Lengede in alten Ansichten

Lengede in alten Ansichten

Auteur
:   Otto Meier
Gemeente
:   Lengede
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0889-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lengede in alten Ansichten'

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29. Seit 1902 wird der Überlieferung nach in Lengede jährlich das Volksfest gefeiert. Allerdings wurde es in früheren Jahrzehnten etwas 'soldatischer' aufgezogen als heute, wie dieses Bild von 1909 beweist. Die Chargierten mit Schärpe und Degen sind (von links): Zugführer Conrad Grotrian, Adjutant Gustav Hotopp und Hauptmann Carl Sukop, ferner (sitzend von links) Oberst Heinrich Pipo, Gerneindevorsteher August KIages sowie Hermann Leifheit vom Festausschuß. Dem Umzug durch das Dorf voran ritt der Oberst mit seinem Adjutanten, der Hauptmann marschierte mit den Junggesellen zu Fuß. Der Antreteplatz war am 'Kuhberg' in der Nähe der Kirche, In der Gegenwart richtet jeweils ein anderer Verein das Volksfest aus,

30. 'Club der Weiberfeinde' nannte sich diese Vereinigung Lengeder Junggesellen, die sich 1919 dem Fotografen stellte. Neben der Pflege von Geselligkeit und Kameradschaft suchten die jungen Burschen sich eine Betätigung im Kegeln. Ihre Kegelbahn befand sich bei der Gastwirtschaft Heinrich Kracht in der Bäckerstraße (heutiger Besitzer: Walter Hardt). Aber auch bei den Gaststätten Räke, Staats und Kreye bestanden zeitweise solche Bahnen. Am Leben ist von den Kegelbrüdern heute noch der 82jährige Fritz Büttcher in der Konsumstraße (mittlere Reihe, zweiter von links), sowie der linke Kegeljunge Albert Mehler im Vallstedter Wege, jetzt 74 Jahre alt.

31. So vertrieben sich Klein Lafferder Junggesellen in der ruhigen Zeit um 1922 den Sonntagnachmittag, nämlich mit einem gemütlichen Spaziergang um und durch das 'Lafferder Holz'. Sogar Musik wurde dabei gemacht. Wir sehen eine Trommel, eine Ziehharmonika (im Plattdeutschen: 'Treckedinges') und eine Triangel (plattdeutsch: 'Tingel-Tangel'). Die jungen Burschen im Alter von 22 bis 23 Jahren waren (von links): Friedrich Ehlers, Albert Eckermann, Wilhelm Heinrichs, Hermann Staßfurth (mit 'Wickelgamaschen'), Albert Cramm und Heinrich Bollmann.

32. Auf diesem Bilde von 1899 zeigt sich die Woltwiescher Feuerwehr. Das Pferdegespann vor der Spritze (die Bauern waren reihum zum Fahren verpflichtet) stammte von Heinrich Sieverlings Hofe. Bei Veranstaltungen trugen die Blauröcke Mützen, bei Bränden oder anderen Katastrophen waren Helme Pflicht. Feueralarm im Dorfe gab der Hornist (rechts). Damit er schneller vorwärtskam, benutzte er ein Fahrrad. Das zusätzliche Sturmläuten mit Kirchenglocken hörte in Wo1twiesche 1914 auf. Hauptmann war damals Fritz Lampe (links vom Hornisten). Zur Ausrüstung eines 'Steigers' (sitzend mit Helm) gehörte die Spitzhacke.

33. Im Jahre 1925 kaufte die Gemeinde Wiltwiesche für ihre Feuerwehr eine Motorspritze von den Magiruswerken in Ulm, die damals auf diesem Bilde festgehalten wurde. Vor der Spritze hat sich der Hauptmann, Schmiedemeister Heinrich Volling, aufgebaut. Er führte damals die Helme mit Spitzen (statt mit Raupen) wieder ein. Aufgebaut hat sich die Gruppe vor dem Spritzenhaus, das 1890 errichtet wurde, als es die erste Handdruckspritze gab, 1952 wurde auf dem Gebäude eine Feuersirene für die Alarmgebung angebracht.

