Lengede in alten Ansichten

Lengede in alten Ansichten

Auteur
:   Otto Meier
Gemeente
:   Lengede
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0889-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lengede in alten Ansichten'

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19. Im Jahre 1930 ist dieses Bild des Woltwiescher 'Landwehr-Vereins' entstanden, als man das 25jährige Bestehen feierte. Vorsitzender war seinerzeit der Landwirt Heinrich Bollmann (rechts hinter dem Zahlenschild), rechts und links von ihm sitzen zwei alte Kriegsveteranen. Die in der zweiten Reihe stehende 'Gewehrgruppe' hatte die Uniformen geliehen, in der gleichen Reihe rechts sind Angehörige des 'Stahlhelm' zu sehen. Die beiden Uniformierten mit dem Federbusch am Helm waren die 'Berittenen' beim Umzug. Der Verein lebte später als 'Kyffhäuserbund' weiter und löste sich nach dem Zweiten Weltkriege auf. Die 'Molkerei Woltwiesche-Barbecke' war übrigens von 1891 bis 1942 in Betrieb.

20. In früheren Jahrzehnten gab es manchen Dorfverein, der heute nicht mehr existiert. Um 1920 gründeten junge Burschen im Alter von 20 bis 22 Jahren in Klein Lafferde den 'Pfeifenklub'. Sie trugen einen grünen Tirolerhut. Alle zwei Wochen etwa kam man zur Pflege von Geselligkeit und Kameradschaft in der Gastwirtschaft zusammen, trank sein Bier und rauchte die lange Pfeife oder den kurzen 'Mutz'. Der Tabak wurde gemeinsam besorgt. Bis 1928-1929 hatte sich die Vereinigung wieder aufgelöst, da einer nach dem anderen bei der Verheiratung ausschied. Noch am Leben ist der heute 82jährige Friedrich Othmer (oben Mitte).

21. Zuerst hatten sich die jungen Burschen zu einem lockeren 'Pfeifenklub' zusammengeschlossen, 1896 entstand aus diesem der 'Männerturnverein Klein Lafferde', Dieses Bild stammt von dem Jahr 1898, als die von den Jungfrauen des Dorfes gestiftete Fahne geweiht wurde. Sie trägt die Umschrift: 'Der alten Deutschen Mut und Kraft lebt fort in unserer Turnerschaft.' Das Vorbild der Männer war der Turnvater Friedrich Ludwig Jahn, der Mann von der Hasenheide bei Berlin um 1810. Auf der Tafel vorn wird sein Name festgehalten und dazu das Turnerabzeichen mit den vier großen 'F': Frisch, fromm, fröhlich, frei. Schärpen tragen der Fahnenträger Karl Lott und die beiden Begleiter Robert Nottbohm (links) und Wilhelm Meier (rechts).

22. Was die meisten in Broistedt heute nicht mehr wissen: Auch dort gab es einmal einen 'Tumverein'. Das beweist dieses Bild von etwa 1908. Nur wenige Personen daraufwerden von den älteren Einwohnern noch erkannt: Karl Klauenberg (sitzend links, geboren 1886), Fritz Hagemann (Post-Hagemann genannt, Mitte sitzend) und Hermann Kasten (rechts neben ihm, geboren 1881). Zur Auflockerung des Bildes stellte man Pferd und Barren auf und breitete vorn zwei Turnmatten aus. Die Schleifen an den Kränzen um die Stoßkugeln verraten uns, daß sie vom Bezirksturnfest in Vallstedt stammen, nur das Jahr ist auf ihnen nicht mehr genau lesbar. Der Sportverein wurde in Broistedt übrigens 1913 ins Leben gerufen.

23. Im Jahre 1920 hatten sich die rein turnerisch interessierten Sportler in Lengede zum 'Turnerbund' zusammengeschlossen. Schon um 1926 richtete der junge Verein ein Volkswetturnen für den Turnbezirk VecheIde aus, bei dem dieses Bild entstand. Der große Hof der neuen Volksschule an der Lafferder Straße bot genügend Platz sowohl für das Geräteturnen an Reek, Barren und Pferd als auch für die damals üblichen Massen-Freiübungen. Rechts ist das Toilettenhäuschen für Lehrer und Schüler zu sehen, daneben der Müllplatz und links die Dienstwohnung des Konrektors. Die Baulücke rechts davon auf dieser Straßenseite ist inzwischen mit drei neuen Häusern ausgefüllt. Im Hintergrund sind die Steigerhäuser von 1919-1920 am Bodenstedter Weg zu erkennen.

