Lengede in alten Ansichten

Lengede in alten Ansichten

Auteur
:   Otto Meier
Gemeente
:   Lengede
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0889-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lengede in alten Ansichten'

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49. Das war wirklich keine leichte Arbeit, als in früheren Jahrzehnten das Getreide in der Sommerhitze noch mit der Sense gemäht werden mußte. Einen ganzen Tag an der Arbeit - das kostete Schweiß, und dazu gehörten Kraft und Ausdauer. Anstrengend war auch das Abnehmen (plattdeutsch: 'affrapen') des gemähten Kornes für die Frauen. Schwer war dabei das Rückwärtsgehen. Von dem vielen Bücken tat ihnen der Rücken weh, und trotzdem ging es am anderen Morgen wieder los. Beim Abnehmen des Roggens wurden die Garben meistens gleich gebunden. Bei den anderen Kornarten blieben die Garben erst noch einen oder zwei Tage liegen. Das Bild zeigt Wilhelm Ahrens aus Lengede und Dienstmädchen.

50. Laufend gab es Fortschritte in der Landwirtschaft auch für das Mähen des Kornes. Nach der Sense kam der Grasmäher mit dem Mähbalken, Eine weitere Erleichterung brachte der 'Flügelmäher', wie ihn unser Bild von 1921 zeigt. Hierbei teilten die sich drehenden vier Flügeljeweils eine bestimmte Menge des gemähten Kornes ab und schoben es auf einem 'Tisch' weiter, bis die Garben hinten zu Boden fielen. Danach folgte das Binden mit Seilen aus Roggenstroh. Unser Foto zeigt vorn den Altenteiler Wilhelm Bollmann in Woltwiesche und neben dem Flügel stehend den 41jährigen Hoferben Wilhelm Bollmann, der 1959 verstarb. Die Frau rechts hält in den Händen ein Bindeseil bereit für die Garben, die am Boden deutlich zu erkennen sind.

51. Lange Reihen von 'Stiegen' zierten in früheren Jahrzehnten nach dem Mähen des Getreides das Stoppelfeld. Zum Aufstiegen nahm man unter jeden Arm eine Garbe, und zwar den 'Weppen' (das sind die Ähren) nach vorn oben und den 'Stürten' (Schwanz) nach hinten unten. Paarweise wurden sie dann zu einer Stiege von zwanzig Stück zusammengestellt. Für die einzelnen Getreidesorten galten dabei bestimmte Regeln über die Form des Zusammensetzens. Bei Roggen zum Beispiel bildete man eine Doppelreihe von je sieben Garben und stellte beidseitig drei Garben an, um eine größere Standfestigkeit der Stiege zu erreichen.

52. Ins Feld soll es gehen zur Kornernte - Anfang der dreißiger Jahre. Auf dem Wagen steht - für das 'Laden' ausersehen - die Tochter Annemarie vom Hofe Heinrich Beddies in Woltwiesche (heute:

Hermann Sieverling). Den 'Erntewagen' erkennt man am 'Ladezeug', wodurch eine Vergrößerung der Ladefläche erreicht wurde. Vorn und hinten an den Flechten befestigte man quer je einen Ladebaum, der an beiden Enden eine senkrechte Eisenspitze (Takken') aufwies. Diese waren bestimmt für das Halten der beiden Längsbäume rechts und links des Wagens, die an ihren Enden ebenfalls je eine Eisenspitze hatten. Sodann wurde vorn und hinten ein weiterer Querbaum aufgesteckt (am linken Bildrand zu erkennen).

53. Zum Nachharken auf dem Stoppelfelde oder auch zum Zusammenharken des Heues auf der Wiese zu Schwaden benutzte man vor gut fünfzig Jahren solche 'Nachharke', bei der die Zinken durch einen Hebel vom Sitze aus hochgezogen oder runtergelassen werden konnten. Das Bild entstand um 1927. Wilhelm Büttcher vom Hofe Nr. 45 am 'Büttcherberg' kehrt gerade nach Hause zurück. Mittels einer Einspännerdeichscl (im Plattdeutschen 'Schierdeiße' von Schere genannt) zieht die Kuh mit dem Kummet oder Kumt vor der Brust das Gefährt vorwärts. Hier am nördlichen Dorfausgang von Lengede nach Klein Lafferde sieht man links das damalige Wohnhaus von Heinrich Prönnecke und im Hintergrunde die Scheune von Otto Staats.

