Lehrte in alten Ansichten Band 1

Lehrte in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Wilhelm Behre
Gemeente
:   Lehrte
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1487-5
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lehrte in alten Ansichten Band 1'

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19. Als vertrauter Anblick aus der Königstraße in Richtung Dorf bot sich der im Jahre 1852 erbaute Bauernhof von H. Krüger, Hagenstraße 18, dar. Sämtliche Gebäude sind der Fallbirne zum Opfer gefallen und dem Erdboden gleichgemacht; sie mußten der neuen B 443 in Richtung Sehnde weichen.

20. Die Matthäuskirche, im Jahre 1876 eingeweiht, stand damals noch auf dem großen freien Platz, der Maschwiesen. Alljährlich zu Pfingsten wurden die Zelte fiir das Schützenfest dort aufgeschlagen. Wanderzirkus und Kunstreiter unter anderem schlugen ihre Wirkungsstätte dort auf, Ansonsten diente der Maschplatz dem angrenzenden Zimmermann Nöhre zum Zwecke der Holzlagerung. Der Schornstein, welcher über das Dach der Drogerie F. Junghans hinausragt, gehört zur Zuckerfabrik.

21. Aus vaterländischer Gesinnung errichteten Lehrter Bürger, und zwar Mitglieder des M'I'V-Lehrte, diesen Gedenkstein an der Masch im Jahre 1914. Zur Erinnerung 'Den tapferen Kämpfern der Befreiungskriege 1813-1815' heißt es auf der Inschrift.

22. Der Feuerlöschteich am Lindenberg, als 'Möllerpeiters Paul' bekannt, ist für Fotografen ein beliebtes Objekt gewesen. Dieses Bild allerdings hat einen Seltenheitswert, nicht nur daß die ganze Dorfjugend hier versammelt ist, sondern weil das als evangelischer Gemeindesaal bekannte Gebäude (rechts) noch als Pastorenscheune zu erkennen ist. Vor der Jahrhundertwende mußten nämlich die Pastoren ihren Lebensunterhalt aus der Landwirtschaft selbst bestreiten. Sie hielten Pferde, Milchkühe und Federvieh.

23. So sauber wie sich der Feuerlöschteich am Lindenberg auf dem Bild in der Morgensonne spiegelt, ist er in Wirklichkeit gar nicht gewesen, denn mangels einer Kanalisation mußte er die Abwässer der Nachbarn aufnehmen. Die Scheune (links) brannte 1942 ab, während das Kruse'sche Haus heute noch an seiner Stelle steht. Das als Küsterhaus bekannte niedrige Fachwerkhaus vor der Nikolauskirche hat man wegen Baufälligkeit abgerissen; an seiner Stelle entsteht ein Neubau von Fritz Lampe.

24. Eines der ersten Autos in Lehrte gehörte Sanitätsrat Dr. Richard Denecke, der hier mit seiner Familie einen Ausflug nach Haus Heideck, Allerbeck, gemacht hat. Treibstoff gab es vor dem Ersten Weltkrieg nur in Drogerien. Die Benzinkutsche, wie man sie zu der Zeit nannte, gehörte dem Typ Opel an.

25. Die Gebäude des Hofes Nr. 52, die dieses Foto aus dem Jahre 1902 zeigt, brannten am 16. August 1930 völlig ab. Das Feuer war durch einen Kurzschluß am Elektromotor beim Roggendreschen ausgebrochen und fand reiche Nahrung an den Strohvorräten in der Scheune. Der Hofbesitzer gehört zu den Mitgliedern der Realgemeinde mit dem Anteil einer Reihenstelle. Bei den Personen auf dem Bild handelt es sich um die Angehörigen der Familie Wilhelm Behre, Hagenstraße 4, und deren Mitarbeiter.

26. Bis Anfang dieses Jahrhunderts stand die Bockwindrnühle an der Rethmarstraße, wo sie zuletzt von Walter Bäre betrieben wurde. Vorher hatte sie auf dem Gelände der heutigen Zuckerfabrik gestanden und war Mitte des 19. Jahrhunderts an den neuen Standort versetzt worden. Auf dem Foto aus der Zeit um 1928 schwebt über der Stadt im Hintergrund der Zeppelin L.Z. 129.

27. Ein beliebtes Objekt für Fotografen um die Jahrhundertwende war das Denkmal an der Masch. Kinder fanden sich bald, die als Statisten mitwirkten, sogar der Küster - Schnupftabak nehmend war zufällig in der Nähe. Im Hintergrund das ehemalige Wohnhaus des Müllers der Molsen Mühle, die in der Nähe des Güterbahnhofs stand. Die Hofstelle gehört heute Alfred Bähre, sie hatte die Hausnummer 33.

28. Aus Spenden von Lehrter Bürgern errichtete man nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 das Denkmal an der Masch zum Andenken an vier Lehrter Bürger, die ihr Leben lassen mußten. Alljährlich am 2. September fand eine Gedenkfeier hier statt, und es wurden Kränze niedergelegt. Auf dem Platz entfernte man nicht nur die Bäume, sondern auch das Ehrenmal. Heute findet dort zweimal wöchentlich der Weehenmarkt statt.

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