24. Die jungen begeisterten Fußballspieler, die sich 1912 zu einern 'Fußballklub Lengede' zusarnrnenschlossen, fanden bei den Einwohnern zunächst nur wenig Anklang. 'Dumme-Jungen-Verein' nannte man die Vereinigung, oder aber es hieß: 'Die Zebras kommen,' und zwar aufgrund ihrer gestreiften Trikots. Auch die Platzfrage war ein großes Problem. Man nahm zeitweise mit abgeernteten Komfeldern oder Wiesen vorlieb. Einen richtigen Sportplatz gab es erst 1928. Das Bild aus dem Jahre 1913 zeigt ein Fußballspiel zwischen einen Groß Lafferder Mannschaft und den Lengeder Fußballern (Zebras!) in Groß Lafferde.

25. Im Jahre 1920 wurde der Radfahrverein 'Edelweiß' in Barbecke gegründet, im gleichen Jahre feierte man - mit Ehrenjungfrauen - auch die Bannerweihe. Siebzehn junge Leute hatten sich zusamrnengefunden, ihr Vorsitzender hieß Otto Bank (vor dem Banner). Einheitlich trugen sie eine dunkelblaue Mütze, ein helles Hemd und einen breiten Bauchgürtel Ihr Gruß lautete 'All Heil'. Mit buntgeschmückten Rädern ging es zu den Veranstaltungen. Der 'Bannerfahrer' war damals der heute noch lebende 89jährige Wilhelm Meinecke (rechts vom Banner). Auf der Fahnenrückseite stand die Parole eingestickt: 'In Tat und Wort treu unserm Sport.' Um etwa 1930 löste sich die Vereinigung auf.

26. Im Jahre 1906 war in Klein Lafferde der Radfahrverein 'Germania' gegründet worden, 1908 feierte man mit den Ehrenjungfrauen die Bannerweihe. Gegenseitig besuchten sich solche Vereinigungen auf den Dörfern bei ihren Veranstaltungen. Beim 'Festumzug' gab es für die Aktiven ein Preisfahren, wobei es auf ein langsames und sicheres Fahren ankam. Wer die Balance verlor, bekam Strafpunkte. Hier sehen wir einen 'Bannerfahrer' mit seinen beiden Begleitern. Das Bild könnte um 1911 aufgenommen worden sein, jedenfalls vor 1914, weil in diesem Jahre das alte 'Pastorenhaus' (links) abgerissen wurde. Interessant ist die Kleidung der vielen Zuschauer.

27. Zwar gründete man einen offiziellen 'Schützenbund' in Barbecke erst 1910, doch gab es schon vorher hier Schützenfeste und eine Schützengesellschaft (Junggesellen? ). Das beweist einwandfrei dieses Bild vom Jahre 1898. 'Hoch lebe die Schützengesellschaft' lautet die Umschrift oben auf der Schützenscheibe, die in jenem Jahre der Schützenkönig Hermann Meinecke - mit Eichenkranz errang. Rechts mit schmaler Schärpe sitzt sein Bruder Otto, auf der linken Seite mit gleicher Schärpe Albert Plünnecke. Anscheinend waren diese beiden die 'Schäffer'. Jedenfalls ist diese Bezeichnung bei alteren Einwohnern noch bekannt. Nicht aber der Titel für die anderen beiden Männer mit breiterer Schärpe und Degen.

28. Im Jahre 1899 entstand diese Aufnahme in Broistedt, Zwar fehlt der Schützenkönig und die Scheibe, aber ein Schützenfest muß es gewesen sein, darauf weisen die mit einern Blumenstrauß geschmückten Gewehre hin. Sicherlich waren die Junggesellen des Dorfes - wie auch anderswo üblich - die Veranstalter. Die Amtsbezeichnungen der Chargierten waren nirgends mehr zu erfahren. Ein Vergleich mit anderen Dörfern könnte folgende Deutung geben: Ein Hauptmann (mit der dunklen Schärpe), zwei assistierende Schäffer (mit der weißen Schärpe) und ein Fahnenträger. Das Gebäude links soll die Gaststätte von Julius Struckmann gewesen sein (heute: 'Zum Baren').

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