Lengerich in alten Ansichten Band 1

Lengerich in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Gert Schumann
Gemeente
:   Lengerich
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1821-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Lengerich in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

49. Zu den beliebten gesellschaftlichen Ereignissen gehörten vor dem Ersten Weltkrieg die Stiftungsfeste des Kriegervereins, der 1873 gegründet worden war. Hier ein Bild aus dem Jahre 1913. Der Platz vor dem Rathaus bot sich für so eine Veranstaltung an. Am Springbrunnen stand das Podium für den Festredner. Abordnungen der Nachbarvereine waren mit ihren Fahnen nach Lengerich gekommen. Wir können die Vereine aus Ladbergen, Recke, Teck1enburg und Kattenvenne exakt ausmachen. Im Hintergrund links wartet eine Militärkapelle auf ihren nächsten Einsatz. Die Kriegermütze bildete das äußere Zeichen der Zusammengehörigkeit.

50. Ein Bliek vom Römer hinunter auf eine weitere Festveranstaltung. Es könnte sich wiederum um den Kriegerverein handeln, da an der Girlande vor dem Rathaus das Emblem des Eisernen Kreuzes zu erkennen ist. Birkengrün schmückt die Straßenränder. Fahnen an den hohen Stangen und an den Häusern. Lengerich war für den Festumzug gut gerüstet. Im Vordergrund scheinen 'Ehrenjungfrauen von der Fahne zu gehen'. Vielleicht loekte in der Altstadt ein Täßchen Kaffee. Abends traf man sich dann zum Festball in einem der Lengericher Säle.

51. Schon seit langer Zeit ist die Freiwillige Feuerwehr aus dem Leben der Stadt nicht wegzudenken. Zwar erst seit 1881 in einer Form organisiert, wie wir sie heute noch kennen, ist ein Feuerlöschwesen bereits im 18. Jahrhundert bezeugt. Ziel einer Schauübung auf diesem Bilde ist das Rathaus. Deutlich ist zu erkennen, daß das Löschwasser aus dem Bassin des Springbrunnens entnommen wurde. Das war auch der eigentliche Grund zur Anlage des Bassins. Das Hinzufügen einer Fontaine diente nur zur Ortsverschönerung.

52. Auch dieses Bild gehört zum Leben der damaligen Zeit. An besonderen persönlichen Festtagen nahm die ganze Gemeinde regen Anteil wie hier am 14. März 1902, als der Zimmermeister Hermann Wellemeyer seinen hundertjährigen Geburtstag feiern durfte. Eine Militärkapelle begrüßte ihn mit einem Ständchen. Die Honoratioren der Stadt holten den Jubilar zu einer Ehrenfahrt durch die Stadt mit der Pferdekutsche ab. Hermann Wellemeyer wohnte in einem Haus an der unteren Münsterstraße. Es steht heute nicht mehr. Dahinter zweigte die Ringeler Straße ab. Das nächste Gebäude war eine Gastwirtschaft, die in dieser Zeit einem zügigen Kreuzungsbereich gewichen ist.

53. Kirmes in Lengerich! Was waren das noch Zeiten, als der Straßenverkehr eine untergeordnete Rolle spielte. Von der Altstadt bis hinunter nach Maug standen die Buden und Fahrgeschäfte. Bei Maug hatte Telsemeyer aus Mettingen mit seinem Karussell Standort bezogen. Feurige Holzpferde, Drehgestühl und auf- und abwippende Schiffchen erfreuten Alte und Junge. Auf dem Platz vor dem Rathaus baute Friedrichsen aus Münster sein zweistöckiges Karussell auf. Es galt damals als besondere Attraktion, wenn beim Einbruch der Dämmerung viele Gaslaternen im Inneren des Karussells ihr anheimelndes Licht verbreiteten.

54. Die Fliegerei hielt am 9. Juni 1912 nachmittags um 17.30 Uhr ihren Einzug in Lengerich. Der Osnabrücker Flieger Gustav Tweer (x) startete vom Rücken des Lengericher Berges zu seinem ersten Überlandflug Lengerich-Osnabrück, den er glücklich überstand. Vor dem Start versammelte man sich zu einem Gruppenfoto. Auch das Lengericher Rote Kreuz befand sich im Einsatz, denn die Bevölkerung kam in hellen Scharen auf den Berg geströmt. Die Flugmaschine könnte eine sogenannte 'Rumpler Taube' gewesen sein.

55. Ein altvertrautes Bild bietet diese Postkarte. Schräg vor dem Altar der Stadtkirche stand der Taufstein. In den beiden Kirchenschiffen drängten sich die Kirchenbänke. Alles war auf die Kanzel ausgerichtet, so daß sogar die Gottesdienstbesucher, die dem Altar am nächsten saßen, diesem den Rücken zukehrten. Von den drei Bühnen ist die südliche, 'Determanns Büen', durch die Restaurierung im Jahre 1956 abgerissen worden. Von den Decken der Kirchenschiffe hingen Messingleuchter herab, die von gemeindemitgliedern gestiftet waren.

lENGERICH i W.

Inneres der evang. Kirche.

56. Weihnachtsgottesdienst in der Stadtkirche. Festlich gestimmt kamen Alte und Junge. Stets war die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt. Mächtig hallte das alte Weihnachtslied '0, du fröhliche' durch die Kirchenschiffe. Auch der Chor trug zur Bereicherung bei. Erwartungsvoll strebte dann die Gemeinde heim, die Bescherung stand ins Haus: Der Heilige Abend war da.

57. Links: Lange Jahre hindurch bekleidete Superintendent Rudolf Meyer die erste Pfarrstelle in der Gemeinde. Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges leitete er außerdem den Arbeiterverein. Seine Frau kümmerte sich um den Jungfrauenverein. Daher ist es auch verständlich, daß das Gemeindehaus in der Schulstraße 'Vereinshaus' genannt wurde. 1929 ging Rudolf Meyer in Pension. Er starb am 9. Februar 1932.

Rechts: Seine Schwester, Maria Meyer, war die letzte Leiterin der Höheren Töchterschule in Lengerich. Ihre Ausbildung erfuhr sie in Kaiserswerth und verstarb am 13. Dezember 1938.

58. Im Jahre 1880 bildete sich die erste katholische Kirchengerneinde, Die ersten Gottesdienste mußten in Privaträurnen abgehalten werden. Erst am 17. Dezember 1893 konnte die erste katholische Kirche geweiht werden. Der abgebildete Fachwerkbau stand in der Nähe der Wirtschaft Brunsmann an der Lienener Straße. Als die neue Kirche seit dem 12. April 1928 der Gemeinde zur Verfügung stand, verkaufte man die alte Kirche an die Bauerschaft Brögbern bei Lingen und baute sie dort wieder auf.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek