Lengerich in alten Ansichten Band 2

Lengerich in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Gert Schumann
Gemeente
:   Lengerich
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1571-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lengerich in alten Ansichten Band 2'

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29. Dieses Haus stand auf der Bahnhofstraße-Stadt Nr. 80. Die früheren Besitzer hießen Schwaberg, Finkener und Lagemann. Im Jahre 1907 wurde das Anwesen an die Firma J.H. Gempt verkauft und abgerissen. Das Grundstück wurde eingeebnet, zu Gempts Garten geschlagen und diente zum Teil als Gleisanlage zum Anschluß an die ehemalige Firma Drahtseilwerk Gempt. Hierüber brachte 'Der Blitz', wie man scherzhaft die Lokomotive nannte, die Waggons zum Stadtbahnhof der Teutoburger-Wald-Eisenbahn.

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30. Kurz nach 1904 bot die Bahnhofstraße diesen Anblick. Im ersten Haus links wohnte Schuhrnachermeister Wilhelm Blom, ein stadtbekanntes Original. Im nächsten Haus wohnten die drei Schneidermeister Ibershoff, Knebelkamp und Trennepohl, jetzt Schleiminger. Im dritten Haus die Bäckermeister Raderschatt und Mahrahrens. Im vierten die Familie Oberhellmann. Die rechte Seite beginnt mit dem Haus des Buchdruckereibesitzers Louis Ploß, jetzt Textilgeschäft C.A. Brüggen. Die ehemalige Drogerie Tieneken ist noch nicht vollständig. Das Haus links daneben wurde zur Hälfte zur Erweiterung benötigt. Die andere Haushälfte des Kappenmachers Weber kam zum Nachbarhaus: Brandes und Diesing. Die folgenden drei Häuser gehörten der jüdischen Familie Kaufmann.

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31. Diese Aufnahme entstand vor dem Ersten Weltkrieg. Die Bebauung hatte sich schon lückenlos bis an den Abzweig der Osnabrücker Straße ausgedehnt. Das Kopfsteinpflaster erlebte eine großartige Ausdauer. Erst in diesem Jahre 1981 wurden seine letzten Reste durch einen modernen Straßenbelag ersetzt.

32. An der Lienener Straße lag Lengerichs erster Bahnhof. Außerdem gab's im Bahnhofsbereich nur zwei Gleise, die auf dem Bild deutlich auszumachen sind. Das Bahnhofsgebäude geriet damals ziemlich groß. Es hatte auch Wohnräume aufzunehmen. Ansonsten hatte es nur dem Personenverkehr zu dienen. Welche Auswirkungen auf eine sich vielleicht entwickelnde Industrie die Eröffnung der Bahnstrecke Münster-Osnabrück haben könnte, davon konnte sich niemand eine Vorstellung machen. Tatsächlich wurde erst ungefähr zehn Jahre nach der Eröffnung der Lengericher Bahnhof von der Industrie 'entdeckt'. Da hatte sie sich auch schon soweit gemausert, daß es sich für sie lohnte, auf Entdeckungen auszugehen.

Eenge1'iclt Staatsbahnhof.

33. Dieses Bild entstand vor dem Jahre 1901. Zu dieser Zeit existierte weder der Bahnhof noch die Gleisanlage der Teutoburger-Wald-Eisenbahn. Wir blieken ungefähr vom Deetweg auf den zweiten Staatsbahnhof der ehemaligen Reichsbahn. Er wurde im Zuge der Anlage eines dritten und vierten Gleises errichtet. Der neue Zugang erfolgte von der Bahnhofstraße her. Links hinten ist noch das erste Bahnhofsgebäude zu erkennen, das von der Lienener Straße aus erreicht werden konnte. Über beide Gebäude ragen die Schornsteine des Portlandzement- und Kalkwerkes von Rudolf F. Kröner.

34. Stellvertretend für alle anderen soll hier das Lengericher Portlandzement- und Kalkwerk der Rudolf Kröner AG stehen. Kurz vor und nach dem Ende des Ersten Weltkrieges ging es mit den anderen im Wicking-Konzern auf. Als dieser in Schwierigkeiten geriet, übernahm die Dyckerhoff AG sämtliche Anlagen. Das Kröner-Werk wurde nach dem Ersten Weltkrieg abgebrochen. Es stand im Bereich des heutigen Umspannwerkes am Nordende der Dyckerhoffstraße.

35. Durch den im Vordergrund verlaufenden Gleisanschluß war es den Wicking-Werken möglich, ihre Produkte über den örtlichen Nahbereich hinaus zu verschicken. Die Pferdefuhrwerke sorgten für den Transport in die Nachbarschaft. An dieser Stelle befindet sich heute die Zufahrt zur Dyckerhoff AG, Werkgruppe Lengerich. Von den alten Gebäuden ist nichts mehr vorhanden. Das rechte zweigeschossige Haus wurde erst in diesen Tagen abgebrochen.

Totalansicht von Lengerich i. W.

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36. Vom Turm der Hohner Kirche entstand diese ungewohnte Aufnahme. Es ist eine Totalansicht von Lengerich. Diesmal liegen die Kalk- und Zementwerke im Vordergrund. Der Bliek geht über die Gleisanlagen des Bahnhofgeländes. Vorn verläuft quer durch das Bild der Schollbrucher Weg.

37. Das Kalkwerk Windmöller & Co war das östlichste in Lengerich. Es lag im Bereich der heutigen Bachstraße an der Lienener Straße gegenüber der 'Bar bei Else', 1899 besaß es zwei Ringöfen. Drei Schornsteine waren erforderlich. Als in Nordwestdeutschland die Konzentration in der Kalk- und Zementproduktion einsetzte, übernahm der Wicking-Konzern diese Firma und ließ sie vorerst unter der Bezeichnung Werk III weiterarbeiten. In den zwanziger Jahren erfolgte der Abbruch des Werkes.

}.engel'ieh - Hohne

Del' etserne Bimbaum

38. Die Grenze von Lengerich und Lienen scheint schon uralt zu sein. Vielleicht war es ganz früher einmal eine Grenze von überörtlicher Bedeutung. Um die Jahrhundertwende errichteten die Hohner eine Stempyramide. Sie sollte an eine Sage erinnern, in der es um Besitzstreitigkeiten ging. Ein mit dem Schwert Hingerichteter soll bis zum letzten Atemzug seine Unschuld beteuert haben. Um vielleicht doch noch nachträglich dies zu beweisen, steckte der Gerichtsherr einen abgebrochenen Lindenzweig umgekehrt mit den Blättern nach unten in das frische Grab. Und siehe da! Es vollzog sich ein Gottesurteil. Der Zweig schlug Wurzeln. Seither wölbt sich ein Lindenbaum über dem Grab. Ehrfurchtsvoll nannten die Leute ihn 'Eiserner Betbaum'. Plattdeutsch lautet dies: 'Iserner Biäbaum'.

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