Lichtenau in alten Ansichten

Lichtenau in alten Ansichten

Auteur
:   Gerda Hruschka
Gemeente
:   Lichtenau
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3459-0
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lichtenau in alten Ansichten'

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20. Aus dem Jahre 1908 stammt diese Postkarte. Auf dem oberen Bild ist wieder die Festung zu sehen. Das Bild links unten zeigt den Marktplatz. Ganz links steht das Vorgängerhaus der heutigen Gewerbebank, Hindenburgplatz 6. Es war ursprünglich Gerichtshaus, wurde aber auch altes Pfleghaus genannt, weil eine Zeitlang der Pfleger darin wohnte. Als nach dem Dreißigjährigen Krieg 1648 endlich die Friedensglocken läuteten, wurden im Markt auch wieder die Häuser instandgesetzt. Es erstand wieder das Gerichtshaus mit schöner Fassade (Voluten) nach dem Marktplatz hin und dem Fachwerkgiebel auf der anderen Seite. Dem Haus wurde ein Türmchen mit welseher Haube aufgesetzt, in dem das Armesünderglöcklein hing. Bezogen wurde es 1750. Der Pranger, der vorher am Markt stand, wurde 1787 hierher versetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde dieses Haus abgerissen und ein fast identischer Bau auf dem gleichen Platz erstellt.Es zählt heute zu den schönsten Gebäuden am Marktplatz.

Neben dem Richterhaus steht das Haus Hindenburgplatz 4. Es wird 1808 als ganzes Bürgergut beschrieben und gehörte einem Joh. Gg. Eißner. Zur Zeit der Aufnahme hatte der Schmiedemeister Georg Hertlein seine Schmiede dort. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat Hertlein dieses Haus verkauft und sich vor dem Unteren Tor, An der Brücke 2, eine neue, größere Werkstätte gebaut. Georg Hertlein hatte die erste Autoreparaturwerkstätte in Lichtenau.

Das Haus rechts auf dem linken Bild gehörte 1808 einem Färbermeister . Auf dem Bild rechts unten ist das Obere Tor zu sehen, das 1861 an Michael Himmelseher verkauft wurde. In dem Kaufbrief sind alle Verpflichtungen eingetragen, die der Käufer zu übernehmen hatte: Garantierte Durchfahrt für Fußgänger und Fuhrwerke, Unterhaltung der Durchfahrt usw. Ausdrücklich wird vermerkt, daß die früher auf dem Torhaus Nr. 54 bestehende Servitut (Dienstbarkeit) der nächtlichen Torsperre aufgehört hat.

Das Auto vor dem Oberen Tor könnte vielleicht zu den ersten in Lichtenau zählen. In einer Aufstellung von 1911 werden bereits neun Autobesitzer in Lichtenau erwähnt.

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(jYii ttelfranken).

21. Die oberen beiden Bilder wurden bereits beschrieben. Das Bild links unten zeigt den Bliek auf das Anwesen Holzschuherstraße 2, das hier als altfränkisches Fachwerkhaus bezeichnet wird.

Bereits 1808 war auf dieses Haus ein Bäcker- und Braurecht eingetragen und Johann Heßler, der Bäckermeister, arbeitete darin. Eine Zeitlang war die Familie Müller auf dem Anwesen. Jetzt befindet es sich im Besitz der Familie Goetz. Im hinteren Teil befand sich bis nach dem Zweiten Weltkrieg eine kleine Limonadenfabrik. Der hohe Schlot ist der Backofenschlot. Auch heute noch verkauft der Bäcker Wilhelm Goetz in seinem Laden im Erdgeschoß Backwaren.

Nach dem Fachwerkhaus mit dem Giebel zum Betrachter steht das Gasthaus Stern und mit der Breitseite das Anwesen Holzmeier, das über dem Mühlbach errichtet war. Sehr gut ist die Bräuhausbrücke zu sehen. Das rechte Bild unten zeigt die Rückseite der Brauerei. Die heutige Wattenbacher Straße ist auf der Südseite noch nicht bebaut. In dem Vorbau mit dem Volutengiebel waren bis nach dem Zweiten Weltkrieg die Kupferkessel der Brauerei zu sehen. Ganz links hinter dem Baum ist das Obere Tor von der Rückseite her zu sehen.

Lichtenau bei Ansbach.

Marktplatz.

am Mühlbach.

5traf;]nstalt.

Brauerei K. Hauff.

