Lienen in alten Ansichten Band 2

Lienen in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Hanna Schmedt
Gemeente
:   Lienen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6560-0
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lienen in alten Ansichten Band 2'

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S9 Die erste staatlich anerkannte Schule in der Bauerschaft Holperdorp der Gemeinde tienen, genannt die 'Alte Schulc'. wurde 1823 erbaut und stand auf dem Hof des Bauern Krützmann-Mindrup. Vorher haben allerdings, wie auch in mehreren anderen Bauerschaften der Gemeinde, sogenannte Nebenschulen in Holperdorp bestanden. Es gab sie in dem Jasperbrinkmannschen Colonatshaus (später Bauer Fr. Ridder, Holperdorp 19), die durch den Colonen selbst verwaltet wurde. Ferner hat es eine solche Nebenschule in dem Brinkmannschen Colonate (jetzt V öller, Holperdorp 4) und in dem Hause des Colonen Krützmann (Holper-

dorp 6) gegeben. Der Unterricht wurde überwiegend nur zur Winterzeit erteilt. Über sieben [ahrzehnte hat in dieser 'Alten Schule' die Holperdorper Jugend ihr Rüstzeug für das Leben erhalten.

60 Wegen des schlechten baulichen Zustandes der ersten 'Alten Schule' wurde die zweite Schule in Lienen-Holperdorp gebaut, ebenfalls auf dem Hof Krützmann-Mindrup. Heute beherbergt sie einen Restaurationsbetrieb für die Besucher des dort angelegten Campingplatzes. 1960 wurde eine neue dritte Schule in Holperdorp eingeweiht, die aber nur bis 1968 genutzt wurde. Zu der Zeit erfolgte die Auflösung der kleinen Bauerschaftsschulen. Die Schüler erhielten zentral im Dorf ihren Unterricht. Mit den Schulen ist auch der Name des Lehrers Ludwig Liede verbunden, der 45 [ahre, von 1913 bis 1958, in Holperdorp als Lehrer tätig war.

61 Diese Schule in der Bauerschaft Lienen - Westerbeck wurde 1883 im östlichen Teil der Bauerschaft erbaut, da die alte Schule, die die Kinder aus den beiden Bauerschaften Höste und Westerbeck betreute, zu klein wurde. Der östliehe Teil von Westerbeck wurde von dem Schulbezirk Höste- Westerbeck abgetrennt und neu zusammengefügt aus Teilen der Bauerschaften Westerbeek, Aldrup, Meckelwege und Holzhausen. Die Schule hatte einen Klassenraum, eine Lehrerdienstwohnung mit Stallungen, nötige Nebenräume und einen großen Garten. 1959 wurden die Bauerschaftsschulen Höste und Westerbeek aufgegeben. Eine neue Zentralschule mit drei

Klassenräumen und einem Mehrzweckraum wurde zwischen Höste und Westerbeck nur als Grundschule gebaut. Die Westerbecker Schule wurde zu Wohnungen umgebaut.

62 Dieses Winterfoto zeigt eine Bank vor dem Hof Grundmann, Lienen, nördlich des Dorfes an der Holperdorper Straße aus früheren [ahren. Neben dem Bach, vom Berg kommend, verlief ein 'Pàttken", ein schmaler Wanderweg unter Bäumen. Gerne wurde dieser Weg von den Lienener Dorfbewohnern, die sonntags zum Berg einen Spaziergang machten, genutzt. Den Weg gibt es nicht mehr. Die Bank wurde wieder erneuert. 1952 wurde hinter dieser Bank ein Löschteich angelegt.

63 Versteckt und verschwiegen liegen sie im Dickicht des Teutoburger Waldes, die Blockhütten der Lienener Bürger, zum Teil schon vor dem Ersten Weltkrieg erbaut. Sie waren einst der begehrte kleine 'Sornmcrsitz' der Bewohner des Dorfes Lienen für Sonnen- und Sommertage. Die bekanntesten sind die Blockhütte des früheren Gastwirtes Rudolph Metger, die als Waldschänke 'Malepartus' für die Wanderer zum beliebten Ausflugsziel wurde und die Blockhütte des Schlossermeisters Diederich Achelpohl. Sein 'Bergheim' , hier auf dem Bild zu sehen, wie er die Hütte liebevoll nannte, wurde um die Jahrhundertwende erbaut. Nicht nur seine Familie fand hier Ruhe und Erholung.

