Lichtenau in alten Ansichten

Lichtenau in alten Ansichten

Auteur
:   Gerda Hruschka
Gemeente
:   Lichtenau
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3459-0
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lichtenau in alten Ansichten'

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25. Auf der Rückseite dieser Postkarte steht: 'Besucht das Familienbad Lichtenau. ' Die Entstehung des Bades verdankt Lichtenau dem Reichsarbeitsdienst. Als dieser am 1. September 1933 in der Festung Quartier bezog, machten sich Gruppenleitung und Gemeinde Gedanken über die Einsatzmöglichkeit der Arbeitswilligen. Sehr bald entstand die Idee für ein Schwimmbad und als Platz wurde die Wiese gegenüber dem Kellerhaus des Gärtners Leidel gewählt, wo es noch heute in der Sommerzeit zum Bade in den wohltemperierten Fluten einlädt. Am 27. April 1934 wurde offiziell vom Gemeinderat beschlossen, 'daß er gewillt sei, ein Schwimmbad zu errichten'. Nur 3 000 Reichsmark muß die Gemeinde zunächst für die Bauarbeiten aufnehmen. Sie vergibt die Beton- und Installationsarbeiten in Submission.

Die restlichen Arbeiten werden vom RAD ausgeführt. Respektvoll heißt es im Sitzungsbuch der Gemeinde: 'Als Anerkennung für die geleistete Arbeit beim Bad werden von der Gemeinde 72 RM bewilligt.' Das mag für ca. 200 Mann bescheiden klingen, jedoch war einmal der Arbeitsdienst Ehrendienst und zum anderen hatte diese Zahlung mehr Symbol-, denn materiellen Charakter. Der größere Lohn für die Arbeiter dürfte der gewesen sein, daß ihnen gestattet wurde, dreimal wöchentlich unentgeltlich in geschlossenen Kolonnen im Freibad zu baden.

26. Bei einer Aufzählung der öffentlichen Gebäude wird von Heinrich Holzschuher auch das im Jahre 1726 unweit des Hirtenhauses erbaute Fallmeisterhaus erwähnt. Zu ihm gehöre ein 'Wiesflecklein' und beides befinde sich im Gemeindeeigentum. Am 19. September 1865 verkauft die Gemeinde das Anwesen an den 49jährigen Thomas Krätzel, Sohn der Wasenmeisterseheleute Peter und Margaretha Krätzel aus Geyern. Damit wird Krätzel selbständiger Wasenmeister in Lichtenau. Von ihm geht der Besitz auf den Wasenmeister Johann Mathias Heller über, dem am 25. August 1887 das Bürger- und Heimatrecht in Lichtenau verliehen wird. Die Fallmeisterei wurde noch bis kurz vor dem Zweiten Weltkrieg auf dem Anwesen ausgebübt. Interessant ist auch, daß der Wasenmeister früher in Naturalien entlohnt wurde. Am 4. Juni 1915 beschließt der Gemeinderat, daß anstelle der bisherigen Naturalleistungen eine jährliche Pauschalsumme von 15 Mark aus der Gemeindekasse gezahlt werden soll. Außerdem soll der Wasenmeister pro Stück gefallenem Vieh 10 Mark erhalten, wenn das Fell beim Tierbesitzer bleibt.

Die Fotografie des Anwesens, heute Unterrottmannsdorfer Straße 5, entstand vor 1924. Sie zeigt den Wasenmeister Johann Mathias Heller mit seiner Ehefrau Kunigunda und der Tochter Marie, später verheiratete Bogner, und Ehalten (Dienstboten).

27. Versteht der Betrachter dieses Bildes etwas von der modernen Landwirtschaft, so wird er sich wundern, wie stark und strohig die Heuernte des Landeswirtes Bogner ausfällt, die er hier zusammen mit seinen Knechten einbringt. Es sei hier jedoch an eine alte Bauernregel erinnert, die besagt: 'Vor Johanni (24. Juni) heicht ma net (Heu) und vor Jakobi (25. Juli) schneit ma net (Getreide).' So wird verständlich, daß das Gras viel höher wachsen konnte, fast abgeblüht war und starke Halme entwickelte, bevor es geschnitten wurde. Diese Heuernte dürfte zwischen 1925 und 1930 auf der Wiese südlich des gemeindlichen Wohnhauses, Unterrottmannsdorfer Straße 3, stattgefunden haben. Damals waren im linken Teil des Gebäudes noch eine Scheune und ein Stall untergebracht und nur im vorderen Teil das Wohnhaus. Rechts auf dem Bild ist das Anwesen Dettke/Schmidtkunz zu sehen, das früher dem Elektromeister Lutz gehörte.

28. Bei einem Wohltätigkeitskonzert in Lichtenau am 22. August 1915, vermutlich zur Unterstützung der heimisehen Soldaten im Ersten Weltkrieg, wurde diese Ansichtskarte verkauft und mit einem Erinnerungsstempel versehen. Sie zeigt auf dem oberen Bild die Rückseite der Anwesen am Anfang des Rutzendorfer Weges. Links ist das Anwesen Kernstock zu sehen. Bevor das Haus von der Familie Kernstock erworben wurde, war darin für kurze Zeit der Kindergarten untergebracht.

Dann kommt das Walmdachhaus WörleinlLederer. Auf der rechten Seite des anschließenden Hauses KronbergerlBischof ist etwa in Fensterhöhe im Erdgeschoß die Straße Am Erch zu erkennen. Das nächste Mehrfamilienwohnhaus wurde 1905 von Wolfgang Moezer errichtet. Ungefähr in der Zeit von 1945 bis 1962 war im Erdgeschoß rechts die Gemeindeverwaltung untergebracht. Etwas zurückliegend sind die Dächer der Anwesen Gärtner/Ziegler, Purucker und Retsch sichtbar. Ganz rechts ist das Anwesen Leidel mit seinen Obstgärten zu sehen.

Im unteren Bildteil ist wieder die Festung dargestellt. Dem aufmerksamen Betrachter wird auffallen, daß in der Silhouette der Festung ein Turm erscheint (nach dem Fabrikkamin), der heute nicht mehr vorhanden ist. Der Turm stand in der Nähe der Schreinerei, und sein Verwendungszweck konnte nicht eindeutig geklärt werden.

Llchtenau bei Ansbach.

strafanstalt.

29. Ein idyllisches Bild am alten Wehr am Altwasserarm der Rezat. Damals war die Rezat noch fischreich. Die Ufer waren noch nicht begradigt und die Rezataue noch nicht verbaut. Auf der Wiese sind Leinentücher zum Bleichen aufgelegt und in genügend Abstand weiden die Kühe. Über das Wehr ging ein schmaler Holzsteg und daran anschließend ein Fußweg bis zu einem Steg über den Hauptfluß der Rezat bei der späteren Bäckerei Müller.

Das Wehr wurde im Rahmen der Arbeiten zur Rezatbegradigung 1977 abgebaut.

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