Leutkirch in alten Ansichten Band 3

Leutkirch in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Emil Vogler
Gemeente
:   Leutkirch
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3067-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Leutkirch in alten Ansichten Band 3'

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29. An dieses Gebäude erinnert nur noch der 'Seelhausweg' beim Friedhof. Im Seelhaus wohnte der Totengräber, der auch 'Eschay' (das heißt Flurschütz) war. Er mußte auch durchreisende arme Leute aufnehmen, wenn sie krank waren. Das alte Fachwerkhaus wurde nach 1900 abgebrochen.

30. Recht friedlich sah es einst an der Wangener Straße aus. Frei ging der Bliek über lange Reihen von Heinzen zur Stadt mit ihren drei Türmen. Auf der Landstraße fährt nur ein Kütschlein. Man geht gemütlich spazieren im Schatten der Bäume, die die Straße begleiten. Welch ein Gegensatz zur heutigen B l8!

31. Das alte Haus sieht schon recht verlassen aus. Es ist die Moosmühle, bei der schon lange kein Mühlrad mehr klapperte. Sie gehörte zu den städtischen Mühlen, die nach und nach alle aufhörten. Zuletzt wohnte hier die Familie Schneider die, wie die Familien Schneider auf der Riedlesmühle, in Adrazhofen und auf dem Bartleshof, aus der Schweiz stammte. Das baufällige Haus wurde 1973 der Einfachheit halber 'abgebrannt'.

32. Wo war denn diese schattige Eschenallee?Sie führte von der Vogelhalde hinunter zum Balterazhofer Holz. Man nannte sie die 'Seufzerallee' . In ihrem Schatten spazierte wohl so manches Liebespärchen. Die alten Bäume hörten so manchen Liebesseufzer! Und als sie fallen mußten, ging wohl auch ein Seufzer durch sie!

33. Auch die alte Tanne beim Bierkeller draußen an der Straße nach Reichenhofen steht lange nicht mehr. 'Laustanne' nannte man sie. Bei ihr war einmal die Stelle des Gerichts der 'Freien auf Leutkircher Raid', bei dem über das Los (Laus = Los) so manches Bauern entschieden wurde.

Obere Vorstadt

34. Es ist Winter geworden. Die Straßen sind zugeschneit. Zu so einem richtigen Allgäuwinter gehörte der Bahnschlitten. Vier oder manchmal auch sechs Pferde holten ihn aus dem Sommerschlaf. Seine keilförmige Spitze schob den Schnee auf die beiden Seiten der Straße, wo sich richtige Schneewälle auftürmten.

35. Hei, wie die Schneeflocken vom Himmel wirbeln! Da freuen sich die Kinder. Die große Schwester schiebt ihr Brüderchen vergnügt durch das Schneegestöber. Das macht ihnen gar nichts aus. Der Kleine schmunzelt glücklich in seinem Hockerschlitten. Warme Hauben schützen die Ohren vor der Kälte.

cDangeflsClbe SladtllïrClhe beulkirClh.

Zur Erinnerunq en die EinriClbtung der HirClbenbeizung, Winter 1909 und zum GedäClbfnis der Stifter:

t :l'alius f(~btl. apotheke:-. t Christia.."1 Schaal. Fcbriltant. t Rlchcuod ncin3elmonn. Bpotheker. t Ef"'nst Johann aee WolH u. Frau geb. mendle%". t EmU mIltnoIIn, fabrikant in Stuttgart.

36. Auch ein Winterbi1d. Die im Winter recht unangenehm kalte Dreifaltigkeitskirche erhielt 1909 eine Kirchenheizung, ermöglicht durch großzügige Stiftungen. In der Ecke zwischen Kirche und dem Gasthof 'Linde' war das Häuschen für die Dampfheizung. Nun brauchte man im Gottesdienst nicht mehr zu frieren.

37. In der Kornhausstraße (früher Gerbergasse) vor der Mendlerschen Maschinenwerkstätte hat der Milchhändler Mayr gepfiffen. Und schon eilen die Hausfrauen herbei und lassen sich ihren Milchhafen füllen. Aus der großen Milchkanne zapft der Milchmann ihnen die frische Milch ab. So zieht er mit seinem Wägelein durch die Straßen. Dienst am Kunden!

38. Die wuchtigen Holzpfeiler die die Decke stützen kommen uns bekannt vor. Heute in der offenen Kornhaushalle standen sie vor 1965 in der von Mauern umschlossenen Halle. Der Sackkarren, die prall gefüllten Säcke erinnern daran, daß hier bis nach 1930 der Kornmarkt stattfand. Letzter Kornmeister war der 'Bock-Mayr'.

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