34. Im Jahre 1925 feierte die Barbecker Feuerwehr von 1875 ihr 50jähriges Bestehen. Bei dieser Gelegenheit entstand dieses Bild. Neben den Männern 'im blauen Rock' waren auch die hübschen Ehrenjungfrauen dabei, Für flotte Musik sorgte die Kapelle Otto Brendecke (Mitte oben mit Fliege) aus Schmedenstedt, der jahrzehntelang in der ganzen Umgebung engagiert war. Hauptmann der Feuerwehr war damals Hermann Vogel (dicht neben der rechten Damengruppe). Aufstellung genommen hatte man vor dem alten Spritzenhaus an der Hauptstraße mit dem hohen Schlauchturm zum Treeknen der Schläuche. 1969 wurde es abgerissen und durch ein neues Feuerwehrgerätehaus mit Schulungsraum ersetzt.

35. Um 1910 entstand dieses Bild, das den damaligen Holzplatz des Zimmereibetriebes von Heinrich Kreye in Woltwiesche zeigt. 1895 hatte sich der Chef (links) mit 45 Jahren hier selbständig gemacht. Zu sehen sind auch die beiden Zimmerergesellen Karl Kreye und Hermann Behrens (rechts). Ab 1912 führte dann der Schwiegersohn Wilhelm Ölkers den Betrieb weiter. 1928 aber siedelten Vater und Sohn Ölkers - beide Wilhelm - mit dem Unternehmen nach Broistedt über. Der Grund für den Ortswechsel: Größere Planungsmöglichkeiten für die Einrichtung eines Sägewerkes und bessere Verkehrsverhältnisse.

36. Karl Meinecke gründete 1884 in Barbecke die alte Schmiede auf dem Grundstück Nr. 70 nördlich der Hauptstraße (früher 'Heerweg' genannt). Auf dem Bilde von 1906 sehen wir den kraftig gebauten Meister hinter dem Amboß. Gute Hilfe fand er beim Sohne Albert (rechts von ihm), der den Betrieb ab 1935 weiterführte. Auch der Sohn Robert (Soldatenmütze) hatte den gleichen Beruf erlernt, er beschlägt gerade das Pferd des Landwirts Walter Bormann. Der Sohn Wilhelm (ganz links), heute 89 Jahre alt, hat sich als Familienmitglied dazugestellt. Wegen Platzmangel an der bisherigen Stelle wurde die Schmiede 1957-1958 von dem eingeheirateten Schmiedemeister Richard Markus aus Lesse an den Woltwiescher Weg verlegt.

37. Noch heute existieren vereinzelt Dachziegeln mit der Einprägung 'FERD.KREYE LENGEDE'. Sie erinnern an die Ziegelei, die früher auf halber Strecke westlich der Straße von Lengede nach Klein Lafferde lag und dem Gast- und Landwirt Ferdinand Kreye Nr. 90 gehörte. Den Ton holte man aus der 'Tonkuhle', die nördlich des Ziegeleiwerkes (Wohnhaus, Brennofen, Trockenschuppen) lag und um 1923 durch die 'Ilseder Hütte' wieder zugeschüttet wurde. Der Ziegeleibetrieb hörte nach dem Ersten Weltkriege auf. Das Bild von 1906 zeigt die Arbeiter bei einem Umtrunk zum Pfingstfest. Es waren durchweg Saisonarbeiter, aus Klein Lafferde und Lengede und auch vom Eichsfeld, die im Sommer auf der Ziegelei, im Herbst auf der Zuckerfabrik arbeiteten.

38. Im Jahre 1891 wurde die 'Central-Molkerei' in Broistedt gegründet, um 1900 ist dieses Foto (von Südwesten aus) entstanden. Des öfteren wurden An- und Ergänzungsbauten durchgeführt. Aus der Fusion mit Ohlendorf, Lesse und Salder, dazu später Lobmachtersen und Hoheneggelsen, entstand 1961 in Broistedt die 'Vereinigte-Salzgitter-Milch Broistedt'. Doch die Zahl der Milchkühe ging mehr und mehr zurück, und die Menge der angelieferten Milch sank zuletzt auf nur rund 8 000 Liter pro Tag. Darum erfolgte zum 1. Dezember 1979 die Auflösung und die Zuweisung des Einzugsbereiches an die 'Vereinigte-Braunschweig-Molkerei'. Interessant ist die um 1900 übliche doppelstöckige Beladung der Milchwagen, die das Bild zeigt,

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