Lichtenau in alten Ansichten

Lichtenau in alten Ansichten

Auteur
:   Gerda Hruschka
Gemeente
:   Lichtenau
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3459-0
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lichtenau in alten Ansichten'

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30. Zweimal Bliek auf das Untere Tor. Im oberen Bild von Nordwesten her und im Bild unten links von Süden her.

Im oberen Bild von links nach rechts sieht man die Scheune, heutiges Anwesen Lutz, An der Brücke 1. Dann kommt das Waag- und alte Feuerwehrgerätehaus. Im Hintergrund die Anstaltskirche und die Festung. Etwa in der Mitte des Bildes das Untere Torhaus, ein zweigeschossiges Mansarddachhaus mit Tordurchfahrt unter einem Walmdach. Bezogen wurde es 1763. Holzschuher schreibt, daß der Torwart zugleich das Schlosserhandwerk betrieb. Danach kommt der Saalbau der Gastwirtschaft Schmidtkonz, heute Gasthaus 'Rotes Roß', von dem die Innenansicht auf dem Bild rechts unten festgehalten ist.

Die Vorderseite des Gasthofes Schmidtkonz ist links unten mit dem angrenzenden Unteren Tor zu sehen.

Gasthof Schrnidtkonz

31. Die seit Jahrhunderten bestehenden Brücke, die Vor- Vorgängerin der jetzigen Rezatbrücke, wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts schon beim Auftreten mittleren Hochwassers überflutet. In solchen Hochwasserzeiten, meist im Frühjahr und im Herbst, mußte der Lastenverkehr über die Brücke völlig eingestellt, und der Fußgängerverkehr konnte nur über den auf dem Bild gut sichtbaren Notsteg notdürftig erhalten werden. Im alten Markt am Südufer der Rezat befanden sich die Strafanstalt (in der Festung), die alte Schule mit den Klassen 6 und 7, sowie die meisten Kaufgeschäfte , während auf der gegenüberliegenden Nordseite eine kleine Siedlung, die Apotheke, die neue Schule mit den Klassen 1 bis 5, die Wohnhäuser der Beamten der Strafanstalt, das landwirtschaftliche Gut der Anstalt und vor allem die benachbarte Bahnlinie AnsbachNürnberg lagen.

Man kann sich leicht die spektakulären Situationen vorstellen, daß Lehrer auf der einen Seite des Flusses standen und die Schulkinder auf der anderen Seite. Oder daß das Aufsichtspersonal morgens nicht zur Wachablösung in die Burg konnte. Obwohl die Fotografie schon sehr unansehnlich ist, ist sie doch ein wichtiges Bilddokument. Ganz links sieht man die alte Brücke. Stolz reeken sich die Holzmasten der 1908 eingeführten Elektroversorgung in die Höhe. Dann kommt die langgezogene Scheune der Gemeinde und der Familie Schilling. Erst 1924 wurde auf dem Platz vor der Scheune die Turnhalle des Turn- und Sportvereins Lichtenau bezugsfertig.

Rechts neben der Schilling-Scheune steht ein niederer Schuppen und daran anschließend die Fachwerkscheune, die nach dem Zweiten Weltkrieg dem jetzigen Anwesen Lutz weichen mußte. Rechts vor der Scheune steht das alte Waag- und Feurwehrgerätehaus. Ganz rechts davon das Untere Tor. Im Hintergrund erhebt sich die Burg, etwa in Bildmitte ist die frühere Anstaltskirche zu sehen.

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32. Am 3. Dezember 1910 versammelten sich 33 Lichtenauer Bürger, darunter 22 Mitglieder des Radfahrervereins, in der Gastwirtschaft des Herrn Leuchs. Aus Ansbach war der damalige Vorsitzende des Turngaues, Herr Redakteur Weber, gekommen und referierte über die Turnsache. Es müssen wohl überzeugende Worte gewesen sein, die an diesem Abend gesproehen wurden, denn einstimmig faßten die Anwesenden den Beschluß, in Lichtenau einen Turnverein zu gründen.

Nach dem Ersten Weltkrieg beschloß nun dieser Verein, eine Turnhalle zu bauen. Im Jahre 1921 wurde der Grundstein dafür gelegt. Damit begann für die Vorstandschaft ein dornenreicher Weg. Fast drei Jahre zog sich die Fertigstellung hin. Nach schwerer Arbeit, Mühe und Sorge konnte endlich am 24. August 1924 die neue Turnhalle eingeweiht werden. Nahezu 200 Turner nahmen an den Wettkämpfen teil, die auf dem Festplatz am Kuhberg stattfanden.

In der überfüllten Turnhalle fand der Festakt statt. Der erste Vorstand, Herr Johann Häßlein, der sich mit großer Energie unter persönlichen Opfern maßgebend an dem Bau der Turnhalle beteiligt hatte, konnte in bewegten Worten seine Freude über das gelungene Werk kundtun.

Hier sehen wir die Ehrenjungfrauen vor dem Einzug in die Turnhalle.

33. Dieses Bild ist 1924 entstanden, als die TSV- Turnhalle eingeweiht werden sollte. Es zeigt die alte Rezatbrücke mit dem Fußgängernotsteg. Gewöhnt an den jetzigen, begradigten Verlauf der Rezat hat der Betrachter dieses Bildes zunächst Mühe, sich die Lage der alten Rezatbrücke vorzustellen. Die Rezat hatte damals noch die typischen Flußwindungen mit Ausuferungen, wie sie heute fast nur noch in der unverbauten Landschaft zu sehen sind. Die alte Brücke mußte deshalb dem Flußlauf angepaßt, waagrecht zum Unteren Tor gebaut werden. Heute gehen Straße und Brücke senkrecht zum Unteren Tor. Der damals noch unbefestigte Schotterweg führte direkt auf die Turnhalle zu, machte eine Rechtskurve, ging nahe am Feurwehrgerätehaus vorbei und führte dann durch das Untere Tor in den Marktflecken hinein oder über den 'Erch' am Markt außen herum.

Lichtenau bei Ansbach.

Turnhalle.

34. Als dieses Bild um 1900 entstand, mag das Wasser der Rezat noch nicht verunreinigt gewesen sein. Pfarrer Schneider schreibt, daß erst anfangs dieses Jahrhunderts ein massenhaftes Fischsterben in der Rezat einsetzte und den Fischereipächtem erheblicher Schaden zugefügt worden sei. Verursacht wurde das Fischsterben durch die einfließenden Abwässer der Oberlieger . Besonders im Sommer bei heißer Witterung verwandelte sich der Fluß in eine stinkende Brühe auf der weißer Schaum dahinschwamm. Bei Wind wurden die Wolken auf die anliegenden Wiesen oder in den Ort getrieben.

Seit nun Anfang 1970 die Großkläranlage Ansbach fertiggestellt ist und das Flußbett der Rezat gereinigt wurde, können wieder Fische im Fluß existieren. Heute stehen wieder Angler an der Rezat und fischen.

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