Lindau in alten Ansichten Band 1

Lindau in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Werner Dobras und Dr. C. Spuler
Gemeente
:   Lindau
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5421-5
Pagina's
:   104
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lindau in alten Ansichten Band 1'

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39. Diese alte Aufnahme zeigt uns das Lindauer Damenstift, das im frühen 9. Jahrhundert begründet wurde. Damals war die jeweilige Äbtissin Herrin der Insel, bis sich später daneben die Reichsstadt entwickelte. Der heutige Bau wurde nach einem großen Stadtbrand im Jahre 1728 neu aufgeführt. Die Spitze des Kirchturms über dem Gebäudekomplex gehört zur Stiftskirche, die Kirche rechts ist die protestantische St. Stephanskirche, 1802 wurde das Stift säkularisiert. Heute befindet sich darin das Landratsamt.

40. Ein historisches Dokument besonderen Ranges stellt diese Aufnahme aus dem Jahre 1885/86 dar. Die Südseite des Rathauses zum Reichsplatz ist eingerüstet; die durchgreifendste und umfassendste Restaurierung des 1422/36 errichteten spätgotischen Hauses durch Friedrich von Thiersch und J osef Widmann (Architekt respektive Maler) hat begonnen. (Was dabei herauskam, zeigt die nächste Abbildung!) Links vorne gerade in das Foto hereinragend das Haus Reichsplatz 3, bis auf das Reklametäfelchen unverändert.

41. Fast ein Suchspiel für Fortgeschrittene ist es, die von Josef Widmann 1886-1887 geschaffene Freskomalerei der Südfront des Alten Rathauses mit der Wiederherstellung der Jahre 1972-1975 durch den Restaurator Josef Lorch auf Unterschiede durchzusehen. Es gibt zwei bemerkenswerte: der bekrönende Lindenbaum inklusive Unterbau sieht heute anders aus und das mittlere Fenster des ersten Giebelgeschosses zwischen Schiff und Uhr - ist den beiden seitlichen in der Höhe angeglichen, das heißt verkleinert worden, nicht unbedingt zum Vorteil, wie wir finden. Außer Dekorationsdetails, die jedoch nicht ins Auge fallen, mag man als Veränderung gegenüber dem 19. Jahrhundert noch die Holztür als Eingang ins Stadtarchiv (hier seit 1951) erwähnen,

42. Der kleine Rathaussaal im Alten Rathaus aus dem 15./16. Jahrhundert ist neben dem Überlinger Rathaussaal als der schönste im ganzen Bodenseegebiet bezeichnet worden. Die Aufnahme wurde vor dem Brand im Jahre 1929 gemacht. Die damals verkohlte Holzdecke wurde präpariert und in den Städtischen Kunstsammlungen aufgehängt, der Saal aber wieder in seiner früheren Form hergestellt. Großer und kleiner Rathaussaal werden heute für Stadtratssitzungen, Tagungen und Kongresse genutzt.

43. Am 25. Januar 1889 wurde auf Betreiben des Lindauer Pfarrers und Stadtarchivars Gustav Reinwald der 'Museurnsverein', der erste historische Verein in Lindau, gegründet. In einem Saal im Dachgeschoß des Alten Rathauses wurde ein Heimatmuseum eingerichtet. Der Gründer (sein Bild sehen wir in der Mitte des Fotos) sagte damals: Die Liebe zum Vaterland nährt sich an der Liebe zur Heimat, und diese nähren wir durch die pietätvolle Erhaltung der Werke unserer Väter. Nach dem Rathausbrand im Jahre 1929 wurde die Sammlung in das einstige Patrizierhaus, das 'Haus zum Cavazen' verlegt. Aus der kleinen Sammlung ist inzwischen ein weit über Lindaus Grenzen hinaus bekanntes Heimatmuseum geworden.

~ 6966 Lindau i. B .. Heidenmauer

44. Ein Bildband über Lindau wäre unvollständig, wenn eine Abbildung der rätselhaften 'Heidenrnauer' fehlte, aber in diesem Fall könnte man ein Foto genauso gut unterschlagen, denn geändert im Sinne städtebaulicher Wandlung hat sich nichts. Sie wurde für den Stumpf eines spätrömischen Wachturms gehalten, obgleich es für eine römische Besiedelung der Insel bisher keine Anhaltspunkte gibt. Von anderen wurde der massige Buckelquaderturm für den Rest einer Befestigung angesehen, die ursächlich mit der Gründung des Klosters in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts zusammenhängt. Schließlich wird geäußert, die 'Heidenmauer' sei der älteste Teil der Stadtbefestigung, welcher den Zugang vom Lande zur Insel deckte, und stamme aus dem 12. Jahrhundert. Belassen wir es bei diesen Hinweisen.

45. Das heutige Gasthaus und Hotel 'Stift' wurde nach dem großen Brand im Jahre 1728 erbaut. An seiner Stelle stand früher ein Schulhaus, das 1635 einem später als 'Alte Hauptwache' bezeichneten Gebäude weichen mußte. Ursprünglich war hier der Eingang zum Stiftsgebiet. Das Gebäude stand damals direkt an der Stiftsmauer und wurde bei dem Brand im Jahre 1728 zerstört. Im Jahre 1732 wurde von der Stadt - unter Protest des Stiftes - hier als Neubau die Hauptwache für die Bürgerwehr eingerichtet. Von 1816 bis in die 1860er Jahre war es Hauptwache des 11. bayerischen InfanterieRegiments, bis es schließlich wieder Schulgebäude und Privathaus wurde. Der Anbau links im Bild wurde inzwischen durch einen Neubau vom Jahre 1951 ersetzt.

46. Das Haus Cramergasse 18, alter Hausname 'Zum roten Löwen', gehört trotz seines relativ unscheinbaren Aussehens zu den im Kern ältesten Häusern aus dem letzten Viertel des 14. Jahrhunderts. Von den ursprünglich gotischen Fenstern im dritten Obergeschoß sind Teile des Maßwerks und der Fensterbänke noch erhalten. Das Erdgeschoß ist schon seit mehr als hundert Jahren durch Geschäfte belegt, deren Vielfältigkeit dem Namen 'Cramergasse' alle Ehre macht.

47. Einen Bliek in die Wohnstube einer Lindauer Familie aus der Zeit um 1890/95 werfen wir auf diesem Bild, Sie gehörte der Uhrmacherfamilie Schmid, Ecke Cramergasse. Hier wohnte damals der Lindauer Ehrenbürger Major Ritter Max von Abel, der 1896 'wegen der Schenkung von 100 000 Mark zur Erneuerung der Landtorbrücke in Eisen und Stein' das Ehrenbürgerrecht erhielt (siehe auch das Foto des ehemaligen Offizierskasinos).

48. In dem Gebäude am Alten Schulplatz - daneben stand seit dem Ende des 14. Jahrhunderts die alte Mädchenschule - befand sich früher das Lindauer Waisenhaus. Heute ist in dem 1975 renovierten Bau der Kindergarten der evangelischen Kirchengemeinde St. Stephan untergebracht. Bei der Renovierung wurde auch das alte Fachwerk im Obergeschoß wieder freigelegt.

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