Lindau in alten Ansichten Band 1

Lindau in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Werner Dobras und Dr. C. Spuler
Gemeente
:   Lindau
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5421-5
Pagina's
:   104
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lindau in alten Ansichten Band 1'

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19. Wie schon ein Stich von Merian aus dem Jahre 1645 zeigt, war besonders die Nordseite der Insel stark befestigt. So ist es nicht verwunderlich, wenn wir auch heute noch gerade entlang der Zwanzigerstraße viel altes Mauerwerk antreffen. Dieser starke Befestigungsgürtel hinderte aber Lindaus Bürger nicht daran, nur wenige Meter entfernt, ihre Häuser zu erbauen. Im 19. Jahrhundert, als die Mauern ihre eigentliche Aufgabe verloren hatten, setzte man dann einfach noch ein weiteres Stockwerk auf', wie man das sehr schön bei diesen Bauten 'Auf der Mauer' sehen kann,

20. Das Ensemble alter Häuser 'Auf der Mauer', unmittelbar hinter der nördlichen Stadtbefestigung (wohl seit dem 13. Jahrhundert) gelegen, ist sicher eines der pittoreskesten der Lindauer Altstadt. Es gibt demjenigen, der mit dem Wagen über die Seebrücke auf die Insel fährt, den ersten Eindruck der so vielfältigen Hausformen der alten Reichsstadt. Die Mehrzahl sind drei- und viergeschossige Bauten des 15. und 16. Jahrhunderts, deren Obergeschoß zum Teil in Fachwerk ausgebildet ist. Der bereits fertiggestellte Bau des Elektrizitätswerks weist das Entstehungsdatum des Bildes in die Zeit kurz nach 1900.

21. Das von dem 'Königl, Hofphotograph' A. Eckerlein aufgenommene Foto der östlichen Häuserseite der Bindergasse gibt den echten Lindauer Haustypus wieder: teils drei-, teils viergeschossige Häuser des 16. und 17. Jahrhunderts, verputzt, zum Teil mit Krangauben. Das Anwesen Nummer 7 besitzt einen schmückenden Erker, den man hier leider nur unzureichend erkennt. Er ist ein besonders schönes Exemplar der Spätrenaissance um 1600. Getragen wird er von einem schwarzen Adler mit goldener Krone und angelegten Flügeln, dem Wappentier der alten Lindauer Patrizierfamilie Bensperg, in deren Besitz das Haus von 1538 bis ins 18. Jahrhundert war.

22. In der Burggasse stehen die beiden Häuser rechts im Bild, das linke aber gehört bereits zum Brettermarkt. Stellvertretend für die vielen anderen sei hier der hübsche Renaissance-Erker aus der Zeit um 1600 vorgestellt. Es ist anzunehmen, daß er zur Erbauungszeit Butzenscheiben besaß, aber trotz der neuen Fenster kann er sich auch heute noch sehen lassen. Leider sind die Kartuschen in nicht mehr einwandfreiem Zustand, wozu die Abgase der Autos das ihrige beitragen.

23. Ein typisohes Ensemble stellen diese drei Häuser stellvertretend für die Fischergasse dar (Nummer 13, 15 und 17 ; Aufnahme zirka 1930). Diese zieht sich, der Kontur der Insel folgend, bogenförmig von der Schmidgasse über Süden nach Südwesten und wird in der Ludwigstraße fortgesetzt. Abgesehen vom vorderen Teil bis einschließlich Nummer 12, der 1720 bei einem Stadtbrand vernichtet wurde, stammen die meisten schmalen, hohen Häuser mit bekrönender Krangaube aus dem 16./17. Jahrhundert, wobei sie im Kern noch älter sind. Die sich am 'Haus zum Baumgarten' (Marktplatz 4) orientierende Fassade des linken Hauses stammt von 1897. Die Besitzer der drei Anwesen verkörpern beste Lindauer Bürgertradition:

Zeller, Enderlin, Thomann.

24. Heute ein dunkler Fleck im Stadtbild, um 1900 offenbar auch schon nicht gerade die Zierde der Fischergasse: die 1804/05 während des kurzen österreichischen Intermezzos erbaute Maxkaserne, der das Städtische Zeughaus und der 'Mauerstaad' hatten Platz machen müssen. Von der osterr. Regierung angeregt, von der Stadt begierig aufgenommen, wurde der Bau ... im Sommer 1804 begonnen. .. Der österr. Regierungsbaumeister Drischitz ... leitete den Bau mit einer den Städtern ungewohnten Energie. So konnte schon um Neujahr 1805 der Bau aus dem Boden aufsteigen, im Juli 1805 vollendet werden; die Inneneinrichtung wurde den heimisehen Handwerkern iibertragen, die sicn so seit langem zum erstenmal wieder mit einer großen erjreulichen Aufgabe betraut sahen. (Wolfart, Stadtgeschichte, 1909.)

25. Die Hintere Fischergasse ist die Parallele zur Fischergasse und zum Seeufer. Im Jahre 1720 wütete hier ein Großbrand, dem fast alle Häuser zum Opfer fielen. Die meisten Gebäude wurden später wohl auf den alten Grundmauern wieder aufgebaut und stehen heute in etwas unregelmäßiger Bauflucht meist mit der Traufe - wie auch auf diesem Bild aus den zwanziger Jahren ersichtlich - zur Straße. Auf dem Dach des rechten Hauses sehen wir die für Lindau so charakteristische Krangaube.

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Gerberschänzle

26. Die Tiefdruckpostkarte von 1900 zeigt uns die Gerberschanze von der Seeseite her. In dem Schuppen, links vorne im Bild, sehen wir noch die Felle, die die Gerber zum Trocknen aufgehängt hatten. Die Gerberzunft hat dort längst nicht mehr ihre Werkstatten und das Haus in der Mitte hat sich stark verändert. Es hat heute ein großes Atelierfenster und ist innen und außen renoviert.

27. So sah es um das Jahr 1904 in der Ludwigstraße aus. Rechts, das 'Haus Horber', lernen wir an anderer Stelle kennen. Links sehen wir die einstige Fürstenherberge 'Krone'. Der französische Schöngeist Michel de Montaigne war von dem Gasthof, in dem er während seines Lindau-Aufenthaltes (1580) wohnte, ganz entzückt. Aber auch Erzherzog Matthias, der spätere Kaiser, war im Jahre 1596 davon angetan. Und Strindberg schließlich läßt in der historischen Herberge seine Novelle 'Der letzte Schuß' (1888) spielen.

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t<arte 1. Verlag v, ?ilh. Ludwig's Bucbh., Lindau.

28. Auf diesem Bild sehen wir die Ostseite des Paradiesplatzes, der seinen Namen wohl von einem Kloster hat, das früher einmal hier stand. Das Wirtshausschild am linken oberen Bildrand gehört dem Gasthof 'Zum goldenen Lamm' in der Schafgasse, die vor 1815 auch Korngasse hieß (siehe Foto Kornhaus). Die Häuser auf dem Platz sind aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Das letzte Gebäude war einmal Badhaus gewesen und wird an anderer Stelle als Gesamtaufnahme gezeigt (Hospiz),

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