Lindau in alten Ansichten Band 1

Lindau in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Werner Dobras und Dr. C. Spuler
Gemeente
:   Lindau
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5421-5
Pagina's
:   104
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Lindau in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  10  |  >  |  >>

49. Der Straßenzug 'In der Grub' ist der älteste, der die Verbindung zwischen der Fischersiedlung um St. Peter und dem Stiftsbezirk herstellte - daher auch die Krümmung in dessen östlichem Teil. Der Erbauer der Häuser und deren Bewohner zählten zu den ersten Geschlechtern Lindaus. So wie der Name von 'Judengasse' über 'In der Grueb' zu 'Ludwigstraße', im Jahre 1815 'Karolinenstraße' und nun wieder zu 'In der Grub' wechselte, so veränderten sich auch die dort ansässigen Familien. Das abgebildete Anwesen Nummer 32 und das nebenliegende Gebäude hießen einstmals 'Zum goldenen Hirschen', und der selbstbewußt vor der Tür stehende Eigentümer der 'Lithographischen Anstalt', LA. Enderlin, eine Familie, die seit Beginn des 15. Jahrhunderts am Ort nachweisbar ist und dennoch nicht zu den allerältesten gehört, ist längst durch einen anderen abgelöst worden. Im Haus befindet sich nunmehr der 'Gothenkeller'. Geschichte im Kleinen, aber auch nur ein Beispiel von vielen!

50. In der Schneeberggasse 4 finden wir den schönen alten Treppenaufgang mit der großen Diele. Das Treppengelände entstand zwischen 1720 und 1730. Das Haus selbst - es hieß früher 'Haus zum Kleeblatt' wurde um 1400 erbaut, im 18. Jahrhundert erweitert und in unserem Säkulum renoviert. Hübsch ist auch das aufgemalte Renaissanceportal am Eingang des stattlichen Hauses.

1694 Lindau > Haus zum Pflug

51. Das seltsame Haus mit dem Pultdach und dem Treppengiebel nennt sich 'Zum Pflug', Erstmals urkundlich im Jahre 1391 nachweisbar, ist es wohl kurz zuvor erbaut worden. Das Erdgeschoß nimmt zur Hauptstraße hin einen Laubengang auf, der sich auch noch durch die benachbarte 'Brodlaube', das Zunfthaus der Bäcker, hinzieht, welches Ado1f MenzeI zum Zeichenstift greifen Iieß, Wenn auch von der hier gezeigten Bemalung aus der Zeit um 1880/90 heute nichts mehr zu sehen ist, so gehört der Gebäudekomplex 'Zum Pflug' und 'Brodlaube' doch zu den ältesten noch stehenden Wohnhäusern und zu den besonderen Sehenswürdigkeiten Lindaus.

52. An Stelle dieser Gebäudegruppe, die um 1910 aufgenommen worden sein dürfte, steht heute die Stadtund Kreissparkasse. Die alten Gebäude wurden in den zwanziger Jahren abgerissen. Lange Zeit war hier nur eine Baugrube, in die Jugendliche des Nachts Frösche ließen, die den Schlaf der Lindauer Bürger störten. 1935/36 wurde dann an dieser Stelle die Sparkasse erbaut.

53. Im Jahre 1921 erschien Horst Wolfram Geißlers 'Lieber Augustin', eine Liebesgeschichte zwischen dem charmanten Vagabunden Augustin Sumser und (unter anderen) der jungen Fürstäbtissin Friederike vor dem Hintergrund des ausgehenden Rokoko. Wenn es auch den Titelhelden nie - jedenfalls nicht unter diesem Namen - gegeben hat, so hat sich doch in der Damrngasse 4 das hier abgebildete Haus des 15./16. Jahrhunderts als 'Haus zum lieben Augustin' deklariert. Romantische Hochzeitspaare begehren hier ihre Flitterwochen zu verleben, und Geißler erhält Post, die nur an den 'Vater des lieben Augustin' adressiert ist. Die hier gezeigte Aufnahme entstand um 1930 von der Hand des 1974 verstorbenen schwäbischen Bezirksheimatpflegers Dr. Alfred Weitnauer.

54. Leider sieht auch heute dieses Haus in der Ludwigstraße 14, das sicher zu den schönsten der Insel gehören könnte, nicht besser aus als es diese Aufnahme aus dem Jahre 1930 zeigt. In seiner jetzigen Gestalt ist das Gebäude wohl um 1600 entstanden, auch wenn die Jahreszahl an der Giebelseite das Jahr 1420 angibt. Die Zahl 1886 bezieht sich auf das Jahr der Renovierung der inzwischen sehr schlecht erhaltenen Fresken, die wohl noch im 18. Jahrhundert entstanden sein dürften. Interessant ist auch die Kohlenbogenlampe, die mittels der auf dem Foto erkermbaren Kabel zur Erde gelassen und dann alle paar Tage aufgefüllt beziehungsweise ausgewechselt wurde,

55. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde zur Sicherung der Ostseite der Stadt und des Brückenkopfes die Gerberschanze angelegt. Ihren Namen hat die Befestigung von den Auswaschstellen für die Felle, die die Zunft der Rot- und Weißgerber hier hatte, Bekanntlich hatten früher die Angehörigen eines Gewerbes ihren Sitz an einer bestimmten, gemeinsamen Stelle. Daran erinnern in Lindau auch die Bürstergasse, die Schmiedgasse und die Vordere und Hintere Metzgergasse. Noch heute trägt dieses romantische Gäßchen den Namen Gerberschanze und sieht so ahnlich wie auf dem Foto, das um 1925 entstanden sein dürfte, aus,

56. Am Beginn der Hinteren Fischergasse steht dieses seltsame Haus, auch 'Staarenhäusle' genannt. Vielleicht kommt der Name von der Bezeichnung 'Am Mauerstaad', wie die Gasse einmals hieß. Das Haus ist wohl im 17./18. Jahrhundert erbaut und sicher nach dem grofsen Brand, der 1720 fast die ganze Hintere Fischergasse zerstörte, erneuert worden. Der Laden im Erdgeschoß wurde nach dem Ersten Weltkrieg eingebaut. So dürfen wir die Aufnahme wohl in etwa um das Jahr 1925 datieren.

57. Diese Idylle, die den Schützengarten um die Jahrhundertwende zeigt, mußte inzwischen der 1950 erbauten Spielbank weichen. Der Pavillon, links im Bild, wurde allerdings schon nach dem Ersten Weltkrieg abgerissen, Rechts ist das Gasthaus 'Auf dem Wall', das heute noch bewirtschaftet ist, zu erkennen. Der Name des Gasthauses erinnert an die früher hier verlaufende Stadtmauer.

58. Das evangelische Hospiz steht - inzwischen allerdings stark verändert - auf dem Paradiesplatz. So sah das Gebäude, auch 'Herberge zur Heimat' genannt, um 1890 aus, Das dreigeschossige Haus des 17. Jahrhunderts war früher Badstube. Angeblich soll an dieser Stelle im 16. Jahrhundert schon ein Badhaus gestanden haben, das dem Vater der Philippine Welser (geboren 1521, verstorben 1580), der Gattin des österreichischen Erzherzogs Ferdinand, gehört haben soll.

<<  |  <  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  10  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek