Lienen in alten Ansichten Band 2

Lienen in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Hanna Schmedt
Gemeente
:   Lienen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6560-0
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lienen in alten Ansichten Band 2'

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89 Vom sogenannten Buchentor aus führt die Straße an der Kirche vorbei direkt bis zum Bahnhof; es war eine Rotdornallee. Rechts im Bild ist der ehemalige Saal mit Bühnenanbau der Gastwirtschaft Hußmann zu sehen. In den siebziger [ahren wurde der Saal abgerissen, dafür ein Neubau für einen Supermarkt errichtet. In der heute noch vorhandenen Scheune, rechts im Bild, standen in früheren [ahren in der Sommerzeit Hengste vom Gestüt Warendorf. Der Ortskern beginnt sich zu erweitern. Links im Bild ist der Neubau des verstorbenen Arztes Dr. Erich Jasperbrinkmann zu sehen. Das Dach des Gebäudes links im Hintergrund gehört zum Haus des früheren Bahnmeisters Düing.

90 Zwischen den Bauernhöfen Laig und Karrenbroek stand die alte Schule Kattenvenne I, eine Schule, die teilweise auch als Gotteshaus genutzt wurde. Für die Errichtung des ersten Schulgebäudes in Kattenvenne wird das [ahr 1819 angenommen. Lehrer Paaschen, von 1831 bis 1879 an dieser Schule tätig, berichtet am Ende seiner Dienstzeit: 'Darnals (1831) waren hier noch 150 Schüler; aber durch die Markentheilung, durch das Abbrechen der vielen Heuerhäuser und durch die Auswanderung verlor sich meine Schülerzahl bald bis auf die Hälfte.' Als eine neue Schule gebaut

wird, geht dieses Gebäude 1913 in Privatbesitz über. 1925 setzte man das alte Schulgebäude auf das Gelände eines abgebrannten Heuerhauses vom Hof Laig, jetzt Wildweg 3.

91 Im Iahre 1912 wurde diese Schule als Kattenvenne 1 in Amkenheide gebaut, ein Steinbau mit Fachwerkgiebel. Im Zuge der Auflösung der Bauerschaftsschulen 1958 wurde sie nicht mehr genutzt und dient heute als Wohnhaus. Auf diesem Foto führt noch ein Sandweg an der Schule vorbei, durchfurcht von Ackerwagenrädern. Mit Holzpfählen wurde ein schmaler fester Weg für die Fußgänger und Radfahrer abgegrenzt.

92 Der Ortskern van Kattenvenne wuchs, die Kinderzahl stieg, es mußte eine neue Schule in der Nähe des Bahnhofes und der Kirche gebaut werden. 1893 wurde die Schule Kattenvenne II eingeweiht. War sie zunächst einklassig, erhielt sie 1923 einen Anbau als 2. Klassenraum, in dem die ersten vier Jahrgänge nun unterrichtet werden konnten. Auch diese Schule wurde 1958 aufgelöst und die Schüler wurden in der neu errichteten Zentralschule Kattenvenne unterrichtet.

93 Schüler und Schülerinnen des 5.-8. Jahrgangs der Schule Kattenvenne IIstellen sich 1934 mit ihrem Lehrer Friedr. Wittmann für ein Foto auf. Lange Zöpfe mit Schleifen waren zu der Zeit für die Mädchen Mode. Die farbigen Kleider aus Leinen oder Baumwolle waren oft handbestickt. Bei den Jungen gehörten zu der knielangen Hose die Hosenträger.

94 Ein Schulfoto von 1930/31 mit den Lehrkräften Luise Brinkmann und Friedr. jasper. Das Foto entstand vor der Scheune des Nachbarhofes Gräler neben der Schule Kattenvenne Il. Die Kinder haben ihre Sonntagskleider und -anzüge an. Den Matrosenanzug oder die dunkle [acke mit dem weißen Schillerkragen trug man nicht täglich zur Schule.

9S Wer kennt sie nicht, die langjährig tätigen Lehrkräfte der Schule Kattenvenne II:

Lehrer Friedr. ]asper und die Lehrerin Luise Brinkmann. Lehrer ]asper unterrichtete von 1893 (Schulneubau) bis 1932 an dieser Schule. Fräulein Luise Brinkmann war von 1920 bis zu Auflösung 19 S 8 in Kattenvenne II tätig.

96 Disziplin und Ordnung wurden früher in den Schulen gefordert. Auf diesem Foto, um 1920, das die Schüler der Schule Kattenvenne II mit ihrem Lehrer Friedr. Jasper zeigt, sitzen oder stehen die Schulkinder alle in der gleichen Haltung. In der ersten Reihe haben die Jungen und Mädchen - die Mädchen mit hohen Schnürstiefeln die Beine übereinandergeschlagen und ihre Hände übereinandergelegt oder gefalten auf dem Schoß liegen. Die übrigen durften ihre Arme verschränken. Interessant ist die Mode der damaligen Zeit. Große Schleifen im Haar zu haben, war schon etwas Besonderes.

97 Das Foto zeigt die einklassige Bauerschaftsschule Lienen-Holzhausen I, nachweisbar die älteste Bauerschaftsschule. Laut Schulchronik der Schule wird das [ahr 1776 als Gründungsjahr und das [ahr 1823 als [ahr, in dem ein Umbau durchgeführt wurde, genannt. Die unterschiedlichen Angaben ließen sich nicht klären. Vielleicht hängt es damit zusammen, daß in den Bauerschaften schon zu Beginn des 18. [ahrhunderts bald in diesem, bald in jenem leerstehenden Heuerhause Unterricht abgehalten wurde, ein besonderes Schulhaus aber nicht vorhanden war.

98 So sah der Klassenraum noch Anfang der fünfziger [ahre in der einklassigen Bauerschaftsschule Lienen-Holzhausen aus. Gab es in früheren Zeiten lange Holzbänke, in denen vier Schüler saßen, so stehen hier schon Zweierbänke hintereinandergereiht. Die Einrichtung ist karg: ein schlichterTisch als Lehrerpult, die einfache Tafel auf dem Holzgestell, der Kanonenofen mitten im Raum, damit er nach allen Seiten die Klasse gleichmäßig erwärmt. Oft hatten die Kinder im Winter bei Eis und Schnee nach einem langen Fußmarsch ihre Strümpfe, Holzschuhe oder Schuhe naß, die dann am Ofen getrocknet wurden.

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