Lengerich in alten Ansichten Band 2

Lengerich in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Gert Schumann
Gemeente
:   Lengerich
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1571-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lengerich in alten Ansichten Band 2'

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49. Südlich von Lengerich, an der Straße nach Ladbergen, liegt das alte Rittergut Haus Vortlage, das heute noch von einer Gräfte umgeben ist. Bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts hinein war es in adeligem Besitz. Die letzte Adelsfamilie waren die Freiherren von Blomberg. Nach ihnen ging Haus Vortlage in bürgerlichen Besitz über. Nun folgten die Familien Kröner, Rickmers und Lochte. Dr. Max Lochte ist noch vielen älteren Mitbürgern in guter Erinnerung. So war der Schützenverein VortlageNiederlengerich bei ihm immer gern gesenen.

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50. Kurz vor der Jahrhundertwende errichtete der Bauer Johann to Settel auf seinem Grunde eine Ziegelei, die bis zum Ersten Weltkriege existierte. Vorher befand sich dort eine Brennerei, die abbrannte und nicht wieder aufgebaut wurde. Die Jahresproduktion der Ziegelei betrug bis 1 1/2 Millionen Steine. Nur kurze Zeit arbeitete man mit einem Mantelofen nach altem Systern, dann stellte man den Betrieb auf einen Ringofen um. Das abgebildete massive Schulhaus konnte am 15. Oktober 1901 durch den Ortsschulinspektor Pfarrer Meyer aus Lengerich feierlich eingeweiht werden. Schon seit 1750 besaß Settel eine eigene Schule. Aus der Kolonialwarenhandlung wurde heute eine Bäckerei.

51. Das Bild zeigt die Belegschaft der Ziegelei Johann to Settel. Es entstand vor dem Jahre 1912. Ziegeleimeister Sünkler sitzt mit seiner Frau und mit einem seiner drei Kinder in der Mitte seiner Leute. Der Mann oben links gehört allerdings nicht dazu. Er war Schmied und reparierte nur dort die Maschinen. Er wurde 'Drochelschmied' genannt. Die Einrichtung mit Welle und zwei Rädern diente dazu, die Steine, die heiß aus dem Ofen kamen, mit der Karre, auf die sie gepackt waren, in ein Wasserbassin zu tauchen, damit sie abkühlten. Zu diesem Zwecke fuhr der Ausschieber die beladene Karre auf einen stabilen Eisenrost.

52. Zu den wenigen Lengericher Windmühlen gehörte auch die auf dem Esch des alten Bauernhofes Twente in der Bauerschaft Settel. Auch sie war eine holländische Windmühle, das heißt, ihr Kopf', ihre Kappe, konnte auf dem massiven Mühlenstumpf gedreht werden, so daß die Flügel gegen den Wind gerichtet werden konnten. Die Mühle stand auf so einem exponierten Platze, daß sie sogar mühelos vom Tecklenburger Berg aus gesichtet wurde. Heute sind nur noch wenige Mauerreste vorhanden.

53. In nordwestlicher Nachbarschaft des Aussiedlerhofes Dowidat in Settel lag einst das Haus Ahe. Es gehörte im 17. Jahrhundert dem gräflichen Landrichter Holtermann. Sein Sohn vererbte es später dem gräflichen Kornschreiber Koch aus Lengerich. Schließlich kam es in den Besitz der Familie Berckemeyer, die in Lengerich an der Münsterstraße neben der Apotheke den ersten Gasthof der Stadt besaß. Das alte Herrenhaus wurde später abgebrochen und in Lengerich wieder aufgebaut. Es war das ehemalige Treppersche Haus an der Tecklenburger Straße. Nach seinem endgültigen Abriß wurde auf dem Platz das Schwesternwohnheim des Krankenhauses errichtet.

