Lienen in alten Ansichten Band 1

Lienen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Friedrich Schmedt
Gemeente
:   Lienen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0794-5
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lienen in alten Ansichten Band 1'

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Gruss ous lilenen i. W.

49. Die Lienener evangelische Kirche erhebt sich auf einem Kirchenhügel inmitten des Dorfes. Wegen der sie urngebenden Linden ist sie nur in den Wintermonaten ganz zu sehen, weil das Laub sonst das Gebäude verdeckt. Das Haus von August Tiemann (Manufakturwaren, Kurz- und Spielwaren) stand bis zum Januar 1961 zwischen den Häusern Schuhmachermeister Decker (heute Rottmann) und Hußmann (Stahlschmidt) hart an der alten Dorfstraße. Zuletzt wohnte darin der Satt1ermeister Konrad Bernsdorf.

50. Der Lienener Dorfteich wurde vor Jahrhunderten durch einen südlich des Teichs verlaufenden Damm, den 'Diekesdamm', aufgestaut. Das Wasser trieb die schon im 17. Jahrhundert erwähnte, damals 'Sürkenmüh1e' genannte Mühle, die seit dem 18. Jahrhundert dem Kaufmann Hermann Kriege gehörte. Sie wurde bis 1913, zuletzt als Perlmühle (Grießmühle) und Schellgerstenmühle (Graupenmühle) betrieben. Bei den Lienenern hieß sie 'Pütkernühle'. Rechts das Haus Staggerneier, heute 'Altes Gasthaus'.

51. In dem bis 1900 etwa als Scheune und zum Teil als Kornlager genutzten Fachwerkgebäude an der Dorfstraße zwischen der Gastwirtschaft 'Zur Post' und dem PastorKriegen-Haus wurde kurz vor dem Ersten Weltkrieg eine Mühle eingerichtet, die von einem Motor getrieben wurde. Der Mahlbetrieb in der Windmühle westlich Lienens war damit zu Ende, ebenso wie in der Wassermühle am Dorfteich. Die Kriegen-Mühle wurde später von der Firma Heidgreß übernommen und war bis etwa 1970 in Betrieb.

52. Die Lienener Windmühle auf dem Windmühlenknapp in Aldrup, südlich der Anhöhe 'Kibben Himmel', mahlte jahrhundertelang das Korn für die Lienener Bevölkerung. Wegen des vom preußischen König verordneten Mahlzwanges mußte alles Korn aus der nördlichen Gemeinde Lienen hier gemahlen werden, auch das der Holperdorper Bauern jenseits des Lienener Berges. Die Windmühle wurde 1912 abgebrochen. Nach Inbetriebnahme der ersten Motormühle im Dorf (Kriegen-Mühle) im Jahre 1903 wurde auch die Wassermühle am Dorfteich stillgelegt. Auf diesem Bild hat die Windmühle nur noch zwei Flügel, weil die beiden anderen während eines Sturms abgebrochen sind.

53. Wie die alte Windmühle westlich Lienens in der Landschaft gestanden hat, malte R. Springer 1949 nach einer Vorlage. Der Bliek geht von Osten her über die Felder zur Mühle hin. Rechts daneben liegt das Wäldchen auf 'Kibben Himmel' an der Landstraße Lienen-Lengerich. Links ist das Gehöft des letzten Müllers Ernst Königkrämer zu erkennen, der mit dem vorn den Kartoffelpflänzer setzenden Ernst Sander zuletzt in der Mühle als Müller Dienst tat. Der Hof Sander liegt vorn rechts. Die Einfriedigung gehört zum Garten dieses Hofes.

54. Lienen ist von alters her ein Kirchdorf, dessen Häuser sich geschlossen rund um die Kirche anordnen. In den acht Lienener Bauerschaften liegen die Bauernhöfe mit ihren Heuerhäusern in Streusiedlung weit auseinander neben den zugehörigen Äckern, Wiesen und Waldstücken. Dieses Dorfbild wurde 1897 wahrscheinlich von 'Straken Hof' zwischen der Glandorfer Straße und dem Fasanenweg aufgenommen.

55. Der Hof Lührmann lag bis 1971 südlich des Friedhofs auf dem Gelände des jetzigen Hauptschulgebäudes. Ein Teil des Eichenbestandes dieses Hofes ist auf dem Sportgelände der Schule erhalten geblieben. Wir haben hier einen Bliek von Lührmanns Hof auf das Dorf um 1900.

56. Südlich des Friedhofs lag der alte Hof Lührmann mit dem Haus Jürdens, das um 1910 erbaut wurde. Darin wohnte die letzte Besitzerin des Hofes. Beide Häuser wurden 1971 abgebrochen. Auf dem Gelände wurde 1972-1973 die Hauptschule Lienen errichtet. Die Sandsteinmauer begrenzt den Friedhof hier nach Osten zum alten Glandorfer Landweg (heute Friedhofstraße) hin.

57. Der östlich des Friedhofs entlangführende Glandorfer Landweg wurde nach 1970 bei Einführung der Straßenbenennungen im Dorf in 'Friedhofstraße' umbenannt, weil weiter östlich eine neue Glandorfer Straße entstand. Der alte Glandorfer Landweg zweigte an der Apotheke von der Dorfstraße ab. Links das Gelände des Friedhofs, rechts die Gärten von Lienener Bürgern, die im Dorf wohnen. Heute ist auch dieses Gelände bebaut.

58. Diese Aufnahme wurde wahrscheinlich um 1910 vom Hof Wortmann (heute Kammann) her gemacht. Der Bliek geht über den Esch auf das Dorf. Ganz links erscheint das alte Haus des Schmiederneisters Müller (heute Müller-Mindrup), daneben das Anwesen Hunsche und dahinter das hohe Dach der Gastwirtschaft Hunsche ('Hunschke up de Hoigde'). Der letzte sichtbare Giebel rechts gehört zum Hof Börger an der Schulstraße. Der Ackerwagen auf dem Feld könnte daraufhindeuten, daß die Kartoffelernte im Gange ist.

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