Lebach in alten Ansichten Band 1

Lebach in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Klaus Altmeyer
Gemeente
:   Lebach
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2561-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lebach in alten Ansichten Band 1'

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39. Zur Bedeutung Lebachs als Verkehrsknotenpunkt leisteten die privaten Omnibuslinien des Theelund Bohnentales ihren Beitrag. Zum Mariä-Geburtsmarkt 1926 erfolgte die Jungfernfahrt der ersten Linie zwischen Dörsdorf und Lebach. Mathias Johann (Nauder-Matz) eröffnete sie mit dem als Omnibus umgebauten LKW Marke Berliet, im Volksmund unter dem Namen ASKO bekannt. Der Bus hatte hinten Vollgurnmi- und vorne Luftbereifung. Im November 1926 eröffnete Nikolaus Herrmann die Linie Gresaubach-Lebach. Es folgten 1927 die Linien Sotzweiler-Lebach durch Nikolaus Gross (Ölgross, unser Bild), Thalexweiler-Lebach durch Nikolaus Windhäuser und Überroth-Lebach durch Mathias KIesen. 1929 wurden diese privaten. Omnibuslinien zwangsweise durch den Kreis Saarlouis zuerst in die Theeltalverkehrsbetriebe integriert und später von der Reichspost übernommen.

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40. Der Wünschberg mit einer Erhebung von 294 Metern ist der Hausberg des Marktfleckens Lebach. Seit 1912 ist hier ein Wasserhochbehälter eingerichtet. Von dort erhielten die Lebacher Haushaltungen das gute Lebacher Wasser mit dem nötigen Leitungsdruck. Die Besiedlung des Wünschberg-Geländes begann erst nach dem Bau der Eisenbahnlinien. Neben der Senlosserei Franz Riehm (heute Haus Sträßer mit Atelier des in Berlin wirkenden Künstlers Herbert Sträßer) wurde die Bahnmeisterei errichtet. Sie war zuständig für einen großen Streckenbereich, und zwar von Wemmetsweiler bis Primsweiler und von Lebach bis Eiweiler. Da zeitweilig die Weiterfühtung der Bahnlinie St. WendelTholey nach Lebach ernsthaft in Erwägung gezogen wurde (1906-1909), mußte damals damit gerechnet werden, daß der Eisenbahnknotenpunkt Lebach zu einem Bahnkreuz ausgebaut wird.

41. Wohl aus strategischen Überlegungen wurde am Fuße des Wünschberges unter Umgehung des Bahnhofs Lebach eine direkte Verbindung zwischen den Bahnstrecken Wemmetsweiler-Lebach und Lebach-Völklingen geschaffen. So konnten im Ernstfall Truppen und Nachschub von der Nahestrecke sehr rasch nach Völklingen und dann nach Metz geleitet werden. Eine Stahlbetonbrücke überquerte diese Teilstrecke, um den Zuweg auf den Wünschberg zu sichem. Auf der Postkarte von 1912 ist der südliche Ortsteil zu sehen: die Kirchenmühle, das Amtsgericht, davor die Häuser Piroth und Ackermann und, in der Bildmitte, das Anwesen Johann Bauer. In Steinwurfnähe dahinter wurden 1936/37 Reste einer Römervilla im Gewann 'Weinheck' ausgegraben.

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42. Auf der Bezirksstraße Saarlouis-Birkenfeld erreicht man, von Eidenbom kommend, als erstes die oberen Häuser der Saarlouiserstraße. Von hier bietet sich von erhöhtem Standort ein Blick bis zur Ortsmitte. Unser Foto ist in der Zeit vor dem Bau des Amtsgerichts (1907) entstanden, denn das Gebäude Ackermann mit den Büroräumen des Katasterarntes Lebach steht noch ganz frei da (rechts). Chausseebäume umsäumen die Saarlouiserstraße bis zur Gabelung mit der Saarbrückerstraße, In Bliekrichtung Kirche sind die Anwesen Joharm Bauer und Gasthaus Feld zu sehen.

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43. Seit Mitte des vorigen Jahrhunderts war Lebach Sitz eines von drei königlichen Friedensgerichten im Kreisgebiet. Nach der Umwandlung in ein königlich-preußisches Amtsgericht wurde der Bau eines eigenen Amtsgebäudes notwendig. Bislang waren die Geschäftsräurne und der Sitzungssaal im Hotel Schaeidt in der Marktstraße untergebracht. Der Neubau entstand 1907; er umfaßte zwölf Büroräume und ein Sitzungssaal, sowie eine Haft- und Strafanstalt rnit zehn Zellen. Das Amtsgericht Lebach ist der erstinstanzliche Gerichtsplatz für die Gemeinden Schrnelz, Nalbach und Lebach.