Viele Freunde, Wanderer und Naturliebhaber erlebten hier glückliche Stunden in der freien Natur. Heutzutage werden die Blockhütten im Lienener Berg nur noch wenig genutzt.

64 Der weit über die Grenzen Lienens bekannte Musikverein, 1920 ins Leben gerufen, ist heute aus dem kulturellen Leben Lienens nicht mehr wegzudenken. Hervorgegangen aus dem Evangelischen Männer- und Jünglingsverein, stand zunächst das kirchliche Liedgut im Vordergrund. Erst ab 1828, als der ehemalige Amtsrentmeister und Kapellmeister Wilhelm Brandt die Leitung des Musikvereins übernahm, wurden öffentliche Konzerte mit klassischer Musik und Unterhaltungsmusik veranstaltet. Das Bild zeigt Mitglieder des Musikvereins Ende der zwanziger [ahre vor der Blockhütte des Erbauers und Besitzers Diederich Wilhelm Achelpohl an einem geselligen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen, eingeladen vom Besitzer der Hütte.

65 Man sieht sie nicht mehr, die Garben auf den Feldern. Erntezeit ist heutzutage kaum mehr wahrzunehmen. Alles geht vollautomatisch. Wie viele Hände waren früher rührig, bis daß das Korn eingefahren wurde. War das Korn reif, wurde es von Hand mit der Sense gemäht, eine anstrengende und zeitraubende Arbeit. Familienmitglieder und Heuerleute standen bereit, das gemähte Korn zu Garben zu binden und zu Stiegen aufzustellen. Bis 1965 waren noch auf allen Äckern die aufgestellten Stiegen mit den Korngarben zu sehen.

66 Während man vor 1900 fast ausschließlich mit dem Flegel das Korn gedroschen hat, brachte die Dreschmaschine eine gewaltige Erleichterung. Bis 1960 etwa war der 'Dreschkasten", wie die Leute sagten, jährlicher Besucher auf den Höfen und in den Heuerhäusern, wo im Winter das Korn ausgedroschen wurde. Damals war der Selbstbinder noch nicht angebaut, sondern hing als Zusatzgerät hinten dran. Der erste Selbstbinder war vom Typ 'Lisette'. Da er Bindfäden verarbeitete, die die ausgedroschenen Strohbündel zusammenhielten, nannte man sie 'Settkesbänder'. Den Begriff gibt es heute noch in Lienen. Das Foto entstand 1937 auf dem Hof Wortmann, Lienen.

67 Das Kartoffelpflanzen geschieht heutzutage vollautomatisch mit einer Pflanzmaschine, die alles in einem Arbeitsgang erledigt: die Löcher für die Kartoffeln, das Hineinwerfen der Kartoffeln und das Zuwerfen der Löcher. In früheren Zeiten brauchte man in der Pflanzzeit Ende April, Anfang Mai viele Helfer für diese Arbeit. Mit einem pflänzer wurden per Hand die Löcher in dem umgepflügten Land für das Kartoffelpflanzen vorbereitet. Viele Helfer, Heuerleute, Knechte und Mägde mußten die Kartoffeln einwerfen und sogleich die Löcher mit dem Fuß zutreten. Die Kartoffeln holte man sich mit einem Korb, den 'Kartuffelkuorf' , oder einem Saatgutbehälter, 'Säggeschiepel' , vom Wagen, der mit den Saatkartoffeln bereit stand.

68 Beim Kartoffelpflanzen hatten die Helfer oft den Ehrgeiz: 'Wer kann es am schnellsten?' Das gab Hunger. Dat 'Vesper, Kaffee und Butterbrot, schmeckten besonders gut. Foto um 1935.

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