Lehrte in alten Ansichten Band 1

Lehrte in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Wilhelm Behre
Gemeente
:   Lehrte
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1487-5
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lehrte in alten Ansichten Band 1'

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49. 'Nach der Schwanenburg schöner Spaziergang' hat der Absender dieser Postkarte hierauf geschrieben. Rechts die Vorschuß- und Sparkasse Lehrte, heute Lehrter Volksbank. In dem Hause links, heure Ecke Windmühlenstraße, handelte Müllermeister Hermann Heinecke mit Mehl, Futtermitteln und Getreide. Die Scheune dahinter gehört zu dem Hof Wilhelm Busch, der heute dort eine Tankstelle betreibt.

J:ehrle, feldslrasse mil Schule

50. Die Feldstraße trägt ihren Namen zu Recht, denn der Straßenausbau mit einer befestigten Decke konnte dem Häuserbau nicht so schnell folgen. Im Vordergrund rechts ragt eine Viehweide bis an die Fahrbahn heran. Dort steht heute die Jahn-Tumhalle, Das Bild stammt aus dem Jahre 1910.

51. Am 25. August 1883 wurde die Aktien-Zuckerfabrik mit dem Grundkapital von 150000 Mark gegründet. Jeder Aktionär verpflichtete sich, je Aktie 125 Ctr. Rüben zu liefern. Im Oktober 1884 war die Fabrik betriebsfertig und begarm am 16. Oktober 1884 ihre Arbeit. In der ersten Kampagne wurden 171 000 Ctr. Rüben verarbeitet, bei einen Tagesdurchschnitt von 3 200 Ctr. Damals sang man:

In Lehrte wird ein Haus gebout, das ist die Zuckerfabrik.] aus Aktien wird es aufgebaut, an Geldern fehlt es nie] Oh Lehrte wie schwingst du dich empor] das Anderten kratzt sich hinterm Ohr. Standortbestimmend war nur die günstige Verkehrslage unserer Stadt.

Zuckerfabrik

52. Die Germaniastraße, wie sie heute nicht mehr aus der Burgdorfer Straße zu erkennen ist. Links das Übernachtungsgebäude der Saisonarbeiter der Zuckerfabrik, die aus Thüringen nach Lehrte kamen. Das Schild 'Zulässige Höchstgeschwindigkeit 15 Kilometer' mit Ausrufezeichen weist auf die gefahrvolle, alte Unterführung hin, in welche die Straße nach rechts abbiegt.

53. Der auch in früheren Jahren alljährlich stattfindende Umzug der Schützengesellschaften und Vereine anläßlich des Schützenfestes, bewegt sich stadteinwärts auf der Burgdorfer Straße. Im Gleichschritt und mit geschultertem Holzgewehr sind die Mitglieder der Bürgerschützen zu erkennen. Das Fachwerkhaus, Burgdorfer Straße 7, am rechten oberen Bildrand, wurde ein Raub der Flammen im Jahre 1920. Sein Bewohner ist der 'Hitschenschlachter' Völger gewesen! Boshafte Zungen wollen wissen, daß das Haus mit Benzin statt Wasser gelöscht worden ist. An der Stelle befindet sich heute der Parkplatz vor dem Geschäftshaus der Firma Heinrich Sundmacher.

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54. Das Foto zeigt die Badeanstalt 'Schwanenburg' im Jahre 1921, wo Schwimmwettkämpfe ausgetragen wurden unter Leitung von Lehrer Fricke, Der Pavillon befindet sich noch im Bau. Eine kleine Sensation gab es in Forrn einer Wasserrutschbahn, auf die mit einer Pumpe erst Wasser gepumpt wurde, bevor man herunterrutschte. Erst später, nach dem Bau des Stadionbades, wurde die SchwanenburgBadeanstalt vor dem Zweiten Weltkrieg geschlossen.

55. In allerbester Verkehrslage lag in Lehrte die Viehverkaufshalle als Umschlagplatz für Nutzvieh. Für die Durchführung der Ferkelmärkte, die seit 1911 wöchentlich in Lehrte stattfanden, war die Viehhalle ursprünglich gebaut worden. Hinzu kamen Rindviehauktionen, Pferdemärkte, Schafbock- und Zuchtschweineversteigerungen. Zweimal jährlich war das Viehhallengelände Schauplatz der Niedersächsischen Gärtnerbörse. Die Gebäude sind der Planierraupe zum Opfer gefallen. Dort werden heute landwirtschaftliche Produkte verarbeitet, nämlich Zuckerrüben.

56. Die Bedeutung Lehrtes als landwirtschaftlicher Auktionsplatz ist seit September 1973 passé. Eine jahrzehntelange Tradition ging am 25. September 1973 mit dem letzten Ferkelmarkt zu Ende. Das Verwaltungsgebäude und die gesamte Viehhalle, die an die Lehrter Zucker AG verkauft wurden, sind endgültig geschlossen. Das Bild zeigt den grofsen Innenraum der Halle, in dem manches Stück Nutzvieh durch Handschlag seinen Besitzer gewechselt hat.

57. In der Glanzzeit der Viehverkaufshalle an der Germaniastraße in den fünfziger Jahren wurden pro Markttag 1 500 bis 1 800 Tiere umgesetzt. Von 1926 bis 1972 fanden 72 Kaltblut- und KJeinpferdeauktionen statt. Die Zeit der Pferdemärkte ist unwiderruflich vorbei! Auf dem Hof, auf dem am 30. August 1949 ein Pferdegroßmarkt zu sehen ist, befmdet sich heute die Annahme für Zuckerrüben.

58. Als größter Viehumschlagsplatz Nord-West-Deutschlands war Lehrte mit seiner Viehhalle auch im Ausland bekannt. Es sind dabei nicht nur die seit 1910 allwöchentlich stattfindenden Ferkelmärkte zu nennen, sondern auch die Märkte für Herdbuchvieh und Pferde. Praktische Verkehrsanlagen und weiträumige Einrichtungen wurden dafür geschaffen. Diese Rarnpe, über die das Vieh getrieben wurde, führte über die Germaniastraße vom Viehbahnhof zur Viehhalle.

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