Lebach in alten Ansichten Band 2

Lebach in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Klaus Altmeyer, Egon Gross und Manfred Schmitt
Gemeente
:   Lebach
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6718-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lebach in alten Ansichten Band 2'

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39. Das Böhmer Kreuz mit zwei Kastanienbäumen bildet die Banngrenze vom Landbesitz der Freiherren von Hagen zur Motten mit insgesamt 520 Morgen Äckern und Wiesen. Nach der Vermessung von 1764 errichtet der Reichshofratpräsident Iohann Hugo von Hagen (1707-1791) das Kreuz mit dem freiherrlichen Wappen und dem Bildnis der schmerzhaften Mutter Gottes. Im 19. Jahrhundert erwerben die Lebacher Einwohner die Ackerfelder, um neben Feldfrüchten auch Gemüse anzupflanzen, wie es an den Bohnenstangen auf der Postkarte zu erkennen ist.

40. Glückwunschkarte von Bürgermeister a.D. Iohann Ph. Schuh zum Jahreswechsel 1908/09 als Besitzer des Hofgutes zur Motten. Fotograf P. Wagner bietet zwei Bilder an. Einmal das Torhaus des ehemaligen hagen'schen Schlosses aus dem Jahre 1707-1711 allerdings mit dem flachen Notdach - und den östlichen Wirtschafts- und Stallgebäuden. Erkennbar ist teilweise der frühere Verlauf des Wassergrabens rund um das SchlossareaL Seit 1936 ist das Hofgut im Besitz der Familie des Diplomlandwirtes Georg Anton Brodback.

Zum anderen vermittelt die stauliche Hainbuchenallee einen imposanten Eindmek für alle Besucher, die diesen Zugang zum Schloss benutzen. Landesregierung und Saarwaldverein haben 2001 junge Hainbuchen an diesem Standort zur Auffrischung angepflanzt.

Etwa 100 m östlich vorn Hofgut zur Motten ist die etwa 700-jährige Eibe mit einer Höhe von 15 m ein botanisches Überbleibsel der ehemaligen SchJossanlage. Das Alter dieses eher seltenen Baumes, der sich durch mäßiges Wachstum auszeichnet, dürfte mit der Entstehung der hagen'schen Burganlage übereinstimmen. Die Eibe und die Silberquelle - sie versiegt allerdings 1960 -liefern beide Stoff zu den von Geheimrat Kar! Lohmeyer gesammelten saarländischen Sagen.

41. Das Gemälde aus dem Iahre 1772 zeigt den Trierer Chorherren Carl Emmerich von Hagen zur Motten (1711-1779). Seine rechte Hand zeigt auf das väterliche Schloss aus dem Iahre 1709 mit 32 Zimmern auf drei Etagen und einer Hauskapelle. Die Finger des Chorherren sind direkt auf das stattliche Torhaus mit dem französischen Satteldach gerichtet. Der Zugang dorthin und zum Schlossgebäude, dem Corps de Logis, führt über eine Hängebrücke.

42. Zwei Porträts von den hervorragenden Vertretern des Freiherrengeschlechts von Hagen zur Motten. Einmal Iohann Ludwig I. von Hagen. Er lebt von 1492 bis 1547. Nach Studien in Paris, Köln, Freiburg und Bologna wird er inTrier Domkapitular und 1532 Dompropst. bis er 1540 als [ohann IV. Ludwig Erzbischof und Kurfürst von Trier wird und sich im Zeitalter der Reformation als Wahrer des Glaubens und Seelsorger trotz instabiler GesundheitVerdienste erwirbt. Er stirbt am 23. März 1547 in Ehrenbreitstein.

Zum anderen joharm Hugo H. von Hagen (1707 -1791). Er wird in Koblenz, arn Dienstsitz seines Vaters Johann Wilhelm Ludwig geboren, verbringt seine Kindheit in Lebach und kommt sehr früh an den kaiserlichen Hof zu Wien. Nach dem Studium unter anderem in Leipzig und am Reichskammergericht in Wetzlar wird johann Hugo 11. Mitglied des Reichshofrates - 'der größten Stütze der kaiserlichen Autontät' - und leitet dieses oberste Reichsgericht in Wien vierzehn Iahre unter mehreren Kaisern von 1778 bis 1791.

43. Das Barockschloss zur Motten (] 707 -] 7 ] l ) auf dem Gemälde des lettischen Historienmalers Aleksandre Gubenko ist hier in seiner Gesamtheit zu erkennen. Das dreigeschossige stattliche Haupthaus, Corps de Logis, mit 32 Räumen und einer Hauskapelle. Davor das Torhaus mit Satteldach und dem östlichen Wirtschaftgebäude. Vor dem Eingang flankieren zwei Löwen den Vorplatz. Bauherr Iohann Wilhelm Ludwig von Hagen (] 67317 SO) beauftragt als Bauleiter seinen Bruder Johann Hugo 1. (1678-1735), Domherr zu Speyer. Dieser überwacht die Ausführung der Pläne von Joseph Claude Motte aus Saarlouis für die neuen Fundamente in der sumpfigen Talaue und wie auch der Pläne für das Haupt- und Torhaus vom Hofbaurneister Ravenstein aus Koblenz. Die Freiherrenfamilie von Hagen stirbt Anfang des] 9. Iahrhunderts aus. Von den Nachbesitzern wird ab 1860 die Schlossanlage bis auf das Torhaus und einen Teil der Wirtschaftgebäude abgerissen.

