Lienen in alten Ansichten Band 2

Lienen in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Hanna Schmedt
Gemeente
:   Lienen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6560-0
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lienen in alten Ansichten Band 2'

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39 Pensionsgäste der Pension und Bäckerei Heinrich Schulte erreichten Lienen mit der Kleinbahn, derTeutoburger Waldeisenbahn (TWE), die am Südhang des TeutoburgerWaldes von Ibbenbüren bis Gütersloh fuhr. Sie stellte am 1. Oktober 1967 ihre Personenbeförderung zwischen Versmold und Ibbenbüren ein.

40 Eine Schule besonderer Art wurde arn 1. November 1925 eingeweiht: das Volkshochschulheim in Lienen im früheren Gasthaus Determann, jetzt 'Jägerhof' . Es war eine Tochteranstalt der Volkshochschule 'Lindenhof' in Bethel bei Bielefeld. Geleitet von Pastor Thiemann, gaben hier bedeutende Persönlichkeiten aus dem Tecklenburger Raum Unterricht wie Deutsch, Rechnen, Geschichte und Volks- und Landwirtschaft. In den Sommermonaten wurden die Mädchen unterrichtet, in den Wintermonaten die Jungen. Die Schüler wohnten im Hause. Dieses Foto von 1929 zeigt die Mädchen in ihren blauen, selbstbestickten Leinenkleidern mit ihrem Schulleiter Pfarrer Thiemann und seiner Frau, vor ihm sitzend mit ihren zwei Kindern.

41 'Dern ganzen Menschen etwas geben an Geist, Seele und Leib' war das Ziel des Volkshochschulunterrichtes. So gab es neben den Hauptfächern die Fächer Sport, Musik und Gesang. Dieses Bild von 1928 zeigt Schülerinnen und Schüler bei einem Volkstanztreffen in Natrup-Hagen.

42 Im [ahre 1929 gab es ein großes Ehemaligentreffen der Schülerinnen und Schüler des Volkshochschulheimes. An die hundert junge Menschen sind hier für dieses Foto am Dorfteich zusammengekommen.

43 Die Schneidermeisterin Emma Niemann, 'Niernanns Emma' genannt, hatte eine eigene Nähstube, ging aber auch für ein bis zwei Tage auf die Höfe zum Nähen. Im Winterhalbjahr gab sie vierbis sechswöchige Kurse für junge Mädchen, täglich von mittags ein Uhr bis zum Abend sieben Uhr. Auf dem Bild sitzt die Meisterin mit weißer Schürze mit ihren Schülerinnen vor dem Haus Lütkeschümer am 'Kibben Himmel'.

44 Eine beschauliche Aufnahme aus dem [ahre 1910. Vor der Wirtschaft 'Hunskc up de Hoigde' - Hunsche auf der Höhe - hat sich die ganze Familie in ihrer Alltagskleidung - dazu gehörten selbstverständlich die Holzschuhe (Holsken) - zum Foto eingefunden. Dieses Haus an der Kattenvenner Straße, inzwischen umgebaut, beherbergt seit einigen [ahren den 'Waldorf' - Kindergarten.

4S Die ehemals 'Kriegesche Mühle' des Kaufmanns Kriege im Dorfbekam nach dem Ersten Weltkrieg Konkurrenz durch einen Mühlenbetrieb in Lienen-Aldrup. Der Bauer Friedrich Heidgreß - 'de graute Kibbe' - baute gegenüber seinem Hof eine Mehlund Kunstdüngerhandlung auf und übernahm später, nach dem Zweiten Weltkrieg, auch die Mühle Kriege im Dorf. Hier steht der Mühlenbesitzer Friedrich Heidgreß neben seinem langjährigen Mitarbeiter Hans Spannhoff und einer jungen Kraft aus dem Büro. Mit der Sackkarre im Bild Friedrich Schniederjohann, der jahrzehntelang zu den Bauern mit dem Fahrrad über Land fuhr und die Waren des Betriebes anbot. Seine Frage lautete immer: 'Bruk' Gi wat?'

46 Neben den ehemals tecklenburgisch-gräf1ichen Mühlen, der früheren Windmühle auf dem Windmühlenknapp in Aldrup, der 'Neuen Mühle' in Holzhausen, einer Wassermühle, hatten sich im 19. Jahrhundert eine Reihe von Bauern eigene Mühlen erbauen lassen. Abseits vom Hauptweg, versteckt zwischen hohen Eichen, liegt in Westerbeck der alte Hof Hörstebrock. Die Besitzer sind verstorben, die Erben haben Hof und Ländereien verpachtet. So auch die hofeigene Wassermühle, die nun umgebaut als Wochenendhaus dient. In der Mitte der Mühle befand sich das Wasserrad, das vom Brüggeliethbach gespeist wurde. Die Fachwerkscheune rechts im Bild wurde durch einen Neubau ersetzt.

47 Sie steht nicht mehr, 'Meyers Mühle' in lienenWesterbeck. Ende der sechziger [ahre wurde sie wegen Baufälligkeit abgerissen. Bis Mitte der sechziger [ahre war sie noch in Betrieb. 1790 als Windmühle erbaut, wurde sie gut hundert [ahre später 191 1 zur Wasser- und Motormühle umgerüstet. Gespeist wurde sie vom Brüggeliethbach, der in Hörstebrocks Bergteil entsprang. Vor dem Eingang der Mühle steht im weißen Kittel der Müller Friedrich Hilge im Gespräch mit Heinrich Grünneker, der vor seinem Federwagen steht.

48 Dieses Foto entstand 1937 auf dem Hof Hörstebrock in tienen, Westerbeck 1. Es wird gerade Bauernstuten aus Weizenkarn abgebacken. Vor dem Zweiten Weltkrieg und auch kurz danach wurde auf vielen Lienener Bauernhöfen noch im alten 'ßackes' (Backhaus ), im Steinofen, Brot gebacken. Das Tonnengewölbe des Ofens aus Ziegelsteinen wurde mit Holz stark erhitzt. Dann entfernte man die Holzreste samt der Asche aus dem Ofen und brachte den im großen Backtrog angemengten und zu großen Bauernbroten geformten Brotteig hinein. Auch westfälisches Schwarzbrot, Pumpernickel, wurde ehemals darin gebacken. Auf die-

sem Foto hängen Schinken in Leinenbeuteln, einige Seiten Speck und Würste von der Hausschlachtung vor dem Ofen. Überwiegend wurde das Fleisch im 'Bousen' über dem Herdfeuer geräuchert.

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