Lengerich in alten Ansichten Band 2

Lengerich in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Gert Schumann
Gemeente
:   Lengerich
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1571-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lengerich in alten Ansichten Band 2'

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69. Die Bashake ist der Paß, der zwischen dem Strubberg und dem Lengericher Berg liegt. An ihm errichtete 1824 der letzte Verwalter des adeligen Gutes Meesenburg, Johann Wilhelm Brockmeier, das abgebildete Fachwerkhaus, nachdem die Meesenburg parzelliert und verkauft worden war. 1900 erfolgte die Erweiterung. Hier befand sich seit Menschengedenken eine Schankwirtschaft. Hier wurde in vielen Jahrzehnten für die durstigen Arbeiter der nahen Ziegelei und des Kalkwerkes Kleefeld auf der anderen Seite des Berges so mancher Liter Schnaps geholt. Für Fußgänger, Radfahrer und Fuhrleute bot die Bashake eine willkommene Rast, bevor es den Tecklenburger Berg in die Höhe ging.

70. Im Jahre 1900 erhielt die Ziegelei Hollenberg in der Bashake ihren Ringofen. Vorher benutzte man sehr lange die wesentlich kleineren Feldbrandöfen. Trockenschuppen und Maschinenhaus vervollständigen die Anlage. Am rechten Bildrand sind die 'Hagenfûße' zu sehen, das sind die im Freien zu trocknenden Rohlinge. Das Rohmaterial holte man aus dem Lehmloch, das sich unmittelbar nördlich der Ziegelei befand. Das waren Überbleibsel der Eiszeit. 'Glaziale Ablagerungen' nennt sie der Fachmann. Wo früher der Schornstein stand, führt heute der Mittelstreifen der Bundesautobahn 'Hansalinie' entlang. Im Hintergrund erstreckt sich der Tecklenburger Berg. Deutlich sind der Kirchturm und der Bismarckturrn zu erkennen.

71. Bleichhütte auf dem Bauernhof Stalljohann in Exterheide, In ihr schlief und wachte früher einer der Knechte, wenn das gewebte Leinen auf der Bleiche ausgebreitet wurde, um von der Sonne gebleicht zu werden. Tag und Nacht blieb es draußen. Ab und zu besprengte man es mit Wasser. Das erhöhte die Wirkung. Und nachts half der Hofhund Fiffi dem Knecht bei seiner Wache, damit kein böser Dieb Unheil stiften konnte.

72. Kurz vor der Jahrhundertwende posiert hier die Schülerkapelle der Bauerschaftsschule in Exterheide. Lehrer Grothe hatte sie ins Leben gerufen. Es mag heute überraschen, daß es einer einklassigen Schule möglich war, einen J Sköpfigen Spielmannszug aus eigenen Kräften aufzustellen. Das war damals mit keinen großen Schwierigkeiten verbunden, denn etwa 100 Kinder besuchten die Schule, Auf einmal fanden sie natürlich nicht alle Platz im einzigen Klassenraum, Dafür mußte am Vormittag und am Nachmittag der Unterricht getrennt nach Jahrgängen durchgeführt werden.

73. Am 22. Juli 1930 konnte der 'Verein für Luftfahrt e.V. Lengerich' gegründet werden. Hauptinitiator war der Kaufmann Albert Hülb. Am 4. Oktober 1931 führte er mit einem vom Verein selbstgebauten Segelflugzeug vom Typ 'Zögling', das auf den Namen 'Lengerich I' getauft wurde, den ersten Start auf dem ebenfalls in Eigenhilfe hergerichteten Gelände durch. Der Startplatz befand sich am Südhang des Teutoburger Waldes westlich des Landeskrankenhauses. Auf diesem Gelände wurde auch ein Hangar errichtet, dessen Fundamente heute noch neben dem Kammweg zu finden sind, Auf dem Bilde sehen wir den 'Zögling' vor dem Hangar.

74. Stolz posierten hier die 60 Sänger des MGV 'Eintracht' im Jahre 1927, denn da bliekten sie schon auf eine 75jährige Vereinsgeschichte zurück, Mit den anderen Lengericher Gesangvereinen sind sie ein nicht wegzudenkender Kulturträger unserer Stadt.

75. Feier zum 75jährigen Bestehen des Bürgerschützenvereins im Jahre 1910. Auf der Tribüne Ehrenjungfrauen und der Lengericher Amtmann Philipp Max Muermann. Im Vordergrund das Musikkorps des Infanterie-Regiments 78 aus Osnabrück. Diese Feierlichkeit fand auf dem Platz vor dem Rathaus statt. Im Haus hinter der Tribüne befand sich damals die Höhere Töchterschule. Heute ist es das altere Gebäude der Stadtsparkasse, das Eckgebäude zur Bergstraße hin.

76. In der Altstadt 12 führte Fräulein Charlotte Schrader eine Nähstube. Junge Mädchen aus der Stadt und vornehmlich aus den Bauerschaften meldeten sich zu Winterkursen an. Nachdem die Anfangsschwierigkeiten überwunden waren und die Nähte gerade gerieten, durften die Fortgeschrittenen die ersten Männerhemden nähen, die mit Biesen versehen wurden. Darauf folgten Nachtjacken für Frauen. Mit Spitzchen wurde nicht gespart. Den Abschluß bildeten meistens Waschkleider und Herndblusenkleider. So artig, wie die 'Wichter' auf diesem Bilde ausschauen, waren sie meistens nicht. Sie heekten manchen Schabernack aus.

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