Leisnig in alten Ansichten

Leisnig in alten Ansichten

Auteur
:   Dagmar Schäfer
Gemeente
:   Leisnig
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6648-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Leisnig in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

59 Zu den berühmten und zugleich volkstümlichen Persönlichkeiten Leisnigs zählte der Heimatdichter und Komponist Franciscus Naglerhier auf einem Foto aus dem Iahr 192 7. Er wurde am 1l.Juli 1873 inPrausitz bei Riesa geboren, verlebte seine Schülerjahre als Thomaner in Leipzig und studierte in Dresden.

Van 1902 bis 1936wirkte F. Nagler in Leisnig als Kantor und Kirchenmusikdirektor, seine musikalischen Aufführungen zogen Musikfreunde aus nah und fern nach Leisnig.

Sein musikalisches Schaffen umfasst etwa 130 Werke, dazu schrieb er viele Liedtexte selbst und verfasste mehrere Bücher, unter anderem 'Dorfheimat' (1915) und 'Das Lindenberger Tagebuch' . Nagler

starb am 4.Juni 1957 im Alter von 84 Iahren und wurde auf dem Leisniger Friedhof begraben.

60 Leisnig feierte 1902 sein erstes Heimatfest, 1927 folgte das zweite. Das Foto zeigt den Umzug durch die Innenstadt während des Heimatfestes von 1927. Das zahlreiche Publikum am Straßenrand bestaunt hier die Vorführung historischer Kostüme unter dem Motto: Kleider machen Leute, früher und auch heute - Leute machen Kleider, drum ehrt die fleißigen Schneider.

61 Die Leisniger Feuerwehr. Den Gesichtern der Feuerwehrmänner ist zu entnehmen, dass sie ihre

Aufgabe sehr ernst nahmen. Und das war auch nötig. Leisnig hat in seiner Geschichte mehrere

schwere Brände verkraften müssen, vor allem in den Iahren 1444, 1700 und 1803.

62 Der Besuch einer Tanzschule gehörte in jener Zeit auch für die Leisniger Jugend zum guten Ton. In Hänsels TanzInstitut wurden sie von Emil und Elise Hänsel sachkundig unterwiesen.

63 Auch in Leisnig hatte die Turnbewegung ihre Anhänger. 1845 gründete sich der freiheitlich ge-

sinnte LeisnigerTurnverein. Die Tradition setzte sich fort. Das Foto aus dem Iahr 1926 zeigt die Vortur-

nerschaft des Turnvereins 'Vorwärts Leisnig' aus Anlass des 25. Vereinsjubiläums.

64 Leisnig zur Baumblüte - die Blütenpracht der Obstplantagen vor den Toren der Stadt brachten Leisnig auch den Namen einer Blütenstadt ein. Die Tradition des Obstanbaues um Leisnig reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück, gefördert von den Klöstern und später den Landesherren. Ein kursächsisches Landesgesetz aus dem Iahr 1700 schrieb vor, dass Brautpaare erst getraut werden durften, wenn der Bräutigam sechs junge Obstbäume gepflanzt und gepfropft hatte. Ab 1787 musste auch jeder Neubürger Leisnigs einen Obstbaum pflanzen oder acht Groschen zahlen. Im

selben Iahr begann dann der planmäßige Obstanbau, zunächst auf der Kleinen Viehweide. 1938 hat man alle Obstbäume in Leisnig gezählt: es waren genau 35 078 Stück.

65 Der Muidenberg zeigt sich im Schmuck der Baumblüte. 1799 hatte man begonnen, diesen Berg mit Kirschbäumen zu bepflanzen. Im Vordergrund des Bildes ist der Bahnstrang erkennbar, in der Mitte die Stadtkirche St. Matthäi, im Hintergrund rechts die Burg Mildenstein.

66 Das Foto zeigt den Blick ins Muidental mit der Bahnhofsvorstadt zur Zeit der Baumblüte von der Bastei aus, einem der schönsten Aussichtpunkte Leisnigs. Die Kirschbaumblüten des Muidenberges verklären etwas die von Sachlichkeit geprägte Industriearchitektur entlang der Mulde.

67 'Wenn die Baumblutgäste kommen' nannte der Fotograf dieses in den zwanziger Iahren des 20. Jahrhunderts entstandene Foto. Die Baumblüte lockte und lockt jährlich viele Besucher in die ansonsten stille Kleinstadt, und auf dem geräumigen Marktplatz herrscht dann ein fast großstädtisches Treiben. Wer es sich damals leisten konnte, reiste mit dem Auto an, viele Gäste aus der näheren Umgebung kamen aber auch mit dem Fahrrad. Das Foto bietet einen sehr schönen Blick auf den Marktplatz mit Rathaus, Patrizierhäusern, stattlicher Marktbrüstung mit Steingeländer und Stadtwappen im Pflaster.

68 Der ehemalige Hofrat Mirus legte in seinem Anwesen am Burglehn einen Park an und öffnete ihn dem Publikum. Schon bald gehörte dieser Park zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Leisnigs. In der zeitgenössischen Literatur findet sich die folgende stimmungsvolle Beschreibung:

Ein kleiner, von Rosenduft durchzogenerVorgarten empfängt uns; an einer laubenartig eingeschnittenen Felsenhalle vorüber gelangen wir in den eigentlichen Naturpark.

Die sich wölbenden Kronen der den Berghang emporkletternden

Bäume bilden schattige, lauschige Laubengänge; kriechender Efeu rankt sich um das Gestein des Bodens und umschlingt die braunen Stämme. Bald hier, bald da öffnen sich Ausblicke ins Tal, aus dem das Mühlenklappern, poetische Stimmung weckend, herauftönt. Die

Pfode führen fast bis ins Tal hinab; Rinnsale von Wasserfällen durchschneiden sie. Hier fesselt eine weinübersponnene Treppe, da ein gewundener Felsendurchgang das Auge, und immer wieder verliert sich der Blick in dem grünen

Dämmer der schattenden Kronen, durch die magisch und märchenhaft verlorene Sonnenstrahlen huschen. Die besondere Schönheit dieses Parks besteht darin, dass alles, was die Hand und der Sinn des Gartenkünstlers geschaffen,

geordnet und umgebildet hat, der landschaftlichen Besonderheit durchaus entspricht und ein feines Verständnis des Angemessenen verrät.

1900.

Die heiden Taxus-Pyramiden st auden 1~-)(1 in Bhuncut öpten zu heid eu Seiten lIer lI«·stltiire.

~iru~- lark .;:u

.J:eisnig

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek