Lehrte in alten Ansichten Band 1

Lehrte in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Wilhelm Behre
Gemeente
:   Lehrte
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1487-5
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lehrte in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Am Südrand der Lüneburger Heide im Großraum Hannover, als Eisenbahnknotenpunkt bekannt, liegt Lehrte.

Das ursprüngliche Dorf Lehrte, südöstlich vom jetzigen Bahnhofsgelände gelegen, war um die alte Dorfkirche herum angesiedelt, deren Turm um 1600 aus heimisehen Feldsteinen auf den Trümmern einer älteren Kirche errichtet wurde. Der Ursprung des Ortsnamens Lehrte, früher unter anderem Lehret oder Leehrte, steht nicht eindeutig fest; man kann ihn deuten als Weideplatz in einer Waldlichtung. 1147 wird der Name erstmals erwähnt in einer Urkunde, die dem Bischof von Hildesheim die Besitzrechte an der Gemeinde sichert. Als Dorfstätte ist Lehrte viel älter. Das Dorf blieb über 800 Jahre lang eine mittelgroße bäuerliche Gemeinschaft unter den 14 Dörfern des 'Großen Freien'.

Mit der Eröffnung der Eisenbahnstrecke HannoverBraunschweig im Jahre 1843 begarm die besondere Entwicklung Lehrtes. Handel und Wandel blühten auf. Die Einwohnerzahl nahm stetig zu. Im Jahre 1898 wurde Lehrte das Stadtrecht zuerkannt. Damals zählte Lehrte ungefähr 6000 Einwohner. Industrie und Gewerbeunternehmen siedelten sich an. Das

Stadtbild wurde systematisch modernisiert, Wohnsiedlungen entstanden in der grünen Umgebung.

Zur alteingesessenen Lehrter Zucker AG und zu den Kalisalzbergwerken, deren Abraumhalden der Landschaft südlich Lehrte einen ungewöhnlichen, scheinbar gebirgigen Charakter verleihen, kamen Fabriken, in denen Waschmaschinen, Bohrgeräte, Getriebe und andere Industrieprodukte hergestellt werden.

Daß man sich in Lehrte wohlfühlen kann, dafür sorgt ein breites Angebot von sozialen, kulturellen, unterhaltenden und sportlichen Einrichtungen. Ein neues Zentrum mit seinen modernen Ladenzeilen bietet sich an. Für Einheimische, aber auch für die Neubürger sowie für Gäste ist es interessant, sich zu informieren und zu fragen: 'Wie war das eigentlich früher in Lehrte?' Der vorliegende Band möchte Ihnen dabei helfen, sich darüber ein Bild zu machen.

Ich danke allen, die mir Bilder zur Verfügung gestellt sowie durch ihre Hilfe das Zustandekommen dieser Arbeit erst ermöglicht haben, ganz besonders Herrn Rektor Alfred Brinkmann.

Lehrte, August 1980

Wilhelm Behre

GRUSS AUS LEHRTE

1. Beim Bau der Eisenbahn nach Berlin und Braunschweig um 1842-1845, wurde die Straße am Sedanplatz in Richtung Burgdorf tiefergelegt und unter dem Bahnkörper hindurchgeführt; die für Lehrte typische Unterführung. Für damalige Verkehrsverhältnisse war sie ausreichend, doch nachdem die Zuckerfabrik gebaut worden war (1883), wurden in diesem Engpaß die Verkehrsverhältnisse zunehmend problematischer. Daß sie bis zum Jahre 1968 den innerstädtischen Verkehr und Fernverkehr in Nord-Südrichtung, man könnte fast sagen reibungslos, bewerkstelligt hat, ist beachtenswert. Heute ist sie zugeschüttet, und in ungefähr 20 Meter Abstand westwärts wird die Berliner Allee (B 443) unter der Eisenbahn durch ein großes Tunnelbauwerk hindurchgeführt, Die Häuser auf der linken Bildhälfte mußten dieser Trasse weichen. Im Hintergrund Gebäudeteile der Lehrter Zuckerfabrik um 1900.

