Lengede in alten Ansichten

Lengede in alten Ansichten

Auteur
:   Otto Meier
Gemeente
:   Lengede
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0889-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lengede in alten Ansichten'

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69. In früheren Jahrzehnten gab es in vielen Dörfern einen 'Imker' (Bienenzüchter). Dieses Foto zeigt uns Anfang der zwanziger Jahre den Bienenvater Julius Harrns in der Kreyenstraße zu Lengede. dessen Züchterei vom Sohn Wilhelrn und dem Großsohn Willi noch bis etwa 1950 fortgeführt wurde. Wir sehen den Imker mit seiner Schutzhaube (Schleier) und der Pfeife, durch deren Rauch die Bienen (Tmmen') ferngehalten werden sollten. Die Bienenkörbe waren aus Stroh geflochten und im Garten an einer Mauerwand aufgestellt, an der oben ein mit Ziegeln bedecktes Schrägdach zum Schutz gegen Regen vorragte. Die aufgestellten Bienenkästen dienten seinerzeit nur der Erprobung.

70. Auch auf dem Dorfe sollten und wollten die Mädchen und Jungen das Tanzen lernen. Dazu verhalf ihnen vor gut fünfzig Jahren das Tanzlehr-Institut Zieme in Braunschweig, das etwa alle zwei Jahre Tanzstundenkure auf den Dörfern der ganzen Umgegend veranstaltete. Zur Halbzeit feierte man den 'Mittelball'. Dieses Foto zeigt den 'Abschlußball' vom Jahre 1926 mit Herrn Zieme persönlich. Aufstellung genommen hat man vor der Gastwirtschaft Wilhelm Othmer (heute: 'Zum Bären') in Broistedt. Der Wirt selbst blickt aus dem Fenster rechts.

71. Stolz präsentierte sich im 1907 Fritz Volling in Woltwiesche dem 'reisenden Fotografen' mit seinem Ziegenbockgespann. Solches Gefährt gab es für die Jungen früher auf vielen Bauernhöfen. Damit konnten sie das 'Hü und Hott' üben, lernten mit dem Tier umzugehen und es zu pflegen. Fritz Volling hat sogar einen 'Spezialwagen' aufzuweisen, während auf anderen Bildern nur gewöhnliche Handwagen zu sehen sind. Man beachte die knie lange Hose, die hohen Schnürstiefel und die damals von Jungen oft getragene Mütze,

72. Der Urngang mit Ziegenboeken war anscheinend auch für die Broistedter Jungen eine beliebte Art der 'Freizeitgestaltung', wie man heute sagen würde. Rufen sie nicht ein Schmunzeln hervor - die vier fünfjährigen Knaben rnit inren treuen Augen und den ernsten Mienen, die sich 1926 dem Fotografen 'stellten'? Es sind (von rechts) Gustav Maßberg, Fritz Sellmann, Rudolf Sellmann und Paul Maßberg. Bemerkenswert ist das Kummetgeschirr des Bockes, während die meisten damals ein Sielengeschirr trugen. Beachtenswert ist auch die an der Stallwand hochführende Hühnerleiter einfacher Art, Marke 'Eigenbau'. Ebenfalls sollte man auf die verstreuten Ziegenbocks-Korinthen am Boden aufmerksam werden.

73. Dies sollen die ersten Fahrräder in Lengede gewesen sein. Einwandfrei ist auf dem um 1906 entstandenen Foto Karl Lampe (rechts) zu erkennen. Er wurde 1886 geboren und wohnte im Haus Nr. 13 an der 'Sackpiepe' , einer kleinen Nebenstraße der Kreyenstraße. Beim Abwurf einer amerikanischen Luftmine auf Lengede am 29. März 1945 kam dieser Grubenarbeiter ums Leben. Der junge Mann in der Mitte soll Otto Helmedag gewesen sein und im linken glaubt man Karl Loges zu erkennen, der später in Berlin heiratete.

74. In das Jahre 1910 führt dieses Bild zurück, In seiner zweirädrigen Einspännerkutsche, dem 'Dogcart', besuchte der Tierarzt Robert Thiro aus Klein Lafferde seine Kundschaft in den umliegenden Dörfern. Der ärmellose Umhang gab ihm Schutz gegen Witterungsunbilden. Insgesamt in fünf Generationen wirkten die Thiros ab 1670 hier als Tierärzte. Der erste war der 'Pferdearzt August Thiro', Robert war der letzte seines Namens. Der 1961 Verstorbene hatte die Praxis 1902 von seinem Vater Christian übernommen. Höchstwahrscheinlich waren die Thiros einst mit römischen Legionen nach Frankreich gekommen und von dort im 17. Jahrhundert als Hugenotten nach Deutschland.

75. Ein Automobil war vor dem Ersten Weltkriege noch eine große Seltenheit auf dem Dorfe. In Klein Lafferde hatte der Tierarzt Dr. Robert Thiro die erste 'Benzinkutsche', und zwar einen 1911 gekauften Zweizylinder, Marke 'Dürkopp'. Das Bild, aufgenommen 1912, zeigt den Doktor selbst und seinen Chauffeur Kar! Meier sowie seine Ehefrau und die Tochter Char!otte. Diese wohnt heute noch (77jährig) im Thiro'schen Hause NI. 98. Beliebt waren die Autos bei den Leuten damals nicht, da die 'Stinkers' zu viel Staub aufwirbelten und Lärm machten.

76. So fuhr im Jahre 1910 ein verlobtes Paar durch die schöne Landschaft: Meta Plünnecke aus Klein Lafferde und der Weinhändler Willi Euling aus Peine. Das interessante Fahrzeug ist eine zu jener Zeit beliebte dreirädrige Benzinkutsche mit dem Namen 'Cyklonette'. Die Antriebskraft des Motors, der mit einer Kurbel in Gang gesetzt wurde, übertrug sich per Kette auf das Vorderrad, das mittels einer Gabelstange zu lenken war. Die Töff-töff-Hupe gehörte damals dazu, das Kennzeichen 'IS' stand für die Provinz Hannover. Der Berliner Volksmund machte übrigens aus 'Cyklonette' ein 'Ziehklosett'.

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