Lienen in alten Ansichten Band 1

Lienen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Friedrich Schmedt
Gemeente
:   Lienen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0794-5
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lienen in alten Ansichten Band 1'

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Schulplatz

39. Die erste Lienener Dorfschule stand auf dem Kirchp1atz östlich der Kirche. 1816 wurde die hier zu sehende alte Dorfschule errichtet, die in den Jahren 1819 und 1839 erweitert wurde. Sie stand ungünstig an der Kreuzung der Dorfstraße, der Iburger Straße und der Holperdorper Straße. Der Schulhof lag mehr oder weniger auf der Straße. Die Lehrerin auf diesem Bild ist Fräulein Allerdisse, die 1907 nach Lienen kam und bis 1953 ununterbrochen an der Dorfschule beschäftigt war. Sie wurde im Dezember 1977 in körperlicher und geistiger Frische 90 Jahre alt. Das Bild wurde um 1910 aufgenommen.

40. Das Schulgebäude enthielt drei Klassenräume und einen Katechumenenraum im Dachgeschoß. Die alte Dorfpumpe im Vordergrund war durch einen Holzkasten verkleidet, der im Winter mit Stroh ausgefüllt wurde, damit die Pumpe nicht einfror. Sie diente auch den Anliegern des Schulplatzes (heute Thieplatz) als Wasserstelle. Der große Brunnen unter der Pumpe ist heute noch erhalten als Löschwasserstelle für die Feuerwehr.

41. Besonders strenge Winter mit viel Schnee und Kälte soll es früher gegeben haben, wie die ältere Generation berichtet. Statt eines Wagens benutzte man daher irn Winter einen großen Schlitten. Dieses Gespann hält um 1900 auf der Bahnhofstraße vor der Dorfschule. Links im Bild erscheint das landwirtschaftlich genutzte Nebengebäude des 'Hohen Hauses' und rechts daneben die heute noch nördlich sich anschließende Scheune dieser Besitzung. Sie wurde zu einem Wohnhaus umgebaut. Der Fachwerkgiebel in der Bildmitte gehört zur Schmiede Bergjoharm an der Bahnhofstraße.

42. Nordöstlich der alten Dorfschule bog das 'Schiewepättken' zwischen den Häusern im Vordergrund ab. Die dort liegenden Häuser nannte man 'in de Türkei'. Der Begriff soll auf einen Fastnachtsscherz eines dort wohnenden Einwohners zurückgehen, der verwegenerweise auf einem Lienener Kappenfest als 'Türke' mit einem Fez auftrat. Links liegt die Gaststätte Körner, rechts das alte 'Küster-Brewen-Haus', Die Brewes waren zwei Generationen lang Lehrer an der Dorfschule Lienen. In der Mitte erscheint ein Heuerhaus des Hofes Ibershof. Die Aufnahme wurde um 1925 gemacht.

43. Die Dorfschule auf einem 'Timpen' an der Abzweigung der Iburger Straße von der Dorfstraße und der Bahnhofstraße wurde 1816 zum Teil mit Hilfe des Bauholzes vom damals abgebrochenen adeligen Gut Haus Kirstapel errichtet. Sie wurde mehrere Male erweitert. 1939 wurde die Schule von hier verlegt. Der Unterricht fand seit der Zeit im neuen Gebäude der heutigen Grundschule statt. Das Gebäude wurde 1964 abgebrochen, nachdem es 25 Jahre lang nichtschulischen Zwecken gedient hatte.

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44. Vor dem Ersten Weltkrieg erstreckte sich der Lienener Friedhof zwischen der Hecke südlich des Amtsgartens und einem alten, mit Rotdorn bepflanzten Weg, der etwa in Ost-West-Richtung nördlich der heutigen Friedhofskapelle verlief. Südlich davon lagen Äcker und Gärten, wie diese 'Totalansicht' zeigt. Die Holzhütte rechts im Bild , nahe der damaligen Glandorfer Straße, nahm Bohlen, Stützen und Planken aus dem Zeltverleih der Gastwirte Baumkamp und F1etemeyer auf. Die Konditorei und Schenkwirtschaft von E. Schulte am Kirchp1atz wird uns hier, um 1910, von der Kirchplatzseite her gezeigt.

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45. Der Gasthof Determann war vor dem Ersten Weltkrieg ein gut gehendes Haus mit Fremdenzimmern. Dazu gehörten auch ein Saal und eine Kegelbahn. Das Haus wurde vor dem Ersten Weltkrieg im rechten Teil zweistöckig erneuert. Der linke Flügel samt links daneben liegender Scheune sind heute noch vorhanden. Das Gebäude rechts im Bild hinter der Fahnenstange gehörte zur Determann'schen Kegelbahn. Im Hintergrund erscheint ein Fachwerkhaus am Dorfteich, das um 1970 abgebrochen wurde.

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46. Schon bevor der Gastwirt Determann 1926 starb, hatte er sein Haus an die Betheler Anstalten in Bielefe1d vermacht, die um 1925 hier ein 'Volkshochschulheirn' einrichteten zur Weiterbildung der ländlichen Jugend. Vor dem Zweiten Weltkrieg schon dierite das Haus als Altersheim der Bodelschwingh'schen Anstalten, bis es 1956 verkauft wurde und der Gastwirt F1etemeyer später hierher seine Gastwirtschaft verlegte. Das dahinter liegende Gelände, das zum Anwesen Determann gehört hatte, wurde von der Gemeinde Lienen angekauft und zur Besiedlung freigegeben,

47. Im Südosten des Kirchplatzes lag das lang gestreckte Gebäude der Bäckerei und Gastwirtschaft Friedrich König. Die eine Seite zeigte zum Kirchplatz (auf dem kleinen Bild links oben) und die andere Seite zur Dorfstraße. Da diese drei Meter tiefer verläuft, führte hier eine hohe Außentreppe zu den Geschäftsräumen. Der von den Lienenern später manchmal scherzhaft 'Bennoturm' genannte Turm gab dem ganzen Bild eine verspielte Note. Das Haus wurde 1968 abgerissen und durch einen Neubau des Elektromeisters Mindrup ersetzt.

48. Neben der 'Totalansicht' Lienens von Süden her zeigt uns die Postkarte das Amtshaus, die heutige Gemeindeverwaltung, sowie das alte Kriegerdenkmal und Häuser rund um den Schulplatz der alten Schule. Das Gasthaus 'Zur Post' war bis zur Eröffnung der Teutoburger-Wa1d-Eisenbahn (TWE) im Jahre 1901 Stützpunkt der Postkutsche von Lienen nach Lengerich und zurück.

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