Lengede in alten Ansichten

Lengede in alten Ansichten

Auteur
:   Otto Meier
Gemeente
:   Lengede
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0889-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lengede in alten Ansichten'

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9. Ein schönes Erinnerungsfoto hat jeder gern. So stellten sich um 1910 dem Fotografen (Tierarzt DL Thiro aus Klein Lafferde) auch die Mitarbeiter des Hofes Friedrich Stock (ab 1912 August Meyerding. heute Eberhard Herweg) in Broistedt, nämlich die Tagelöhnerinnen mit den drei- oder vierzinkigen Grepen sowie die Knechte und Tagelöhner in ihrer täglichen Arbeitskluft. Natürlich durfte auch das Zugvieh nicht fehlen: ein Ochsengespann und ein Pferd. Der Mann in der Mitte vorn soll übrigens der damalige Hofmeister Hermann Friedrichs sein. Das gespaltene Holz (plattdeutsch: 'Holtdime") - so sah man es früher häufig - lagert in der Mitte des Hofes. Der Hauseingangerhielt übrigens um 1914 einen Vorbau.

10. Einem Zufall ist dieses Foto des ältesten Klein Lafferder Strohhauses in Fachwerkbauweise an der 'Großen Straße' zu verdanken. Zwei Studenten kamen 1896 durch das Dorf und fertigten dieses Bild an. Bemerkenswert ist außer dem Strohdach das Vorspringen des Wohnteiles (rechts) gegenüber dem Stallteil, beachtenswert auch die Lehmwand im Giebel, das Muster in der Backsteinwand und die seitlich verschiebbaren 'Fensterklappen'. Das offene Schauer links bezeichnete man als 'Anklapp'. Um 1904 wurde das Haus wegen Baufälligkeit abgerissen und daneben ein neues errichtet. Der Besitzer erhielt den Beinamen 'Meier im neuen Haus',

11. So sah das Haus am Bodenstedter Wege Nr. 12 in Lengede um 1924 aus, inzwischen ist es innen und außen völlig umgebaut. Der damalige Besitzer, Albert Hotopp, war gerade beim Jauchefahren, als ein 'reisender Fotograf vorbeikam. Vorn am Staket stehen seine Frau und die vier Kinder. Die Holztafel oben an der Hauswand aber kündet vom Vater: 'Geflügel- und Federnhandlung Julius Hotopp.' Dessen Gänsemästerei gab der Sohn Albert bald auf und betrieb die Landwirtschaft und den Kohlenhandel. Heute gibt es auf dem Hofe den Handel mit Heizöl und Kohlen durch den eingeheirateten Besitzer Hermann Klaus.

12. Dieses Bild von 1924 erinnert an den früheren 'Hüttenhof' in Lengede, wo sich heute die Großschlachterei Förster befindet. Ursprünglich war es ein Halbspännerhof, den Wilhelm Hotopp 1919 an die 'Ilseder Hütte' verkaufte. Dieses Unternehmen beutete im Bereich Lengede die Eisenerze aus. Auf diesem Hofe wurden damals Ställe für Pferdegespanne und Unterstellmöglichkeiten für Wagen und Ackergeräte geschaffen. Den Werksangehörigen wurde damit das Ackerland zurechtgemacht. Auch war hier eine Schrotmühle eingerichtet. Auf dem Wagen sieht man den 1886 geborenen Albert Behrens und seinen zehnjährigen Sohn Albert, heute an der Lafferder Straße wohnhaft.

13. Westlich von Klein Lafferde stand früher eine Bock-Windmühle. Aus alten Akten ist bekannt, daß die Mühle im Jahre 1720 erbaut wurde. Vorher mußten die Lafferder mit ihrem Korn zur Wassermühle im Nachbardorf Lengede. In den 210 Jahren ihres Bestehens waren 17 Müllermeister auf der Lafferder Mühle tätig. Das Bild aus dem Jahre 1927 zeigt die Mühle und den letzten Müller Heinrich Rahlmann aus HiJgermissen, Kreis Hoya, rnit seiner Schwägerin Henny Söchtig. Nach dem Abreißen der Mühle 1930 setzte Rahlmann den Mahlbetrieb für Schrot und Mehl noch mit Motoren mehrere Jahre im Wirtschaftsgebäude fort.