54. Stellvertretend für alle anderen soll hier das Ehrenmal Settel erscheinen. Es wurde vom Schützenverein und von der Bauerschaft gespendet und errichtet. Gewidmet war es ursprünglich den Toten des Ersten Weltkrieges von 1914-1918. Der Zweite Weltkrieg von 1939-1945 machte allerorten eine Erweiterung erforderlich. An den Ehrenmalen finden normalerweise zweimal im Jahre Kranzniederlegungen statt. Während des Schützenfestes und am Volkstrauertag gedenken die Menschen der Toten nicht nur der letzten beiden Kriege und erhoffen den andauernden Frieden.

55. Im Hook. Bliek nach Osten zur Stadtkirche. Vorn rechts das Haus von Superintendent Meyer. Das Haus dahinter wurde im Zuge des Baues der Bodelschwingh-Straße abgerissen. Hinter ihm schließen sich die beiden Häuser des Schuhgeschäftes Neyer-Welp an. Das Haus in dem sich heute die Drogerie Hagmann-Finke befindet, ragt in die Straße hinein. Den Abschluß bilden zwei Häuser, deren Platz jetzt vom Textilgeschäft Banning eingenommen wird. Links lugt durch die Baumkronen die Bäckerei und Gastwirtschaft Kemper-Diersmann, Lengerichs Herberge 'Zur Heimat', im Volksmund als 'Penne' bezeichnet. Das kleine Mädchen mit der schicken Flügelschürze ist Irma Lagemann. Später wurde es Krankenschwester.

56. Zu der ehemaligen Gastwirtschaft Kemper-Diersmann gehörte auch eine Bäckerei. Der Volksmund nannte dieses Haus 'die Penne', weil hier durchziehende Handwerksburschen übernachten mußten. Sogar ein kleiner Saal gehörte hier dazu. In ihm fanden besonders während des Mai- und des Stöppelmarktes Tanzveranstaltungen statt. Links im Hintergrund ist eine Ecke der Drogerie Hagmann-Finke zu sehen. Das hohe Haus daneben gehört heute zum Schuhgeschäft Neyer, Früher war es im Besitz einer Familie Kröner, die eine Textilhandlung betrieb. Aus ihr gingen auch zeitweilig Besitzer des Rittergutes Vortlage hervor.

LE GERICH I. W.

Altstadt

57. Diese Aufnahme stammt etwa aus dem Jahre 1910 und zeigt den westlichen Eingang zur Lengericher Altstadt. Das mittlere Haus, Stadt Nr. 1, war im Besitz der Familien Enoch, Auerbach und Albersheim. 1966 wurde es abgebrochen. Das Haus rechts daneben sah als Besitzer die Familien Budke und Albersheim. Das Haus am rechten Bildrand, Stadt NI. 4 und Altstadt 20, gehörte rund 100 Jahre der jüdischen Familie Meyer. In drei Generationen hieß der Familienvorstand jeweils Daniel Meyer. Sie handelten in ihrem Ladengeschäft mit Obst, Gemüse, Fischen und Kolonialwaren. Die beiden Töchter Emilie und Helene des letzten Daniel Meyer stehen vor dem Nachbarhaus. Sie fanden in der Nazizeit ein schreckliches Ende.

58. Im alten Hook, wo sich heute die Blumendiele befindet, stand dieses Haus Stadt Nr. 1. Die Vorbesitzer waren Determann, Hildebrand und Lagemann. In diesem Hause befand sich jahrhundertelang eine Schmiede. Der letzte war der Kupferschmied Fritz Eskeldsen. Er galt in Lengerich wegen seines gesunden Humors als Original. Immer zu harmlosen Streichen und Späßen aufgelegt, war er überall beliebt und als kluger Unterhalter und scharfer Skatspieler geschätzt, Als der damalige Burgermeister Breidenstein zum ersten Mal von seiner Dienstwohnung zum Rathaus ging, fragte ihn Eskeldsens Fritz: 'Sind Sie unser neuer Bürgermeister? ' Als dieser bejahte, antwortete der Kupferschmied: 'Dann bin ich ihr erster Bürger. Ich habe die Hausnummer 1.'

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