54. Mit einem Pferdefuhrwerk ist Heinrich Schlie aus Broistedt um 1924 unterwegs zur Zuckerfabrik im gleichen Ort. Ansetzbretter über den beidseitigen 'Plechten' (Seitenteilen) des Ackerwagens erhöhen und vergrößern den Laderaum. Man wil! möglichst viel Zuckerrüben laden können, die im Lößboden dieser Gegend besonders gut gedeihen. Am vorderen 'Schieber' des Wagens ist die sechszinkige Rübengabel (plattdeutsch: 'Rummelgreepe') zu erkennen. Ein Ochsengespann folgt mit dem nächsten Wagen. Die von der Zuckerfabrik angesagten Liefertage mußten von den Bauern eingehalten werden.

55. Der Bauer wollte nicht immer den schweren Ackerwagen anspannen, wenn es zum Felde ging. Deshalb hatte er einen leichten Wagen zur Verfügung, den sogenannten 'Einspänner' mit der Scherdeichsel. Damit holte er die nötige Fuhre Grünfutter, damit beförderte er leichtes Ackergerät, mit ihm fuhren auch die Familienmitglieder oder Helfer zu den Feldarbeiten. Auf dem Bilde präsentiert sich mit solchem Gefährt - um 1925 - der damals etwa 11 Jahre alte Landwirtssohn Fritz Rinke in Broistedt.

56. Dieses älteste Schulbild von Lengede stammt aus dem Jahre 1875, als der Lehrer Wilhelm Grote (links) als Nachfolger von Lehrer Nordhoff nach hier kam. Anscheinend waren auch damals männliche Vollbärte durchaus modern. Die Maxikleider mit den langen Ärmeln, dazu der hochgeschlossene Kragen sowie die Schals und die Halstücher lassen die Schulmädchen wesentlich älter erscheinen als sie in Wirklichkeit waren. An den Füßen trug man derbe Schnürstiefel. Das Bild ist entstanden an der Eingangstür zur Kirche, in deren Nähe sich das damals alleinige Schulgebäude befand. Heute ist darin der Kindergarten.

57. Der Unterricht in der Schule war in früheren Jahrzehnten eine Domäne der Männer. So auch an der Volksschule Lengede, die 1924 das neue Gebäude an der Lafferder Straße bezog. Das 1925 entstandene Bild zeigt (von links): Lehrer Hermann Bethmann, der 1920 nach hier kam, dann Konrektor Ernst Wagner, ab 1909 hier, Rektor Albert Liebetraudt, der 1885 als II. Lehrer nach Lengede kam, Lehrer Adolf Stümpel, ab 1920 hier tätig, und Lehrer Kar! Steinmetz, der 1921 nach Lengede versetzt wurde und hier heute noch - 83jährig - wohnhaft ist. Am Schuleingang hat der Architekt mehrere pädagogische Symbole angebracht, wie zum Beispiel die Hanteln für den Sport, die Lyra für die Musik und den Fuchs für die Klugheit.

58. Konfirmationsbilder werden immer wieder gerne in die Hand genommen. Dieses Foto von 1914 zeigt die Geburtsjahrgänge 1899-1900 vor der Turmtür der Lengeder Kirche. Unten lang und oben dicht waren die schwarzen Kleider der Konfirmandinnen, ein 'Stehkragen' aus Spitzenmüll umschloß den Hals. Modern waren damals bis über die Knöchel reichende Stulpenstiefel zum Schnüren. Die Jungen trugen einen meist dunkelblauen Anzug, dazu Hut, Stehkragen und eine Fliege in Schwarz. Zwischen den Konfirmanden links steht der Pastor OHo Bünte, auf der rechten Seite der Lehrer, Rektor Albert Liebetraudt, der 1930 pensioniert wurde. Am Leben ist heute noch die 81 Jahre alte Grete Liebetraudt, verwitwete Mundt (ganz links).

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