44. Am Ausgang der Pickardstraße lagen sich zwei stattliche Anwesen gegenüber, die zu erkennen geben, wie sehr die örtliche Siedlungsweise weitgehend auf bäuerliche Tradition zurückgeht. In beiden Fällen haben wir das bäuerliche Einhaus mit ein Drittel Wohnteil und den anschließenden Stallungen und der Scheune vor uns. Auch hier ist der Wirtschaftshof der Straßenseite zugewandt. Hinter dem Haus ist zumeist ein Gemüsegarten zu finden. Oben das Gasthaus Carl Schütz, das im Dezember 1944 durch einen Bombenvolltreffer zerstört wurde. Hier findet sich die Kombination Land- und Gastwirt. Unten das Anwesen Johann Bauer (Bas Aennen). Hier konnte die Feuerwehr zwar nicht mehr Stallungen und Scheune retten, dafür blieb aber das Wohnhaus verschont. Auf der ersten Leiter steht der Feuerwehrsenior Georg Bauer, daneben, ohne Helm, Nik. Britz und ganz links Wehrführer Fritz Kallenborn.

45. Am Eingang zur Saarbrückerstraße sind zwei sich gegenüberliegende bäuerliche Anwesen längst aus dem Ortsbild verschwunden. Oberes Bild: Gastwirtschaft Scherer. Verdeckt hinter Stallungen und Scheune ist der Anbau für die Hengststation; hier wurden auf privater Basis Ardennerpferde gezüchtet. Heute steht hier, von der Straße abgesetzt, das Hotel-Restaurant Scherer. Auf dem Foto schauen die Eltern Scherer aus den Gaststubenfenstern ihren Töchtern Hildegard und Maria sowie ihrem Sohn Josef auf dem Pferde zu.

Bild unten: Landwirtschaftliches Anwesen Franz Scherer. Am Giebel ist ein Hinweisschild der Staatsstraße: 'Saarbrücken-Losheim'.

46. Die alte Weihermühle stand unten im Tal neben dem Mandelbach. Sie brannte am 1. August 1900 durch Blitzschlag ab. Die Mühle wurde 1901 an der Straße neben der Kapelle wiederaufgebaut. 1791 wird Peter Ziegier als Weihermüller genannt. Vermutlich durch Einheirat kommt sie in den Besitz der Familie Krämer. Sie wurde 1972 abgerissen und mußte dem Neubau eines Supermarktes weichen (Bild oben). '1709: Verlassung der Kirchenmühle dem ehrsamen Mathes Weber, seiner Hausfrau Anna Maria und ihren ehelichen Kindern und Erben erblich und ewig für jährlich 4 Malter Korn durch die Pfarrei Lebach.' (Auszug aus der Pachturkunde.) Als Nachfolger finden wir die Familie Johäntgen, die die Kirchenmühle fast zweihundert Jahre in Besitz hatte und eine Gerberei auf dem Mühlengelände betrieb. 1912 ging der gesamte Mühlenbesitz in die Hände der Familie Bay-Veiten. (Bild unten.)

47. Vom Theeltal oberhalb des Ortes her gesehen, erkennt man von rechts den Straßenzug der 'Mertzenbach'-Tholeyerstraße. Durch eine Häuserlücke ist das Bürgermeisteramt zu sehen und dahinter die oberen Stockwerke der Volksschule. Das größere Anwesen in Nähe der Kirche ist das Möbelhaus Altmeyer mit seinen Lagerräumen. Der Kirchturm spiegelt sich im Wasser der Theel, die auf der Höhe des Mühlgrabens gestaut wird, damit Mahl- und Sagewerk der Lothringer Mühle genügend Antrieb erhalten. Von der Breite und der Tiefe her bot sich hier die Theel als Badeplatz an. Bevor das Freibad an der Dillingerstraße gebaut wurde, war hier das 'Turnerbad' unter der langjährigen bewährten Aufsicht von Peter Hoffmann.

48. Die Lothringer Mühle wird bereits in einer Urkunde aus dem Jahr 1565 bei der Bannbegehung zur Feststellung der Hochgenchtsgrenzen genannt, und ist auf der ältesten zur Zeit bekarmten Karte aus dem Jahr 1627 eingezeichnet. 1664 berichtet der lothringische Amtmann zu Tholey: 'Seine herzoglichen Gnaden besitzen in Lebach eine Mühle an einem Bach, die Theel genannt.'

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