Lienen in alten Ansichten Band 1

Lienen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Friedrich Schmedt
Gemeente
:   Lienen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0794-5
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lienen in alten Ansichten Band 1'

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9. Die Lienener Dorfstraße war nach Anlegen einer ersten Kanalisation im Jahre 1908 neu befestigt und mit Bürgersteigen versehen worden. Das war für ein Dorf eine besondere Errungenschaft. Der damalige Amtmann Becker sorgte auch dafür, daß die Düngerhaufen an der Straße verschwanden oder zum mindesten ordentlich aufgeschichtet wurden. Eine private Versorgung mit elektrischem Licht wurde 1908 angelegt. Das brachte dem Dorf die Bezeichnung ein: 'Lienen, das Dorf mit städtischem Charakter.' Eine gepf1asterte Dorfstraße, Bürgersteige, Kanalisation und sogar elektrisches Licht fand man vor dem Ersten Weltkrieg in einem Dorf sonst kaum.

10. Gegenüber dem zweistöckigen Kriege'schen (später Schomberg'schen) Haus neben der Apotheke lag an der Dorfstraße die alte Gastwirtschaft Strübben-Fletemeyer. Hier halten die Nachbarn Schomberg und Groneweg mit der Wirtsfamilie einen Dämmerschoppen. Das Haus erhielt noch vor dem Ersten Weltkrieg ein anderes Aussehen, denn es wurde zweistöckig aufgeführt. Rechts neben dem Haus erscheint die Lenzing'sche Scheune, die mit dem Haus Fletemeyer um 1965 abgebrochen wurde. Einige Jahre vorher wurde auch der Betrieb der Gastwirtschaft Fletemeyer in das Haus der ehemaligen Gastwirtschaft Determann (heute 'Jägerhof') verlegt.

Lienen i. W.

11. Links an der Dorfstraße hinter dem zweistöckigen Gebäude ist eine hohe Mauer zu erkennen und dahinter ein kleines Giebelhaus. Hier stehen heute die Kreissparkasse und das Haus von Tischlermeister Bendrig. Nach 1945 war in diesem kleinen Haus das Fleischergeschäft Dölling untergebracht, während in der Metger'schen Scheune (ganz hinten links) der erste Laden der Fleischerei Friedrich Meyer Platz gefunden hatte. Der Postkarren und die zwei Briefträger vor der alten Gastwirtschaft Fletemeyer deuten darauf hin, daß hier etwa 20 Jahre lang die Lienener Post untergebracht war.

12. Die Dorfstraße in Lienen zwischen dem zweistöckigen Haus des Gerbers Schorriberg und der ehernaligen Gastwirtschaft Fletemeyer. Hier war vor dem Ersten Weltkrieg etwa ab 1900 auch die Post untergebracht. Verwalter der Poststelle war der damalige Wirt Fletemeyer. 1925 wurde die Post in das westlich angrenzende Haus ('Gronewegs Hus') verlegt, das von Hauptlehrer Schächter bewohnt wurde. Im Nebengebäude dieses Hauses wurde eine kleine Poststelle eingerichtet. Auf dem Vorflur befand sich das öffentliche Telefon. Eine Kabine dafür gab es nicht. 1959 zog die Post in erweiterte Räume neben der Ratsschänke Metger um.

13. Die Dorfstraße Lienen verengt sich auch heute noch nach Osten zu, zwischen den Häusern Achelpohl und Schallenberg (Gersie) sowie Niederhellmann auf der nördlichen Seite. Alle Dorfbewohner hielten Vieh, auch wenn sie Handwerker, Geschäftsleute oder auch Pfarrer und Amtmann waren. Links vorn hinter der Mauer liegt der Schweinehof des Hauses Anstreicher Schallenberg.

14. Bliek über den Diekesdamm in östlicher Richtung auf die evangelische Kirche, um 1910. Das rechts gelegene Haus 'Dölling am Diekesdamm' soll jetzt zum 'Haus des Gastes' umgebaut werden. Lichtmasten wie hier, die aufvielen Bildern aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg erscheinen, deuten an, daß es in Lienen schon vor 1910 eine private Elektrizitätsversorgung (des Kaufmanns Hermann Kriege) gab, die schließlich fast das ganze Dorf und auch umliegende Bauernhöfe rnit Strom versorgte. Man erzeugte den Strom mit Hilfe einer Dampfmaschine und von Generatoren. Wenn das Lichtnetz überlastet war, flackerten die schwachen Glühbirnen. Dann sagten die Lienener: 'Hermann wippket!'

15. Das Bild zeigt die Dorfstraße im alten Zustand um 1905, bevor 1907 Kanalisation und Bürgersteige angelegt wurden. Die Brücke über den Lienener Mühlenbach, der aus dem Dorfteich kommt, wurde zur Regierungszeit Friedrichs des Großen mit finanzieller Unterstützung durch ihn gebaut. Das in Sandsteinquadern eingemeißelte Signum des Preußenkönigs 'F.R.' mit Königskrone und Jahreszahl 1772 ist heute in der Mauer des alten Hauses StaggemeierjBusiek ('Alter Gasthof') eingemauert. Weil die Brücke nach Verrohrung des Mühlenbachs verschwunden ist, mußte das Signum etwa 15 Meter versetzt werden.

16. Das alte Dorf Lienen entstand rund um den Kirchenhügel inmitten eines sonst sumpfigen Geländes. Darum schmiegen sich die Vorderfronten der Häuser der Rundung des Hügels an. Hier an der Südseite des Kirchplatzes liegen die Häuser, die mit der Rückseite der Dorfstraße zugewandt sind. Es sind (von links) die Häuser des Uhrmachers Niederhellmann, des Anstreichers Schallenberg (jetzt Gersie), das Treppenhaus Kriege, Textilgeschäft und Gastwirtschaft Lenzing, das Haus des Briefträgers Meiners und das Haus der Bäckerei Schulte (Querdach).

17. Der Uhrmachermeister August Niederhellmann baute 1907 einen neuen, repräsentativen Giebel vor sein Wohn- und Geschäftshaus am Lienener Kirchp1atz. Der in Renaissancemanier geschmückte Giebel wurde nach dem Zweiten Weltkrieg vereinfacht. Das Uhrmachergeschäft wurde von seinem Sohn Robert Niederhellmann bis etwa zum Jahre 1965 weitergeführt.

18. Da die Kirche mit dem sie umgebenden Kirchplatz, dem früheren Friedhof, auf einem Hügel liegt, muß man von der Dorfstraße her einige Treppenstufen ersteigen. Zwischen dem Haus Kriege (links), dem sogenannten 'Treppenhus', und dem Haus Schallenberg rechts (heute Gersie) wurde eine Treppe gebaut, die manchmal als 'Stapenhorst Treppe' bezeichnet wird. Vorn rechts erkennt man das alte Haus Achelpohl mit der malerischen, wahrscheinlich vom Schlossermeister Achelpohl selbst gefertigten Straßenlaterne. Die Petroleumlampe wurde vom Lienener Nachtwächter angezündet.

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