Lienen in alten Ansichten Band 1

Lienen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Friedrich Schmedt
Gemeente
:   Lienen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0794-5
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lienen in alten Ansichten Band 1'

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19. Der Weg nördlich der evangelischen Kirche führte ursprünglich nicht wieder auf die Dorfstraße zurück, sondern endete westlich der Kirche an den Häusern Hullmann und Dölling, Nur ein Fußweg, der auf einer schmalen Brücke an der Dorfmühle vorbeiführte, hielt die Verbindung mit dem westlichen Dorfteil aufrecht. Die Lienener nannten die Dorfmühle die 'Pütkemühle", Wahrscheinlich ist das eine Lautmalerei, die das Klappern des Wasserrades nachmachen sollte. Das Fachwerkhaus ist 'Haus Hullmann am Teich'. Links im Hintergrund erscheint die große Dielentür von Haus 'Dölling am Diekesdamm'. Die Aufnahme entstand etwa 1925.

20. Wie malerisch die alten Lienener Bürgerhäuser waren, läßt dieses um 1900 entstandene Foto des alten Hauses von Schneidermeister Gerlemann erkennen. Der Anbau links steht heute noch in der gleichen Art neben dem mehrere Male urngebauten Haus. Das Haus Gerlemann gehörte ursprünglich zur Bierbrauerei Voß gegenüber und diente als Brauhaus. Hier wurde 'Liekenbeer' (Dünnbier für Beerdigungen) und auch für Richtfeste, Hochzeiten und so weiter gebraut.

21. Bliek von Osten auf das alte, zweistöckige Fachwerkhaus neben dem Pastoratsgarten, dessen Begrenzungsmauer rechts vorn zu sehen ist. Wie dieses Haus hatten fast alle Ackerbürgerhäuser im Dorf eine große Dielentür mit Diele und Stallungen im Innern des Hauses. Alle Dorfbewohner, auch der Pastor und der Amtmann, betrieben eine Landwirtschaft. Erst um 1960 gaben die letzten Lienener Geschäftsleute ihre Viehhaltung und die Bewirtschaftung der Äcker auf. Die rechts angebaute Scheune enthielt wahrscheinlich Schweineställe. Das Bild ist im Jahre 1925 entstanden.

22. Das Haus des Bäckermeisters August F1etemeyer am Kirchp1atz brannte 1913 ab und wurde daraufhin 1914 neu errichtet. Bis dahin waren Bäckerei und Lebensmittelgeschäft gegenüber in dem alten Vogtshaus am Kirchp1atz (Pellemeyer) untergebracht. Die geschnittenen kurzen Brennholzenden (Pümpel) sind wahrscheinlich für den Ofen der Bäckerei bestimmt. Im Hintergrund rechts ist das neue Haus Dölling an der Bahnhofstraße zu sehen.

23. Das Haus Niendieker im Hintergrund wurde 1923-1924 abgebrochen. An seiner Stelle entstand das Haus Dölling, In dem Neubau wurde am Heiligabend morgens im Keller nach weiterem Sand für die Maurerarbeiten gegraben. Dabei gab eine Mauer nach, die schon das Dachgebälk trug. Das Dach stürzte ein. Die Lienener Feuerwehr wurde alarmiert und mußte rettend eingreifen. Rechts der Wirtschaftsteil des 'Hohen Hauses', links die 1914 neu errichtete Bäckerei Fletemeyer.

24. Auf den beiden vorigen Bildern erscheint dieses Haus ebenfalls, davon einmal als Altbau. Das alte Haus an dieser Stelle gehörte den Familien Niendieker und später Christoffer. Im linken Teil des Hauses hatte der Hausbesitzer Dölling seine Tischlerwerkstatt untergebracht. Die rechte Haushälfte beherbergte einen Friseurbetrieb. Heute liegt hier eine Altentagesstätte der Arbeiterwohlfahrt (A WO).

25. Von der Dorfstraße aus führte die Bahnhofstraße (heute Holperdorper Straße) nach Norden zum kleinen Bahnhof der 1901 eingeweihten Teutoburger-Wald-Eisenbahn (TWE). Nördlich des Hauses Dölling lag die Schmiede Bergjohann. Hier klang noch bis in die Zeit kurz nach dem Zweiten Weltkrieg der Schmiedehammer. Im Hintergrund rechts ist das 1914 errichtete Haus für den zweiten Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde zu erkennen.

26. Das 'Hohe Haus', ein ehemals gräflich tecklenburgischer Besitz, hatte von jeher eine besondere Funktion als das Wohnhaus der Kaufmannsfamilie Kriege in Lienen. Das 'Hohe Haus' ist das höchste und größte und außerordentlich gut proportionierte Haus im Dorf Lienen. Es wird zur Zeit renoviert, nachdem es lange Zeit leergestanden hat. Das Fachwerkhaus rechts vor dem Haus Kriege enthielt früher die landwirtschaftlichen Einrichtungen, auf die auch eine reiche Kaufmannsfamilie in Lienen nicht verzichten konnte und wollte. Im Fachwerkhaus links war die Dorfpolizeistation untergebracht.

27. Vom Kirchp1atz her war das 'Hohe Haus' um die Jahrhundertwende fast ganz von Bäumen verdeckt. Die alte Kirchhofsmauer (rechts) und die Einfriedigung des Schweinehofs der alten Bäckerei Fletemeyer (links) begrenzen den Weg nördlich der Kirche. Ehemals stand ein Jagdhaus des Grafen von Teck1enburg an dieser Stelle. Von etwa 1770 bis 1970 war das Haus im Besitz der Kaufmannsfamilie Kriege. Die Krieges kauften von den Bauern hergestelltes Leinen auf und brachten es fuhrenweise zur gräflichen, später königlichen Legge (Leinenprüfanstalt) in Teck1enburg. In den Jahren 1831-1832 war im 'Hohen Haus' eine eigene Legge untergebracht.

28. Die Bewohner des Hohen Hauses am Kirchplatz nahmen im Dorf Lienen der Jahrhundertwende und lange vorher eine besondere Stellung ein, weil sie durch Leinenhandel reich geworden waren. Sieben Brüder Kriege sind hier, am 27. Mai 1896, wahrscheinlich anläßlich einer Farnilienfeier, zusammengekommen. Von links nach rechts: Pastor Wilhelm Kriege zu Lienen, Karl Kriege, Jacob Kriege zu Bentheim, Kaufmann Rudolf Kriege, Pastor Julius Kriege zu Ladbergen, der Geheime Justizrat Kriege und Georg Kriege zu Lienen.

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