Lienen in alten Ansichten Band 2

Lienen in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Hanna Schmedt
Gemeente
:   Lienen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6560-0
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lienen in alten Ansichten Band 2'

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69 Im Iahre 1932 entstand diese Aufnahme vom Osterfeuer in Lienen 'up'n Brande' an der Glandorfer Straße. Schon Wochen vor Ostern ('Pausken') sorgt - auch heute noch - die Nachbarschaft dafür, daß altes Holz zusammengetragen und aufgeschichtet wird, um die größte 'Pauskeburg' zu haben. Ostersonntag, wenn die Dämmerung einbricht und die Feuer brennen, scharen sich Alt und Jung um die Osterfeuer. Es werden Lieder gesungen und in früheren [ahren wurde getanzt, wenn der "Trcckebû' er und die Geige aufspielten.

70 Im [ahre 1937 stellte Bauer Blömker, Lienen, den Erntewagen für den Festumzug zum Erntedankfest. Vor dem geschmückten Wagen steht Bauer Heim. Blömker (2. von links) mit seinen Helfern, den Nachbarn, und den Kräften seines Hofes. Selbstverständlich gehörten zur Arbeitskleidung der Frauen die Schürze, das Kopftuch und die Tlolsken ' (Holzschuhe).

71 Unmittelbar östlich des früheren Bahnhofes LienenHöste der Teutoburger Waldeisenbahn (TWE), 1901 gebaut, wurde im Iahre 1904 ein Kalkwerk errichtet, das bis zum [ahre 1964 in Betrieb war. Die Schornsteine und Gebäude wurden 1977 gesprengt. Für viele Heuerleute und Kleinbauern ist dieses Werk in den früheren [ahrzehnten eine willkommene Nebenerwerbsquelle gewesen. Links im Bild ist der frühere Bahnhof zu sehen. Der Personenverkehr der Teutoburger Waldeisenbahn wurde 1967 aufBusverkehr umgestellt.

72 Stunden waren sie oft unterwegs, kilometerweit mußten sie laufen, die Bewohner der Bauerschaft Kattenvenne, um zu ihrer Kirche nach tienen ins Dorf zu kommen. Als die Bauerschaft

1871 einen eigenen Bahnhof bekam und sich zu einem eigenen Dorf entwickelte, war der Wunsch nach einer eigenen Kirchengemeinde sehr stark. Die Spendenfreudigkeit für den Bau einer eigenen Kirche war groß. 'Nicht nur der pfarrer war spendenfreudig, selbst die armen Mägde und Knechte gaben viel Geld für den Kirchbau, aus freien Gaben', heißt es in der Chronik. Nur dieses einzige Foto von der Kattenvenner evangelischen Kirche existiert aus der Zeit von 1888, dem Baujahr der Kirche, als das Gebäude noch keine Turmspitze

besaß. Das Foto ist im Besitz der Familie Wilhelm OBlage, Kattenvenne. Ihre Vorfahren hatten zu der Zeit das Baugrundstück zugunsten des Kirchbaus an die Gemeinde verkauft.

73ImJahre189Swurdeder Bau der Kirche vollendet. Die Kirche erhielt ihren Turm mit Kugel, Kreuz und Hahn. 33 [ahre später, 1928, wurde der höchste Punkt des Turmes, der Wetterhahn, vergoldet von dem Maler A. Jasper. Die Summe der Kosten für die Errichtung des Kirchturmes wurde durch freie Spenden der Gemeindemitglieder voll gedeckt. Das große weiße Tor im Vordergrund des Bildes ist das Eingangstor zum Friedhof, an das sich Ptarrer Friedr. Haake anlehnt. Er war von 1904 bis 1915 in der Kirchengemeinde Kattenvenne tätig.

74 Das Innere der evangelischen Kirche Kattenvenne wurde 1938 im Zuge einer Renovierung farblich verändert. Es verschwanden die Ornamentmalerei und die Bibelverse an der Wand. Schlichtheit hatte Vorrang. An der linken Wandseite hing in früheren [ahren die Gedenktafel der Gefallenen des Krieges 1870/71 . Für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkrieges wurde ein Denkmal mit einem Löwen errichtet, das zunächst an der Nordseite der Kirche stand und jetzt seinen Platz am Eingang des Friedhofes hat.

75 DieserTaufstein aus Eiche in der evangelischen Kirche von Kattenvenne hat eine besondere Bedeutung. Der Kirchbesuch der Kattenvenner Bevölkerung war für die damaligen Verhältnisse zum weit entfernten Lienen, wo ihre Kirche stand, eine Strapaze. Der Wunsch, eine eigene Kirche zu haben, war nur zu verständlich. Argwöhnisch und skeptisch beobachtete die Mutterkirche mit ihrem Ptarrer Wilh. Arnold Kriege die Entwicklung in die Selbständigkeit, denn die Lienener Kirchengemeinde verlor etliche Steuerzahler und die Lienener Kaufleute verloren Kunden. Die Kattenvenner machten das Unmögliche möglich. Die Spannung zwischen den beiden Kirchengemeinden hörte erst auf, als Pfarrer Philipps, Pfarrer der neuen Kattenvenner Kirchengemeinde, die Tochter des

Lienener Pfarrers Kriege heiratete. ZurTaufe des ersten Kindes stiftete Ptarrer Kriege für sein Enkelkind diesen Taufstein. 'Da waren sie wieder ein Herz und eine Seele' , notierte seinerzeit ein Schreiber.

76 AdolfPhilipps, geboren 1862 in Opherdicke bei Unna, wurde als erster Pfarrvikar 1887 von Superintendent Kobmann aus Lengerich in Kattenvenne eingeführt. Unter großer Beteiligung der Bevölkerung hielt er seine erste Predigt in der alten Schule Kattenvenne 1. Vikar Philipps, unterstützt von der Kattenvenner Bevölkerung, bemühte sich sehr um den Bau einer Kirche. Er war es, der eine Spendensammlung einleitete. Am ersten Weihnachtstag 1887 hielt Vikar Philipps, als der Bau noch nicht ganz fertig war, seine erste Predigt in der Kattenvenner Kirche. Wegen der Kälte waren die Fenster mit Stroh zugebunden worden. Im Iahre 1904 verstarb Ptarrer Philipps in Kattenvenne.

77 Dieses Foto ist vermut lich bei der Einweihung der neuen evangelischen Kirche Kattenvenne 1888 vor der Kirchentür entstanden. Es könnten Mitglieder der 1887 gegründeten 'Baucommission' sein, der laut Chronik folgende Mitglieder angehörten:

Pfarrvicar Philipps, Vorsitzender Lehrer König, Presbyter Colon Spannhoff, Presbyter Colon ]asper, Colon Heitgreß und Pächter Hußmann aus Kattenvenne, Schmidt Gersie aus Meckelwege, Colon Blömker aus Holzhausen, Presbyter Colon Worpenberg, Presbyter Colon Stille und Colon Schmitte aus Ringel. Bei den in den vorderen Reihen sitzenden Damen handelt es sich wahrscheinlich um die Ehefrauen der Herren.

78 An das frühere Pfarrhaus, 1893 erbaut, schloß sich das Gemeindehaus an. Ursprünglich diente dieser Anbau als Kuhstall, denn noch um die Jahrhundertwende mußten Pfarrer und Lehrer eine kleine Landwirtschaft für den eigenen Bedarfbetreiben, da das Gehalt sehr gering war. 1979 wurde dieses pfarrhausgebäude durch einen Neubau ersetzt.

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