Lengerich in alten Ansichten Band 1

Lengerich in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Gert Schumann
Gemeente
:   Lengerich
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1821-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lengerich in alten Ansichten Band 1'

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59. Auf den sonntäglichen Spaziergängen kam man oft an dem alten Rittergut Haus Vort lage vorbei. Die Aufnahme aus dem Jahre 1905 zeigt, daß der Bliek noch ungehindert zum Herrenhaus gehen konnte. Der Bewuchs am jenseitigen Ufer der Gräfte war noch längst nicht so hochgekommen wie heute. An der Mühle rechts legte man eine Verschnaufpause ein, um dem klappernden Mühlenrad zuzuschauen.

60. Im Herbst 1927 erfolgte der Durchbruch durch die Kalksteinkette des Teutoburger Waldes für den neuen Tunnel. Sein Bau wurde erforderlich, weil der alte Tunnel undicht geworden war. Gleichzeitig erreichte man noch zwei Vorteile: Der neue Tunnel war kürzer und die Scheitelhöhe der Gleise lag tiefer. Im alten Tunnel arbeitete während des Zweiten Weltkrieges ein Rüstungsbetrieb.

61. Reges Leben herrschte immer am Stadtbahnhof der Teutoburger-Wald-Eisenbahn, Der Volksmund nennt die Bahn auch liebevoll 'Teutoburger-Wald-Esel'. Als Omnibuslinien noch rar waren, erfüllte die Bahn wichtige Zubringerdienste im Personenverkehr. Im Güterverkehr ist sie bis heute für die Lengericher Industrie unentbehrlich. Im Hintergrund rechts erkennt man den Giebel des Postgebäudes. Er wurde im Zweiten Weltkrieg durch eine Luftmine fast völlig zerstört. Beim Wiederaufbau fiel der Zierrat fort.

62. Fast wäre es geglückt, in Lengerich einen Bismarck-Turrn zu errichten. Der Entwurf des Amtsbaumeisters M. Jacobs lag schon vor. Der Standort wäre oben auf dem Berg gewesen bei 'Max und Moritz', dort, wo heute noch das 'Pauskefüer', das Osterfeuer, abgebrannt wird. Daher auch die Bezeichnung 'Up de Pauskebuorg'.

63. Auch in Hohne wuchs eine Kaisereiche. Sie stand vor dem Hotel Heckmann. Der dreieckige Platz ist heute wegen des wachsenden Verkehrs wesentlich verkleinert worden. Rechts geht es hinunter zur Bahnunterführung.

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64. Vor dem Ersten Weltkrieg unterrichtete in Hohne der Lehrer Karl Scheidt. Er war ein ungemein literarisch befähigter Mensch. So fuhr er mehrmals in der Woche mit dem Rade nach Tecklenburg, um dort in der Burgruine mit einer Spielschar das von ihm geschriebene Theaterstück 'Ein Traum der Gräfin Thekla' einzustudieren. Das war im Jahre 1911. Auf seine Initiative ging es zurück, daß an der Grenze von Lengerich nach Lienen an sagenumwobener Stelle eine Steinpyramide am 'I semen Biäbaum' errichtet wurde. Natürlich durfte eine Theateraufführung nicht fehlen.

65. An der Knemühle in Hohne entstand im Laufe der Zeit auch eine Gastwirtschaft. Schon in früheren Zeiten mußten die Bauern der Umgebung, die Mahlgenossen, ihr Korn in der Knemühle mahlen lassen, denn es bestand Mahlzwang. Selbst die schnellste Mühle mahlt langsam genug, um bei einem Schnäpschen Zeit zu finden, gemütlich zu klönen.

66. In der Bauerschaft Aldrup lag der Bauernhof Diersmann. Ihn hatte man als Kaffeehaus hergerichtet. Nach einem kurzen Spaziergang konnte man ihn erreichen. Er war ein stattliches Gebäude. Verhältnismäßig hoch ragte das Fundament aus dem Boden heraus.

67. Im 'Kaffeehaus Aollerpe' (Aldrup-Diersmann) saß man gemütlich um den Kamin. Oben auf dem Basen prangten Kupfer- und Zinngeräte. Mitten zwischen den Metallsachen steht ein hölzernes 'Füerstöwken"; an Wintertagen wärmte man auf ihm seine kalten Füße auf. Am 'Sagehaul', dem Sägehalter, hing der Wasserkessel über der offenen Feuerstelle. Dahinter verlieh eine gußeiserne Herdplatte dem Raum eine künstlerische Note. Hinter der Herdstelle führte eine Treppe zum zweiten Geschoß der rückwärtigen Giebelseite.

68. 'Kaff'eehaus Aollerpe'. Gescheuerte Holztische erwarteten die Gäste, die sich nicht scheuten, auch auf einer Bank Platz zu nehmen. Paradestück des Raumes war das 'Schelf', der offene Schrank für Teller, Setten und Kümpe. Der Fußboden war 'pflegeleicht'. Mit Wasser und Scheuersand rückte man den Sandsteinplatten zu Leibe.

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