Lebach in alten Ansichten Band 1

Lebach in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Klaus Altmeyer
Gemeente
:   Lebach
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2561-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lebach in alten Ansichten Band 1'

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49. 'Die Mühle ist gänzlich zerstört und verfallen.' 1708 ist sie wiederaufgebaut und hatte für die sieben lothringischen Vogteien, die jährlich etwa siebzehn Faß Korn ergaben, zu mahlen. 1791 ist Wi1helm Wolf Müller der Lothringer Mühle. Am 18. März 1891 kauft die Witwe Amalie Maas geboren Wiesen die Mühle von Joharm Graf und Konsorten. 1895 erbt Mathias Wiesen die Mühle von seiner Tante. Karl Wiesen verkauft die Mühle 1935 an Franz Juchem.

50. Die Huf- und Beschlagschmiede wurde über zweihundert Jahre von der Familie Brendel hinter der Kirche, gleich oberhalb der Lothringer Mühle, betrieben. Die ursprüngliche Arbeitsstätte mußte dem Chorbau der Pfarrkirche 1883 weichen. An ihre Stelle trat neben dem Vollrath'schen Haus die neue Schmiede, wie sie unser Foto zeigt. Die Brilder Peter und Josef Brendel übten über fünfzig Jahre lang ihr erlerntes Handwerk aus, bis das Gebäude vor einigen Jahren abgerissen wurde. Vor allem Peter Brendel war an der Entwicklung des Lebacher Reit- und Rennvereins beteiligt.

51. Im Anschluß an Hotel Fr. Schuh (Haus Wemer) erstreekten sich die Gebäude der oberen Kirchstraße, heute 'Pfarrgasse', 1910 waren hier die Lokale des Consum-Geschäfts Joh. Baptist Lauer und der Druckerei J.B. Rassier zu finden. Als Verleger brachte Rassier zweimal wöchentlich den 'Lebacher Anzeiger' heraus, der im Bereich des Theel- und Bohnentales Verbreitung fand. Während der ereignisreichen Jahre des Ersten Weltkrieges hatte Rassier einen Extradienst eingerichtet: die täglichen 'Sonderblätter des Lebacher Anzeigers' mit den neuesten Agenturmeldungen, 'Wolff-Telegramme', vom Kriegsgeschehen, Der Preis hierfür: 'wöchentlich frei ins Haus gebracht 20 Pfg.'

52. Ende der zwanziger Jahre zeigt sich die Tholeyerstraße mit Basaltpflaster und gut markierten Bürgersteigen. Der Kirchturm beherrscht auch hier das Ortsbild. Davor das erweiterte Gasthaus Boullay. Es folgen die Anwesen Johäntgen, Kreissparkasse Saarlouis (Filiale), Metzgerei Schmitt, Lokal Werner, Metzgerei Abels und Konsum Brück. Die rechte Bildkante wird vom bewaldeten Hoxberg eingenommen.

53. Das Haus Boullay mit Fuchsen Gäßchen vor und nach der Jahrhundertwende. 1727 gründete Jean Claud Bullé am Ufer der Theel die Jean Claudenmühle (heute Poststraße). 1790 betrieb sein Sohn Claudius Bullé in diesern Haus (linkes Bild) in der Marktstraße eine Bäckerei und eine Schankwirtschaft. Weitere drei Generationen übten in diesem Haus das Bäckerhandwerk aus. Peter Boullay ließ 1898 dieses wohl älteste auf einem Foto festgehaltene Gebäude der Marktstraße abreißen und, wie irn rechten Bild ersichtlich, neu aufbauen. Der letzte Namensträger aus dem Stamm Boullay, ebenfalls von Beruf Bäcker und Konditor, ist seit 1944 in Rußland vermißt. Das Fuchsen Gäßchen war seit Jahrhunderten eine beliebte Abkürzung zum Seiteneingang der Pfarrkirche.

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54. Gerber-Kleins Haus mit der Fassade eines Geschäftshauses der Jahrhundertwende. Wir kennen zwei über die Grenzen Lebachs hinaus bekannte Gerberfamilien. Die Familie Johäntgen genannt 'Gerwersch' und die Familie Klein genannt 'Gerwer-Kleins'. In diesem Haus wurde das Handelsgeschäft mit Leder, Häuten und Schuhmacherartikeln betrieben, während hinter dem Haus am Ufer des Mühlenbaches die Gerberei mit ihren offenen Lohgerbgruben war. Die Gerberei war bis 1929 in Betrieb. Nachdem Edgar Altmeyer in die Familie Klein eingeheiratet hatte, brachte dieser das Möbelsortiment mit und legte den Grundstein zu dem größten Handelsunternehmen Lebachs, dem Möbelhaus Altmeyer.

55. Feuerwehrübung anläßlich des jährlichen Feuerwehrfestes in der Tholeyerstraße am Haus Broek. Der Türstein dieses Hauses zeigte folgende Inschrift: 'MB 1829 AMH': Mathias Boullay 1829 Anna Maria Hoffmann. Bis zum Ersten Weltkrieg betrieb in diesem Anwesen Schmiedemeister Peter Brück eine Huf- und Beschlagschmiedc, Seine Frau Elisabeth, geboren Boullay, führte eine Eisenwarenhandlung. Nach seiner Lehre gründete der Sohn Josef Brück im elterlichen Hause ein Kolonialwarengeschaft, Die Tochter Cilla heiratete den Metzgerrneister Paul Abels, und sie eröffneten die Metzgerei Abels. Die älteste Tochter Josefine baute mit ihrem Mann Ambrosius Klein die stillgelegte Schmiede um und führte das Schuh- und Lederwarensortiment weiter, während Ambrosius Klein bis 1929 die elterliche Gerberei betrieb.

56. Die Gastwirtschaft Schwinn in der Tholeyerstraße war die Stammwirtschaft der Niedersaubacher Kirchgänger, die seit Jahrhunderten zu Fuß zum Gottesdienst in die Pfarrkirche nach Lebach gehen mußten, bis die. neuerbaute Antoniuskapelle Platz für eigene Gottesdienste bot. Vor der Gaststube steht Peter Schwinn, der heutige Besitzer, und neben dem Eingang sein Bruder Josef Schwinn, der Vater von Monika Schwinn. Vor dem Scheunentor steht der Opel-Laubfrosch von Josef Schwinn.

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57. Die Mertzenbach (Tholeyerstraße) vor dem Ersten Weltkrieg mit dem Gasthaus Schäfer und dem alten Etringershaus mit Scheune. Im Hintergrund sehen wir das wohl älteste Gebäude der Tholeyerstraße, das bekannte Gerbhaus der Familie Johäntgen. Es stand am Ufer des Mertzenbaches am Eingang des idyllischen Tales des Weiherehens (heute Haus Dr. Debusmann). Bereits das Kloster Fraulautern soll vor Jahrhunderten in diesem Tal einen Fischweiher unterhalten haben. Das klare Quellwasser des Mertzenbaches wurde im oberen Teil des Tales gestaut und lieferte das notwendige Wasser zum Betrieb der Gerberei.

58. Sinn für Freizeit und Gemütlichkeit gab es auch in früheren Jahren. Das Grillen von Spießbraten besorgten drei Veteranen (von rechts: Georg Bauer, Fritz Weber und Papa Schwimm). Fachkundig streute Mathias Wemer Gewürze über das Grillgut und Metzgermeister Paul Abels wetzt schon die Messer zum Aufschneiden der Fleischportioncn. Mit etwas Skepsis beobachtet Gastwirtin Schommer die Tätigkeit der Freizeitköche und ihrer zahlreichen Zuschauer.

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