Lebach in alten Ansichten Band 1

Lebach in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Klaus Altmeyer
Gemeente
:   Lebach
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2561-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lebach in alten Ansichten Band 1'

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69. Mit dem historischen Dienstsiegel des Bürgermeisterei-Amtes Lebach-Bettingen vom 18. Apri11900 Nummer 1331, wurde die Satzung genehmigt, die der Radfahrerverein Lebach sich in der Gründungsversammlung vom 1. April 1900 zulegte. Paragraph 1 lautet: 'Unter dem Namen Radfahrerverein Lebach besteht seit dem 1. April 1900 eine Vereiniging, welche den Zweck hat, den Radfahrersport zu pflegen und zu fördern und seinen Mitgliedern Gelegenheit zu gemeinsamen Ausfahrten und Versammlungen zu geben.' Vor dem Hause Britz (Kammersch) in der Tholeyerstraße sehen wir eine sonntägliche Galaausfahrt mit Vereinsfahne.

70. Auf der Höhe des Hoxberges (415 Meter) ragen zwei große Steinblöcke auf, die den Namen 'Kaltenstein' führen, Karl Lohmeyer ('Die Sagen der Saar') hat von Eva Johäntgen aus der Kirchenmühle eine Sage aufgezeichnet; danach sollen unter den Steinen reiche Schätze ruhen, die zur Zeit des Heidentums den Göttern geopfert wurden. Die Sage berichtet weiter: wenn die Glocken der Lebacher Pfarrkirche an einem Karfreitag von selbst zu läuten anfangen, werden die Steine sich dreimal um die Achse drehen, und der Schatz geht in den Besitz der Menschen über. Der 'Kaltenstein' war seit jeher ein beliebtes Ausflugsziel, das sich auch Lehrer Grenner für seine Klasse gesteckt hatte. Ein herrlicher Bliek ins Schaumberger Land tut sich hier auf. Zur Zeit Napoleons war ebenfalls auf dem Hoxberg eine Signalstation der optischen Telegrafenlinie nach Cl Chappe, die Paris mit Mainz verbunden hat (1813/14).

71. Am Ausgang der heutigen Mottenerstraïse, wo sie auf die Heerestraße trifft, steht ein Wegekreuz aus dem Jahre 1765 mit Relief der Schmerzhaften Mutter Gottes am Fuß und Wappen der Ritter von Hagen am SockeL An dieser Stelle verlief offensichtlich zur Zeit der römischen Besiedlung der Weg von Wahlen über Hüttersdorf und Lebach nach Habach und Saarbrücken. Die zwei Kastanienbäume sind inzwischen verschwunden. Geblieben ist das Wegekreuz mit schmucken Grünanlagen und daneben das Gasthaus 'Zum Böhmerkreuz' (Inhaber Naumann).

72. Östlich vom ehemaligen Schloß La Motte, auf einer Wiese am rechten Theelufer, steht eine etwa sechshundert Jahre alte Eibc (taxus baccata). Sie stellt ein prächtiges Naturdenkmal dar, wie man es in dieser Art und Größe weit und breit nicht findet. Rötlichbraun ist ihre Rinde, flach und nadelförmig sind die Blätter und die Blüten zweihäusig. Jungtriebe, Nadeln und Samen enthalten bitteres, narkotisch wirkendes Gift. Ein geheimnisumwitterter Baum im allgemeinen. Im besonderen berichtet die Sage von der Mottener Eibe, daß sich in mondhellen Sommernächten Geister aus dem Geschlecht der Ritter von Hagen mit ihren Getreuen hier treffen sollen.

73. Mit 'Motte' wird ein künstlich gebildeter Rundhügel mit ringförrnigen Graben bezeichnet. Der Ursprung der mittelalterlichen Wasserburg ist hier zu suchen. Die Burg und später das Schloß La Motte waren der Sitz des Geschlechts von Hagen, das vom Dorfe Hahn stammt. An die Stelle der mittelalterlichen Anlage wurde 1709, wahrscheinlich von dem Saarlouiser Architekt los. Motte dit la Bonté, ein barockes Schloß gebaut mit '34 Hauptzimmern, worunter ein geräumiger Rittersaal nebst Wohnungen für Hofleute und Gesinde. dann sehr geräumige Stallungen für 50 Pferde, 100 Stück Rindvieh, 400-500 Schafe, Vorgebäude mit Remise und Schuppen und geräumigem Hofmit Gebäuden', Heute gibt es nur noch das Torhaus und einen Teil der Wirtschaftsgebäude (Besitzerin: Familie Brodback seit 1936).

74. Einen ländlichen Eindruck erweckt dieses Foto vom Ort steil Hahn, der bis zur Eingemeindung 1937 selbstständige Gemeinde mit sechzig Einwohnern (1917) war. Auf der Kupp, nordwestlich des Ortsteils, soll die Stanimburg der Herren von Hagen gewesen sein. Wo die Waldzunge fast bis zum linken Bildrand reicht, steht heute das Caritas-Krankenhans mit zweihundertsechzig Betten.

75. Die Bewohner des Ortsteiles Hahn waren - und sind auch heute noch - fast ausschließlich Landwirte. Die Familiennamen sind bei der geringen Zahl der Anwesen gleich aufgezählt: Riehm, Ziegier, Sauer, Schweizer, Schäfer und Mailander. Unser Bild zeigt alle Namensträger der Familie Sauer im Jahre 1917. Der Vater rechts mit zwei Töchtern und vier Söhnen in Felduniform, sowie drei Schwestern in schwarzer Tracht mit Haube und einem Bruder ganz rechts.

76. Abweichend vom typischen Einhaus stellt dieses landwirtschaftliche Anwesen der Familie BauerJohäntgen in Jabach im Lebacher Bereich eine besondere Siedlungsform dar. Das Wohnhaus steht mit dem Giebel zur Straße, es folgt ein niedriges Gebäude für Schuppen und Schweinestall, dann erst kommen Stallungen und Scheune senkrecht zum Haus gestellt. Der Eingang zur Wohnung ist seitlich. Weintrauben zieren die Hauswand. Vor der Eingemeindung 1937 war Jabach selbstständig und zählte zwanzig Jahre zuvor einhundert Einwohner. Auf den Jabacher 'Gleichwiesen' wurden ab 1923 die bekarmten Lebacher Pferderennen gelaufen.

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