Leutkirch in alten Ansichten Band 2

Leutkirch in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Emil Vogler
Gemeente
:   Leutkirch
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1361-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Leutkirch in alten Ansichten Band 2'

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URLAU O. A. Leutkirch (Al/gäu) aus der Vogelschau

69. Erste Station der Allgäubahn von Leutkirch nach Isny war Urlau. Eugen Felle hat die locker gebaute Ortschaft liebevoll festgehalten. Um die schon 879 erwähnte alte Kirche bildete sich der Ortskern, zu dem auch eine Brauerei gehörte. Die Höfe liegen verstreut im breiten Eschachtal, häufig mit Obstgärten, im Grünen. Die Grünlandwirtschaft hat den Ackerbau um 1900 bereits zurückgedrängt. Im Urlauer Tann, ursprünglich Bauernwald, hat sich inzwischen die 'Muna' eingenistet.

Totalansicht

Hand{un&: v, Jos. Be!e.

70. Im Jahre 1905 hat Felle auch Wuchzenhofen auf einer Postkarte festgehalten. 'Gruß aus Wuchzenhofen' steht auf dem Band unter der Totalansicht des Dorfes, das zu den Gemeinden der Freien auf Leutkircher Haid gehörte. In der 'Handlung', dem 'Gemischten Warengeschäft', konnte man die täglich benötigten Kleinigkeiten einkaufen. Das Dorf bietet um 1900 noch einen recht geschlossenen Eindruck. Vor 1914 verband eine Omnibuslinie Wuchzenhofen mit Leutkirch und Kempten.

HOFS, O.-A. t.eeëdreb

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71. Die alte Postkarte von Hofs verrät die Handschrift von Eugen Felle, allem nach einem begehrten Postkartenzeichner. Die hoch über dem Achtal gelegene Kirche gehört neben der Leutkircher Martinskirche zu den ganz frühen kirchlichen Mittelpunkten der Gegend. In der alten Siedlung haben um 1900 einige Höfe immer noch die flachen Landerndächer, die mit großen Holzschindeln, Landern genannt, gedeckt waren. Kirche, Pfarrhof und Handlung gehören, wie auf der Karte von Wuchzenhofen, für Felle zu den wichtigsten Häusern eines Dorfes! Für den Versand in alle Welt ist die Postkarte auf der Rückseite international beschriftet: Post card - Carte postale - Cartolina postale - Dopisnice Briefkaart!

.s:uftkurort Ottmannshojen i. Allgäu

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72. Das hochgelegene Ottmannshofen nennt sich auf der Postkarte stolz 'Luftkurort', Warum auch nicht? Es bietet gute Luft und dazu eine herrliche Aussicht auf die langgezogene Alpenkette. Die Höfe reihen sich an der Dorfstraße entlang. Andere sind bei der Vereinödung aus dem Dorf hinausgezogen. Am rechten Bildrand ist das Wahrzeichen von Ottmannshofen zu sehen, das Windrad, das damals Wasser für die Höfe hochpumpte. Es ist das einzige weit und breit - ein Zeichen, daß hier oben immer ein frischer Wind weht. Auch die Dampfziegelei Blank, die vor allem polnische Arbeiter beschäftigte, 1919 stillgelegt, ist hier noch zu sehen. Die Postkarte ist übrigens köstlich naiv gezeichnet.

Pfarrhof

Smul. und Rathaus

73. Die Postkarte von Herlazhofen ist ähnlich wie die von Ottmannshofen gezeichnet. Das Dorf zu Füßen der Kirche zeigt eine ziemlich geschlossene Siedlung. Etwas steif stehen sie da, die Höfe und die Kugelbäumchen, der Dorfplatz mit Kirche, Wirtschaft und Handlung, das Schul- und Rathaus und das in Wirklichkeit viel schönere Rokoko-Pfarrhaus des berühmten Baumeisters Specht. Auch die 1633 zur Abwendung von Unwettern erbaute Feldkapelle zu den Heiligen Johannes und Paulus kurz vor dem Dorf an der Straße nach Leutkirch gelegen, hat der Zeichner nicht vergessen.

Gruss aus

74. Ganz anders die Postkarte von Engerazhofen. Ein hübscher Rahmen im Jugendstil von 1900 umschließt sieben Bilder. Die drei von Engerazhofen sind nicht sehr beeindruckend. Ein Zeichner hätte wohl mehr daraus gemacht! Aber zum Dorf gehört auch die Kapelle La Salette, auf einer Anhöhe 1864 von Pfarrer Stegmaier erbaut, mit dem Gnadenbild 'Unserer lieben Frau' von La Salette (Südfrankreich), bis heute ein viel besuchter Andachtsort. Ein erratischer Block, auch Findling genannt, erinnert an die Gletscher der letzten Eiszeit, die unsere Landschaft geformt haben.

75. Zu den wichtigsten Gebäuden in all den Dörfern gehörten seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Molkereigebäude, meist auf genossenschaftlicher Grundlage erbaut. Unser Bild zeigt die Molkerei in Bettelhofen, Gemeinde Herfazhofen; ein Aquarell von M. Salenbauch, Leutkirch. Jeden Morgen und jeden Abend rollten die zweirädrigen Karren mit der großen Milchkanne an zur Ablieferung der Milch. Von den Einödhöfen war es oft ein weiter Weg. Man spannte darum oft einen Hund vor den Karren. Die Molke nahm man als Schweinefutter mit nach Hause. Heute sind die 'Käslokale' ausgeräumt. Das große Milchwerk in Adrazhofen ist an ihre Stelle getreten.

76. Als Abschluß des Spaziergangs durch vergangene Tage noch eine alte Postkarte von Schloß Zeil, das jetzt ja auch zur Großen Kreisstadt Leutkirch gehört. Die Fassaden des großen Viereckbaus sind noch recht nüchtern verputzt, ohne die malerischen Fensterumrahmungen, die heute das Schloß schmücken, Auch im Schloßgarten mit seinen alten Bäumen hat sich manches gewandelt. Der kleine Goldfischweiher mit dem Birkenholzbrückchen ist verschwunden. Aber immer noch ist das Schloß mit seinem herrlichen Park, von dem aus der Bliek über die weite Leutkircher Heide schweift, ein beliebtes Ausflugsziel,

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