Lienen in alten Ansichten Band 1

Lienen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Friedrich Schmedt
Gemeente
:   Lienen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0794-5
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lienen in alten Ansichten Band 1'

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29. Der Kirchplatz und vor allem der freie Platz östlich der evangelischen Kirche waren ein beliebter Spielplatz für alle Kinder aus den ringsum liegenden Bürgerhäusern. Hier stellen sie sich um 1920 auf der Freitreppe des 'Hohen Hauses' dem Fotografen.

30. Dieses Haus liegt am westlichen Dorfeingang. Um die lahrhundertwende betrieb der Textilkaufmann Hußmann hier ein Ladengeschaft. Die sonntäglich gekleideten Herren mit Strohhut ergehen sich im gepflegten Ziergarten des Hauses. Die lange Pfeife war damals üblich, eine kurze 'Mutzpfeife' noch selten. Die Schiebefenster oben und unten links waren ehemals üblich anstelle der Fenster mit nach außen zu öffnenden Flügeln, Man nannte sie 'holländische Fenster'.

31. Im Amtshaus, dem Gebäude der heutigen Gemeindeverwaltung, waren bis zum Zweiten Weltkrieg nur wenige Räume von der Verwaltung besetzt. Die übrigen Zimmer dienten als Dienstwohnung für den Leiter der Verwaltung, den Lienener Amtmann. Seit dem 14. Juni 1919 bis zum Jahre 1932 war Amtmann Hagedorn Leiter der Lienener Verwaltung. Der Garten des Amtshauses reichte damals bis zur nördlichen Friedhofshecke. Das Gelände der heutigen Grundschule gehörte mit dazu. Eine Laube aus dem ehemaligen Amtsgarten steht heute noch auf dem Schulhof der Grundschule.

32. Das Pastor-Kriegen-Haus mit dem Mansardendach wurde wahrscheinlich 1843 errichtet. Es wurde bis 1900 von Pastor Wilhelm Kriege und ab 1906 für einige Jahre von Pastor Neuhaus bewohnt. In der Zwischenzeit wurde dort zuweilen nach dem Gottesdienst am Sonntag zur Musik einer Ziehharmonika getanzt. Daher erhielt das Haus den Beinamen 'In de Wippen'. Ob die Balken der Geschoßdecke beim Tanzen gewippt haben? 1941 ging das Haus an den Uhrmachermeister Niemann über. Das links angrenzende Fachwerkhaus wurde von den Lienenern oft als 'In 'n Neust' bezeichnet. Der Abort (dat 'Hüsken') ist zum Garten hin angebaut. Rechts liegt die Mühle Kriege. Die Aufnahme ist etwa 1900 entstanden.

33. Das einstöckige Gasthaus liegt im Schatten der Linden, die ein lauschiges Plätzchen für die Familienkaffeetafel im Grünen schaffen. Die Männer links zeigen stolz ihre Fahrräder, die damals noch recht selten waren. Es handelt sich um die Gastwirtschaft und Seilerei Körner am Thieplatz, hinter der alten Schule, heute 'Westfälischer Hof'. Der Weg rechts führt zur sogenannten 'Schiebestraute'.

34. Bliek vom Schulplatz auf das 'Hohe Haus' und die links daneben liegende ehernalige 'Vogtey Lienen', in der früher einmal der Amtmann als Leiter der Verwaltung Lienens gewohnt hat. Um die Jahrhundertwende diente das Haus als Wohnung für den zweiten Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Lienen. Hart am linken Bildrand ist die Dienstwohnung des Ortspolizisten zu erkennen. Im Nebengebäude waren auch zwei Arrestzellen untergebracht.

35. Dieses etwa um 1935 abgebrochene Fachwerkhaus stand nahe dem Schu1platz, hart an der Iburger Straße, die auf dem Bild links an dem Haus vorbeiführt, Zuletzt wohnte der Lienener Briefträger Ernst Gersie darin, der nach seiner Pensionierung in Lienen Dienst tat als Nachtwächter. Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges ging Ernst Gersie nachts seine Runden und ließ während der vollen Stunden sein Signalhorn erklingen. Links im Hintergrund ist Haus Lübbermann an der Iburger Straße zu erkennen.

36. Vor der Gaststätte 'Zur Post' (früher Henschen/Baumkamp), die links vorn außerhalb des Bildes liegt, haben sich Lienener Kinder im Sonntagsstaat getroffen. Das schöne Fachwerkhaus der Kriege'schen Mühle und der Mansardengiebel des alten Pastor-Kriegen-Hauses (heute Chemische Reinigung Keuenhof) erscheinen hinter den hohen Bäumen, unter denen auch eine Platane ist.

37. Bliek vom Kirchendach nach Südosten, um 1928. Im Vordergrund links die Dächer und Giebel der Häuser Niederhellmann und Schallenberg (heute Gersie) am Kirchplatz und dahinter das alte Haus Achelpohl. Der Weg zur Kirchplatztreppe ist zu erkennen und rechts davon 'dat Treppenhus' Kriege. Die Apotheke und das Haus Achelpohlliegen südlich der Dorfstraße, und weit dahinter sehen wir das 1924 eingeweihte evangelische Gemeindehaus. Die gesamte links hinten erscheinende offene Ackerfläche ist heute bebaut.

38. Über das Pastorenhaus nördlich der evangelischen Kirche geht der Bliek zu den Höfen Ibershoff und Pellemeyer. Jenseits der mit Bäumen bepflanzten Holperdorper Straße (hinten rechts) ist der Bahnkörper der TWE zu erkennen und ganz hinten der Hof Grundmann. Durch den Acker rechts des Hofes Ibershoff zieht sich ein weißer Streifen. Er gibt den Verlauf der alten Straße zu diesen Höfen an, die 'Pellenstraute' und am Ortsausgang auch 'Bömkerstraute' genannt wurde. Bömker war der Vorgänger des Schmiedes Bergjohann.

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