2. Dem Betrachter dieses Bildes zeigt sich der 'Sedanplatz', wie er im Volksmund genannt wurde. Die Geschehnisse der Zeit hat nur ein Teil der Häuser überstanden. Vorn links befand sich das Porzellangeschäft Christian Schrader, dahinter ein "Tante-Emma-Laden' von Karl Heckmann. Im Hintergrund Bildmitte William Simon, links daneben das 'Lehrter Stadtblatt' und der Frisiersalon von 'Putzer Krüger'. Dieser traditionsreiche Sedanplatz (Sedanstraße) entstand um 1900 als Geschäftszentrum im Anschluß an das alte Dorf nach dem Bau der Eisenbahnlinien. Der Bereich ist heute zerschnitten durch den Bau der 'Berliner Allee'. Leider hat man an eine Fußgängerverbindung nicht gedacht.

3. Die Sedanstraße, im Volksmund auch 'Pudding' genannt, existiert nicht mehr, weil sie von der Berliner Allee geteilt wurde. Das Bild stammt aus dem Jahre 1925, Autos waren noch kaum zu sehen. Fritz Ahlborn hatte damals aber schon eine Benzintanksäule mit zwei Glasballon-Behältern. An der Bordsteinkante ist sie zu sehen. Die Häuser von E.A. König, Heim. Linde und Stepper Rust sind abgebrochen. Im Hintergrund ist das Rathaus zu erkennen.

4. Das Luftschiffrnit der Bezeichnung 'Hansa' kreiste am 18. August 1912 über der Stadt Lehrte und wurde vom Fotografen Wilhelm Schroers auf mehreren Bildern abgelichtet. Außerdem zeigt dieses Foto das Haus an der Sedanstraße 1 (rechts); früherer Besitzer war der Lebensmittelkaufmann Carl Heckmann. Nachmieterin des Kolonialwarenladens wurde Paula Heiniehen. Bei einem Bombenangriff wurde das Gebäude am 12. September 1944 zerstört. Der Bliek fällt auf die Königstraße und (im Hintergrund) die Bahnlinie Lehrte-Hildesheim.

5. Am Sedanplatz, wo heute die Sedanapotheke von Dr. Gürtler betrieben wird, war bis zum Jahre 1938 das Schuh- und Manufakturwarengeschäft von Hermann Hirschfeld, der hier auf dem Bilde mit seiner Tochter und der Mutter von Frau Edith Rathmann, geborene Ulrich, vor dem Eingang steht im Jahre 1914. Die Schaufenster werden noch von außen durch zwei schön verzierte Lampen elektrisch beleuchtet. Hermann Hirschfeld war als reeller Kaufmann auch in den umliegenden Dörfern bekannt. Er mußte im 'Dritten Reich' Lehrte verlassen.

J. T. 847

Eehrie

6. 'Lehrte im Zeichen des Verkehrs' ist diese Ansichtskarte aus der Zeit um 1905 betitelt, welche die Straße an der Unterführung zeigt. Doch vom Straßenverkehr ist außer dem Handwagen wenig zu spüren; der eifrige Postkartenmacher hat das Automobil mit den beiden Dienstmännern nur in die Fotografie einretuschiert. Die Kennbuchstaben IX auf dem Autonummernschild standen bis 1945 für die damalige Provinz Westfalen.

7. Die Sedanstraße, wie sie sich dem Beschauer des Bildes aus der alten Unterführung kommend anbot. Das Haus in der Mitte gehörte Karl Block, der einen Buchhandel betrieb. In der linken Hälfte des Hauses hatte Herman Günther einen Blumenladen. Das Glasflachdach gehörte zu dem Fotoatelier von W. Schroers. Diese beiden Gebäude wurden durch einen Bombenvolltreffer am 12. September 1944 fast völlig zerstört. In dem Haus auf der rechten Bildhälfte betrieb Schlachter F. Möhle eine Schlachterei. Alle Häuser mußten dem Bau der B 443 weichen bis auf das von F. Ahlborn, Berliner Allee.

8. Bevor es in Lehrte die erste Molkerei gab, belieferten die Lehrter Bauern eine Molkerei in Hannover. Die täglich anfallende Milch mußte also per Bahn transportiert werden. Jede Hofstelle hatte deshalb sein eigenes Gefährt, welches aus einern kleinen Wagen bestand, vor den ein Ziegenbock gespannt wurde.

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