44. Das Luftbild von Combier, Macon, um 1960 zeigt den westlichen Bereich der Ortslage von Lebach. Im Vordergrund ist das heutige Bildungszentrum mit der Michaelskapelle zu erkennen. Die Gebäude haben eine bewegte Geschichte: 1939 Infanteriekaserne, 1940 WehrmachtsReservelazarett für genesende Kriegsversehrte, 1944 Hauptverbandsplatz, 1945 UNRRA Flüchtlingslager Team 15 für 3 000 ehemalige Zwangsarbeiter aus Osteuropa, 1948 Lehrerseminar sowie Blinden- und Gehörlosenschule.

In Richtung Bildhorizont sind die Häuser von Iabach und Böhmen am Ende der Mottener Straße sowie die Höfe vom Hahn zu erkennen. Neben der Heeresstraße entsteht 1954 die erste Lebacher Kläranlage. Rechts oben im Bild ist der Neubau der Michaelsschule zu sehen. Die Fläche für das heutige Sportzentrum an der Dillinger Straße befindet sich noch in landwirtschaftlicher Nutzung.

45. Luftaufnahme vom Fotohans Adolf Kallenbarn aus dem Iahre 1958 mit Bildschwerpunkt Lebach rechts derTheel. Der Blick geht auch auf den Wünschberg und auf die Häuser von Neu-Bubach, Von dort kommt dieTheel, sie gibt über den Mühlengraben oberhalb des Wehres am Turnerbad Wasser an die Lothringer Mühle ab. Das Schwesternhaus ist um den Pfarrsaal erweitert. Im Bereich des heutigen Stadtzentrums 'Am Markt' wird dort auf dem Fußballplatz noch Sport getrieben. Erkermbar sind das Holz- und Eisenlager der Firma j.B. Moritz und die Lederfabrik von Iosef johàntgen, die Unfallschutzkleidung für die saarländische und lothringische Montanindustrie herstellt. Im Bild unten schließen sich die Gemüsegärten der Marktstraßen-Bewolmer an.

46. Bergstraße und Tholeyer Straße bilden auf dieser Luftaufnahme von Combi er, Macon, eine Straßengabel, die nach Norden durch den von Bäumen umsäumten Weg nach Niedersaubach begrenzt wird. Dazwischen sind die 1936 entstandenen Siedlungshäuser 'Auf der Röth' und 'Am Hof' zu sehen. In der Gabelspitze das Werksgelände für Kunststeine Franz Bearzatto. Links und rechts die Handwerksbetriebe von Malermeister Wilhelm Britz und Elektromeister August Boullay sowie der Kolonialwarenladen von Frau Elisabeth Schäfer. Weiter oben die neue Werkstatt von Franz E. Riehm.

47. Die Aufnahme von Azur Luftbild aus dem Iahre 1960 zeigt Lebach diesseits der Theel noch vor den großen Veränderungen im Zentrum. Zwar richter sich die Saar-Bank an der Brücke neu ein, der Pfarrsaal ist beträchtlich erweitert und die Lothringer Mühle wird aufgestockt, aber sonst ist die Anzahl der Anwesen noch nicht so sehr angewachsen. Der Blick weitet sich auf das Theeltal aus, und am Ende sieht man die markante Spitze des Schaumbergs sowie links davon eine Ansiedlung in der Höhenlage, es ist der Stadtteil Dörsdorf.

48. Luftbild von Falscheid. Im Überblick die gesamte Ortschaft mit Ritter-, Dorf- und Hoxbergstraße sowie Hesselborn. Rechts von der unteren Hoxberstraße das Wohngebiet im ForstgaTten. In Falscheid teilen sich in der Feudalzeit die Herren von Nassau-Saarbrücken und Crichingen von Saarwellingen ursprünglich ein Dutzend Haushalte im Zahlenverhältnis sieben zu fünf und markleren ihre Zugehörigkeit mit Stangen und Pfählen. Bis zum [ahre 1900 benutzen die Einwohner den Kirchenpfad zum Besuch der pfarrkirche St. Marien in Reisweiler. Gottesdienste können nunmehr in der Filialkapelle besucht werden. Erst 1930 entsteht ein eigener Kirchenbau St. [oseph gleich neben der schmucken Dorfschule. Alle Haus- und Hofbesitzer von Falscheid haben ihren Ort für den Bundeswettbewerb 'Unser Dorf soll schöner werden' ausgeschmückt und ihre Anstrengungen werden 1973 mit der Goldmedaille belohnt.

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