Lienen in alten Ansichten Band 1

Lienen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Friedrich Schmedt
Gemeente
:   Lienen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0794-5
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lienen in alten Ansichten Band 1'

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109. Musikbegeisterte junge Lienener gründeten 1920 ein Blasorchester unter der Leitung des späteren Amtsrentmeisters Brand. Hier haben sich die jungen Leute aufgestellt vor 'Körners Veranda', einem ehemaligen Gartenhaus hinter der Gastwirtschaft und Seilerei Körner nördlich des Schulplatzes. In diesem Heim fanden die Proben bis zum Jahre 1974 statt. Eine Reihe von Musikern auf diesem Bild sind heute noch, wenn auch meist passiv, Mitglieder des Musikvereins. Der Musikverein Lienen ist heute als Blasorchester weit über die Grenzen Lienens hinaus bekannt.

110. In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg spielte eine Kulturgruppe des 'Jungdeutschen Ordens' von Zeit zu Zeit im Gemeindehaus Theater. Diese Aufnahme wurde nach einer Vorstellung dieser Gruppe gemacht. Links oben steht Ludwig Liede, der 45 Jahre lang Lehrer an der einklassigen Schule in Holperdorp war und später mehrere Jahre hindurch Bürgermeister der Gemeinde Lienen. Der praktische Arzt Dr. Schneider (vierter von links, hintere Reihe) wohnte damals in der heutigen Apotheke.

111. Die Jungen und Mädchen aus dem Dorf und aus den Bauerschaften Lienens trugen bis zum Zweiten Weltkrieg und zum Teil auch noch danach oft Holzschuhe an den Füßen wie dieser Junge. Vor dem 1924 eingeweihten Gemeindehaus treibt er mit einem Stock einen Eisenreifen den Glandorfer Landweg entlang. Jacke und Hose sind hausgeschneidert. Lange, gestrickte Strümpfe bedeeken auch seine Knie. Seine Kleidung gleicht noch der, wie sie die Schüler 1910 trugen. Das hohe Kirchendach im Hintergrund links und in der Bildmitte das Dach des 'Hohen Hauses' ragen über die anderen Bürgerhäuser hervor. Das langgestreckte hohe Dach rechts gehört zur Kriege'schen Mühle.

112. Daß fast alle Schüler bis zum Alter von zehn oder zwölf Jahren ihre schriftlichen Arbeiten in der Schule und auch die Schularbeiten zu Hause auf der Schiefertafel mit einem Griffel schrieben, ist heute kaum noch vorstellbar. Ab etwa 1955-1960 verschwand die Schiefertafel, und schon die früher 'I-Männchen' genarmten Lemanfänger benutzten nur noch Hefte zum Schreiben. Hier sitzen zwei Kinder bei den Schularbeiten.

113. Schulbilder waren vor dem Ersten Weltkrieg noch eine Seltenheit. Man war auf reisende Fotografen angewiesen, die von Zeit zu Zeit ihre Dienste anboten. Hier handelt es sich um die Unterstufe der Dorfschule Lienen, die von der Lehrerin Fräulein Allerdisse betreut wurde. Sie kam 1907 als junge Lehrerin nach Lienen an die Dorfschule.

114. Hinter der alten Dorfschule haben sich am 25. März 1925 sich die Schüler und Schülerinnen mit ihren Lehrern aufgestellt zum Gruppenbild. Während die Unterstufe weiterhin von Fräulein Allerdisse geführt wurde (links), betreute Lehrer Schnabel (Mitte) die Mittelstufe und Hauptlehrer Schächter (rechts) die Oberstufe. Interessant ist der Hintergrund mit dem alten Haus der Gastwirtschaft und Seilerei Körner (links), einem Heuerhaus von Ibershoff (Mitte) in der sogenannten 'Türkei' an der 'Schiebestraute' , dem ehemaligen Haus der Küster- und Lehrerfamilie Brewe (Brockmeyer), und dem Küsterhaus der evangelischen Kirchengemeinde Lienen mit großem Dielentor (rechts).

115. Die Vorfahren des Gastwirts und Bäckermeisters Heinrich Schulte am Ki:rchplatz stammten aus Ladbergen. Hier wurde diese Aufnahme am 25. Oktober 1879 anläßlich der goldenen Hochzeit seiner Ahnen gemacht. Da der Fotograf wohl damals noch nicht alle Personen auf einmal auf das Bild bringen konnte, ist das vorliegende aus zwei Teilen zusammengesetzt. Im Originalfoto ist der Schnitt genau zu sehen und verläuft an der Dielentür entlang links von der 'goldenen Braut', Die Gesamtaufnahme wurde also aus zwei Bildern zusammengeklebt.

116. Nach dem Ersten Weltkrieg, in dem zwei Millionen Deutsche ihr Leben lassen mußten, wurden in vielen Gemeinden und Bauerschaften Ehrentafeln mit den Bildern und Namen der Kriegsteilnehmer und der Gefallenen angefertigt. Diese Tafel gehört der Bauerschaft Holzhausen zwischen Lienen und Kattenvenne. In der Mitte sind Bild, Namen und Todestag der gefallenen Einwohner Holzhausens in einem Eisernen Kreuz zusammengefaßt. Es waren allein 30 Männer aus dieser Bauerschaft, die nicht aus dem Ersten Weltkrieg zurückkamen.

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