14. Auf diesem Bilde aus dem Jahre 1922 ist die Holländer-Windmühle am südöstlichen Dorfansgang von Klein Lafferde nach Lengede zu sehen. In der Türöffnung steht der damalige Pacht-Windmüller Albert Burgdorf', der hier von 1910 bis 1929 tätig war. Im Felde davor ist die Tochter Helene mit ihrem Schulkameraden Gustav Meier und dessen kleinem Bruder Willi zu sehen, links Frau Dina Burgdorf. 1840 war an dieser Stelle eine 'Öl- und Graupenmühle' errichtet worden, die KarI Burgdorf (genannt 'Müller-Burgdorf") zu einer Kreidemühle umbaute. Diese brannte 1872 ab, und es entstand eine neue Getreidemühle. 1930 hörte der Wind-Mahlbetrieb auf. Der Rumpf wurde 1968 für Wohnzwecke umgebaut.

15. Nur dem besonderen Interesse eines jungen Mannes verdanken wir eine Zeichnung von der früheren Klein Lafferder Kirche. Als knapp Zwanzigjähriger brachte der spätere Halbspänner Heinrich Heinemann auf Nr. 93 um 1874 die leicht kolorierte Skizze zu Papier. Die Mauern des Gebäudes waren dick, die Fenster klein. Ein Vergleich mit alten Wehrkirchen liegt deshalb nahe. Vorgebaut war das 'Leichhaus', in dem die Totenbahren aufbewahrt wurden, die bei den Beerdigungen auf dem rund um das Gotteshaus belegenen Kirchhof Verwendung fanden. 1874 riß man das alte Gebäude ab, 1876 konnte die neue Kirche eingeweiht werden. Der Turm aus dem 13. Jahrhundert aber blieb stehen.

16. Gleich nach dem Ersten Weltkrieg um 1920 bekam Lengede eine Freibadeanstalt südlich der Fuhsebrücke jenseits des Fuhselaufes. Angelegt wurde sie durch die 'Ilseder Hütte'. Heute erinnert noch ein Entenkolk zwischen Fuhse, Klärteichdamm und Umlaufgraben an diese lobenswerte Einrichtung. Um 1940 wurde der Badebetrieb eingestellt. Auf dem Bilde, das um 1925 entstand, sehen wir vor dem Kassiererhäuschen (links) den damaligen Bademeister Arthur Sternberg und Lehrer Herrnann Bethmann (rechts neben ihm). Vom Laufsteg aus kam man in die Einzelkabinen oder in ein paar Umkleideräurne, Der Steg ganz links führte über die Fuhse hinweg ins Dorf.

17. 'Erntefest in Paretz' hieß das Theaterstück, das von jungen Mädchen und Burschen um 1928 in Barbecke aufgeführt wurde. Diese Gruppe spielte im 'Königin-Luise-Bund', der hier und in vielen Dörfern in den zwanziger Jahren bis nach 1933 bestand. Darin hatten sich deutsche Frauen zusammengeschlossen zur Ehre der Königin von Preußen, die sich in schwerer Zeit um 1807, als Napoleon ganz Preußen erobert hatte, für ihr Volk und Vaterland einsetzte. Die einheitliche Kleidung des Bundes bestand in einem kornblumenblauen Kleide mit weißem Kragen. Kornblumen waren nämlich die Lieblingsblumen der Königin. Paretz bei Potsdam war ihr Lieblingsschloß, Vorn auf dem Bilde ist die Erntekrone zu sehen.

18. Im Jahre 1870 war der 'Landwehr-Verein Barbecke' gegründet worden, 1896 feierten sie ein Fest. In dieser Vereinigung hatten sich ehemalige Soldaten zusammengeschlossen, um Tradition, Geselligkeit und Kameradschaft zu pflegen. Vereinsabzeichen und Kriegsauszeichnungen zierten ihre Brust. Die Männer in der vorderen Reihe dürften Kriegsveteranen von 1864, 1866 und 1870-1871 sein. In anderen Gegenden nannten sich solche Zusammenschlüsse 'Kriegerverein'. Im Jahre 1913 soll sich noch einmal ein 'Landwehr- und Kriegerverein' gebildet haben, der sich 1935 in den 'Kyffhäuserbund' eingliederte und sich später im Kriege auflöste.

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