Leisnig in alten Ansichten

Leisnig in alten Ansichten

Auteur
:   Dagmar Schäfer
Gemeente
:   Leisnig
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6648-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Leisnig in alten Ansichten'

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49 Das Walderholungsheim Paudritzsch bot Licht-, Luft-, Sonnen-, Erd- und Wasserbäder sowie diätetische Kuren an, empfahl sich auch als Ferienaufenthalt für Kinder. Im Winter fanden hier 75 und im Sommer etwa

1 25 Genesungssuchende Unterkunft und Pflege.

50 Die Leisniger Bank A.G. wurde 1859 alsVorschussverein nach dem Schulze- Delitzsch -System auf Anregung des Rechtsanwaltes Ficker gegründet und 1886 unter dem langjährigen Direktor Richard Schreiber in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Da die bisherigen Geschäftsräume (heute Chemnitzer Straße 1 0) nicht mehr ausreichten, wurde durch die Baufirma Otto Schurich das neue Bankgebäude in der Chemnitzer Straße 11 errichtet. Die Leisniger Bank besaß Filialen in Hartha, Geringswalde und später auch in Colditz.

5 1 'Industrie und Romantik' nannte der Fotograf sein um 1920 entstandenes Foto. In der Tat bilden die alte Burg auf dem Felsen hoch über der Mulde und die davor liegenden Häuschen des Schlossberges mit den beidseitig des Muldenufers beheimateten Industriebetrieben einen starken Gegensatz. Aber gerade dieser Kontrast von Altstadt und Industrie ist - wie auch an anderer Stelle schon beschrieben - für Leisnig so typisch.

Die Leisniger Industrie war zu jener Zeit nicht unbedeutend, eine Industriestadt aber war Leisnig trotzdem nie. Zu erwähnen sind vor allem fünf Tuchfabriken, zwei Krat-

zenfabriken, eine Schaft-, eine Waag en- und eine Zigarrenfabrik, mehrere Stuhlbauereien, drei Eisengießereien und Maschinenbauanstalten sowie zwei Mühlen.

52 Die Familie Bernhardt gehört zu den bedeutenden Fabrikantenfamilien Leisnigs. Ernst Friedrich Bernhardt (1847-1915) gründete 1872 ein Unternehmen, in dem er anfangs nur Maschinen reparierte, bald aber eigene Wollwaschmaschinen entwickelte. 1 880 ließ er in Fischendorf an der Döbelner Straße eine eigenständige Maschinenfabrik bauen, 1901 wurde sie in die Nähe des Bahnhofes verlegt. Ab 1910 führten die Söhne die Firma weiter. In den folgenden Iahren entstanden auch Konstruktionen von Kämmerei- und Kammgarnspinnerei-Maschinen. Das Foto zeigt die Montagehalle der Wollkämmmaschine um 1925.

53 Dieses Foto zeigt eine um 1930 in der Firma Bernhardt in Leisnig gebaute Wollkämmmaschine. Mit der Weltwirtschaftskrise erlitt die bis dahin erfolgreiche Entwicklung der Firma i edoch einen schweren Rückschlag. Trotzdem setzte sich die Tradition fort.

54 Die Muldenwiese mit Silhouette der Stadt. Die Wasch-, Bleich- und PlättAnstalt von Hermann Reinhardt an der Muldenwiese war einer i ener Be-

triebe, die sich entlang der Mulde bei Leisnig ansiedelten. Zum Betrieb gehörte auch ein etwa

100 000 m' großer Bleichund Trockenplatz, durch

den die Firma in der Lage war, ihrer Kundschaft, wie sie schrieb, 'blendend weiße Naturwäsche' zu liefern. Der Kundenkreis der Anstalt war ausge-

dehnt, sie lieferte auch über die Grenzen Sachsens hinaus nach Erfurt, Eisenach, Hannover, Braunschweig und Berlin.

55 Die landschaftlich reizvolle Lage machte Leisnig zum Anziehungspunkt vieler Sommerfrischler. Aber auch die jährlichen Baumblut-Feste zogen viele Besucher nach Leisnig, denen sich die Gasthöfe gewachsen zeigen mussten. In den zwanziger Iahren des vorigen Iahrhunderts zählte Leisnig 32 Bierlokale und Konditorei-

en.

Eine der bekanntesten Gastwirtschaften Leisnigs war das Hotel Belvedere in der Poststraße. Dank seiner Lage hoch über dem Muldenufer galt es als prachtvoller Aussichtspunkt Leisnigs. Die Ansichtskarte zeigt den Blick vom Belvedere weit in das Muidental hinein. Nicht weit entfernt

vom Belvedere ist das Gasthaus 'Bastei' zu sehen, links die Stadtkirche St. Matthäi, rechts davon die Burg Mildenstein. Im Hintergrund die Fischendorfer Brücke mit Fischendorf.

56 Das Foto zeigt das Kegel-Schub-Haus im Hotel Belvedere mit einigen der seinerzeit bekanntesten Bürger Leisnigs. Stehend sind zu erkennen: Fotograf

Stahns, Schuhmachermeister Zachäus, Lederhändler Bauer, Drogeriebesitzer Zaubitzer, Rentner Rogsberg, Hotelier Fischer, Hotelier Brokesch (der Besit-

zer des Belvedere), Eisenhändler Oette und Fabrikbesitzer Girke. Sitzend:

Konditoreibesitzer Fleischer, Leinewebermeister Jas. Naumann, Klempner-

meister Schmidt, Gärtnereibesitzer Müller, Kaufmann Pabst, Uhrmachermeister Gasch sowie Kaufmann Langer.

57 Ebenfalls bekannt für seine schöne Aussicht ins Muidental war das Gasthaus 'Bastei' gegenüber der Reichspost. In Geschäftsanzeigen warb der damalige Inhaber Fritz Beek unter anderem mit Sommer-Wohnungen, Zimmern mit guten Betten zu billigen Preisen, guter Küche und einer AsphaltKegelbahn.

S 8 Die Fotografie zeigt die Schießscheibe zum Königsschuß am 19. Mai 1891, gestiftet vom Vorsteher der Leisniger Schützengesellschaft Franz Wetzig. Auf der Schießscheibe ist das Schützenhaus weit draußen im Süden der Stadt abgebildet, so wie es sich in den Iahren von 1868 bis 1873, van 1874 bis 1890 und 1891 jeweils präsentierte. Vom 28. bis

3 1. Mai 1921 feierte die Private BürgerschützenGesellschaft zu Leisnig ihre SOO-jährige Jubiläumsfeier.

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