, vor allem nach der Inbetriebnahme der Völklinger Strecke, einen weiteren Bahnsteig. Der Zugang zu den zwei neuangelegten Bahnsteigen erfolgte durch eine Unterführung. Besonders lebhaft war der Güterwagenverkehr an Markttagen: vor dem Ersten Weltkrieg wurden zehn bis fünfzehn Waggons Vieh verladen.

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Leb.ell, ? und 9. Jnli 1900.

(S(r;.:.ss a;.:..s -Î.eCê-cn. Krcis-Krieger-Verband fest.

33. Als Gruß an die Teilnehmer des Kreis-Krieger-Verbandsfestes, im Juli 1900, wurde eine Sonderpostkarte angeboten. Sie zeigt den neuen Bahnhofund die Nebengebäude sowie die Gleisarilagen. Auf dem Gesamtbild des Veranstaltungsortes sind die meisten Häuser der Pickardstraße noch in der niedrigen Bauhöhe zu sehen. Unmittelbar vor der Theelbrticke stehen links und rechts schattige Bäume.

Am Bahnhof.

34. Die Eisenbahnlinic hat die Pickardstraße zweigeteilt. Der beachtliche Durchgangsverkehr über die Staats- und Bezirksstraße sowie der örtliche Verkehr wurden mit Hilfe von Bahnschranken am niveaugleichen Bahnübergang geregelt. Erst nach dem Bau des 'Neuen Weges' mit zwei die Bahnstrecke überführenden Brücken wurde der rollende Verkehr umgeleitet. Für die Fußgänger wurde eine Bahnunterführung vor dem Hause Landrnaschinen Sträßer (heute Irseh) beziehungsweise Mehlhandlung Engel eingerichtet.

T()taJ"'lIbic:ht.

Gruss aus Lebach.

4~O~4 Verlag A. Brucb. Trier.

35. Ebenfalls von der Jahrhundertwende stammt die 'Totalansicht' von Lebach. Auch hier noch das gleiche Bild von der Pickardstraße. Als einziges Anwesen auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist nur das Kaufhaus Nikolaus Klein mit einem geräumigen Lagerschuppen in Holzbauweise zu sehen. Die neue Eisenbahnlinie führt mitten durch die Gemüse- und Obstgärten der 'Steinwies', Das untere Teilbild zeigt das stattliche Gebäude an der Ecke Tholeyer- und Kirchstraße, 'Hotel Fr. Schuh' (Lokal M. Werner), das heute, mit veränderter Fassade, noch zu sehen ist.

Blick auf LEBACH

36. Evangelische Kirche (links) und katholische Kirche (Mitte) mit ihren Türmen sind die höchsten baulichen Erhebungen auf der Postkarte 'Bliek auf Lebach' , die wohl aus dem Jahre 1910 stammt. Die Pickardstraße zeigt sich jetzt durchgehend zweigeschossig (von rechts): Mehl- und Salzhandlung Wilhelm Engel, Kaufhaus Emil Liebelt, Textilgeschäft Frau Anton BIÜck (Elternhaus von Frau DI. Maria Schweitzer), Laden- und Frisörgeschäft M. Baus, Bäckerei Rudolf Breininger mit der Ausfahrkutsche, Geschaft Schuh-Krebs, Handlung Geschwister Schäfer, Schneiderei Jakob Schäfer, Gasthaus und Metzgerei Johäntgen und neues Postamt (ab 1912).

37. Theel und Mandelbach mit ihren enormen Wassermassen veränderten die Pickardstraße in ein häuserbestandenes Kanalsystem. Nur der Bahndamm blieb von der Flut verschont. Die Bahnunterführung war gänzlich mit Wasser aufgeftillt. Rechts im Bild sind die Anwesen Leinenbach, Franz Schuh, Kaufhaus und Schreinerei Riehm und, hinter der Bahn, die Frontseite des Kaufhauses Emil Liebelt zu erkennen. Außerhalb der Flutzone ist, im Hintergrund, das Amtsgericht zu sehen.

38. Im Vorgelände des Eisenbahnhofes entstanden zu Beginn der zwanziger Jahre mehrere Wohn- und Geschäftsgebäude, wie zum Beispiel Haus SchwärtzeJ/Weyand, Drogerie GeIz und neues Ladenlokal Neumark-Oppenheimer (später Brehm). Unmittelbar vor den Bahngebäuden gab es allerdings nur Gatten- und Wiesengelände sowie die Dienstwohnung Schreiner. Lediglich die Filiale Lebach der Konsumgenossenschaft ASKO machte als eingeschossiges Geschäftsgebäude eine Ausnahme (links im Bilde). Hier war die erste Bushaltestelle. Der große Omnibusbahnhof und der anschließende Parkplatz entstanden erst viele Jahre später.

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