22. Dies ist das Haus des Gärtners Johann Leidel um 1920, heute Badstraße 2. Er betrieb neben seiner Landwirtschaft noch eine Baumschule und einen Gemüsehandel. Außerdem verkaufte er eine bekannte mittelfränkische Spezialität: Beerenwein. Zunächst aus eigener Herstellung später von einer größeren Mosterei. Der Beerenwein hat sicher so manches Mal zur Freude der Burschen die Bäckchen der Mädchen gerötet und beiden mag oft erst beim Nachhausegehen die heimtückische Wirkung des süffigen Getränkes bewußt geworden sein. Ganz bestimmt hat er in der Laube, die später zwischen dem Anwesen Leidel und der Scheune Pfeiffer aufgestellt worden ist, für gute Stimmung gesorgt.

Die Kinder von Johann Leidel betreiben keine Landwirtschaft mehr, auch der Gemüseanbau und Vertrieb ist inzwischen eingestellt worden. Jeodch die Baumschule und die Weinstube sind geblieben. Dort, wo sich zur Zeit der Aufnahme noch Stall und Scheune befanden, ertönt heute jedes Wochenende flotte Tanzmusik und der Beerenwein hilft weiterhin zarte Bande knüpfen. J ohann Leidel war in der schweren Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg von 1945 bis 1959 Bürgermeister von Lichtenau.

23. Die Festung Lichtenau, ziemlich weit von Nürnberg entfernt und vollständig vom markgräflichen Gebiet umschlossen, benötigte in Zeiten der Not rasch eine Mannschaft, die sich auf das Waffenhandwerk verstand. Als nun das alte Schießhaus, das seit langen Zeiten in der Weiherwiese stand, baufällig und unbrauchbar geworden war und daher abgetragen werden mußte, war das Nürnberger Landpflegamt schnell bereit, für die seit alter Zeit bestehende Schützengesellschaft eine würdige Unterkunft zu schaffen.

Der damalige Pfleger in Lichtenau, Jakob Gustav von Imhof, ließ das Schießhaus 1747 auf dem Weiherwasen aus Sandstein erbauen und auch eine Wohnung für einen Pächter errichten; heute Anwesen Badstraße 4. Dieses auf Amtskosten erstellte ehemalige Schützenhaus besteht heute noch in der ursprünglichen Gestalt. Es ist ein zweigeschossiger Quadersteinbau mit Mansarddach und heute gemeindliches Eigentum, das Wohnzwecken dient. Über der Eingangstüre ist eine Marmortafel mit vielteiligem Wappen mit Spruchband und Trophäen und der Jahreszahl1747 eingelassen (siehe Bild).

Die Mitglieder des Nürnberger Landpflegamtes aus diesem Jahre, der Pfleger von Lichtenau und der KünstIer, haben sich hier ein Denkmal gesetzt. Kein geringerer als der Nürnberger Johann Martin Romsteck, hat diese sehr schöne, etwa 1 Quadratmeter große Bildtafel geschaffen. Unten ist das einfache Wappen des Pflegers Jakob Gustav von Imhof zu sehen. Links davon und im Uhrzeigersinn herum die Wappen der Herren des Landpflegamtes in Nürnberg: Hans Joachim Haller, Johann Christoph Imhof, Johann Carl Welser, Sigmund Christoph Harsdörfer und Sigmund Pfintzing. In der Mitte erblickt man das Pflegamtswappen von Lichtenau.

24. Das ist vielleicht die älteste Aufnahme in diesem Büchlein. Die Bäume rechts und links stehen vermutlich noch heute am Rande des Kuhberges, später in 'Prinzregent Luitpoldhain' umgetauft. Der geschotterte Weg im Vordergrund ist die heutige Bergstraße. Am Ende des Weges stehen einige Holzstöße. Die mächtige Linde dahinter schlug Anfang 1950 der Blitz ein. 1965 mußte sie gefällt werden. Rechts von der Linde wurde im Jahre 1952 für nur 32000 DM die katholische Kirche errichtet.

Bemerkenswert ist auch, daß die Weiherwiese noch vollständig unbebaut ist. Ungefähr in Bildmitte sind rechts neben dem Dach des Schießhauses, heute Badstraße 4, die Linden am Friedhofseingang erkennbar. Oberhalb der Krone der zweiten Linde ist das Schulhaus an der Ansbacher Straße zu sehen. Hinter dieser Schule hat die Gefangenenanstalt Anfang 1900 erst die Beamtenhäuser errichtet. Daraus ist zu schließen, daß die Aufnahme bereits um die Jahrhundertwende entstanden sein muß.

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