Lindau in alten Ansichten Band 1

Lindau in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Werner Dobras und Dr. C. Spuler
Gemeente
:   Lindau
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5421-5
Pagina's
:   104
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lindau in alten Ansichten Band 1'

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69. Das Elektrizitätswerk mit dem Maschinenhaus (Stadtwerke) an der Zwanzigerstraße, von Südwesten aufgenommen, zeigt nicht mehr den ursprünglichen Zustand des am 23. August 1900 an die Stadt übergebenen Werks. Ein Anbau an die Maschinenhalle (links) zur Aufstellung eines zweiten 200 PS-Dieselmotors im Jahre 1909 hatte eine erste Erweiterung nötig gemacht. Das in den Jahren 1898/1900 von der Nürnberger Firma 'Elektrizitäts-Aktiengesellschaft vormals Schuckert und Co.' projektierte Fabrikgebäude bedient sich historisierender Stilformen, insbesondere variantenreleher Giebelformen und Dekorationsmotive, um den nüchternen Zweckcharakter zu verbramen und den Bau nicht als Fremdkörper im Stadtbild erscheinen zu lassen.

70. Hier geht es nicht in erster Linie um das sattsam bekannte Inselwahrzeichen, diesmal von der Seeseite her, und den Hotels 'Bayerischer Hof und 'Reuternann' im Hintergrund sowie links das ehemalige Hauptzollamt, sondern um ein historisches Ereignis, das mit der kunstvoll arrangierten Gruppe auf dem Eis verknüpft ist. Dieses Foto ist sehr genau zu datieren, nämlich in die Zeit zwischen dem 5. und 9. Februar 1880, als die Fläche des Bodensees gänzlich zugefroren war ('Seegfrörne'); 1857 war dies zuletzt wenigstens teilweise geschehen. Am 5. Februar war das Eis so [est, daß die ersten Fußgänger von Fußach (Vorarlberg) nach Lindau kamen. Allerlei Belustigungen wurden ... auf dem See gehalten. Eisfeste mit vielen Freunden gefeiert, eine 'Bodenseezeitung' gedruckt, ein Faß verfertigt, in Nonnenhorn ein Steinblock ans Ufer gezogen. Ein gewaltiges Schauspiel war dann das Bersten der Decke, als der Föhn am 9. Februar hereinbrach und den stets über dem Eis gelegenen Nebel zerstreute. Tag und Nacht drohnte das Eis und schob sich zu Bergen ubereinander.

71. Am 8. Oktober des Jahres 1887, abends 20.15 Uhr, ging das 'bayerische Dampfboot Stadt Lindau' vor der Einfahrt in den heimisehen Hafen nach einem Zusammenstoß mit dem Kaiserlich-Königlichen österreichischen Motorschiff 'Austria' in Minutenschnelle unter. 'Auf Ersterem befand sich J.M. Strobel, welcher gerettet wurde', heißt es auf der Beischrift zum Foto. Drei Personen waren ertrunken; das Schiff konnte gehoben werden. Auf dem Foto macht sich gerade ein Taucher zur Bergung des Wracks bereit.

72. Von Süden her, etwa in Höhe des Gasthauses 'Zum goldenen Lamrn' stehend, schauen wir auf einen selbst den ältesten Lindauern nicht mehr bekannten Paradiesplatz. Das Foto entstand offenbar im Jahre 1890, von dem die Chroniken berichten, es habe das größte Hochwasser des 19. Jahrhunderts mit sich gebracht, welches bis in die Fischergasse, den Paradiesplatz, den Karolinenplatz (=Alter Schulplatz) und zum Reichsplatz vordrang. Von wann der Brunnen stammt, konnte nicht ermittelt werden; jedenfalls stand schon 1739 einer dort, da auch in jenem Jahr die Flutwelle eben bis dorthin gereicht hatte.

73. Im Jahre 1907 wurde über Lindau das Luftschiff 'Graf Zeppelin' zum ersten Male gesehen. Zwei Jahre später, 1909, wurde Graf Ferdinand von Zeppelin 'wegen Erfindung lenkbarer Luftschiffe' zum Ehrenbürger Lindaus ernannt. Die hier gezeigte Aufnahme, auf der ein Luftschiff gerade den Lindauer Hafen überfliegt, stammt aus späterer Zeit.

74. Am 31. August 1909 besuchte Kaiser Franz Joseph von Österreich die Inselstadt, wo er sich mit Prinz Ludwig von Bayern traf. Der bayerische Prinz trug zu Ehren des Gastes die Uniform seines Kaiserlich-Königlichen österreichisch-ungarischen Infanterie-Regiments Nr. 62. Der österreichische Kaiser hatte zuvor an der Vorarlberger Jahrhundertfeier in Bregenz teilgenommen, die zur Erinnerung an die Kärnpfe von 1809 stattfand. Der Landeskommissar in Vorarlberg, DI. Anton Schneider, hatte damals die Stadt Lindau erobern lassen, bis er schließlich selbst auf der Insel gefangen gehalten und im Lindauer Rathaus vor Gericht gestellt wurde.

75. Daran, daß Lindau eine Insel ist, erinnert immer wieder einmal das in den Straßen stehende Hochwasser, wie hier an der Kalkhütte im Sommer 1910. Sehr hohen Wasserstand hatte Lindau auch in den Jahren 1342, 1424, 1480, 1511, 1566, 1609, 1640,1739, 1756, 1762, 1770, 1817, 1890 und 1965 zu verzeichnen. Rechts im Bild ist auch ein Teil der Knabenrealschule zu sehen.

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76. Aus dem Jahre 1912 stammt diese Aufnahme, die anläßlich der Dorfbrunneneinweihung vor dem heute noch bestehenden Gasthaus 'Zur Sonne' in Hoyren aufgenommen wurde. Auch Hoyren, das im Jahre 1278 erstmals genannt wird, wurde am 1. Februar 1922 nach Lindau eingerneindet.

77. Dieses informative Foto vom 21. Februar 1914 zeigt die Ausschachtungsarbeiten für den neuen Lindauer Bahnhof, der im darauffolgenden Jahre eingeweiht werden konnte. Im Hintergrund links sind die drei alten Gebäude, etwa an der Stelle des heutigen Omnibusbahnhofs, noch deutlich zu erkennen. Das Hauptzollamt ist der Spitzhacke bereits ebenso zum Opfer gefallen, wie die daran anschließenden Lagerschuppen. Das Monument König Maximilians Il. ist fiir die Dauer der Bauarbeiten zerlegt und abtransportiert worden. Im Hintergrund in der Mitte das Hauptpostamt von 1902/03, rechts der Vorgängerbau des heute an dieser Stelle befindlichen Fremdenverkehrsamtes, das aus den zwanziger Jahren stammt.

78. Am 20. April 1914 besuchte Prinz Franz von Bayern, der drittä1teste Sohn des bayerischen Königs und 'Inhaber' des 20. Infanterie-Regiments seine in Lindau stationierte Einheit, nach der auch die Zwanzigerstraße (an der Nordseite der Insel) benannt ist. In der Luitpoldkaserne fand eine Parade statt. Auf dieser Aufnahme sehen wir den bayerischen Prinzen auf der Außentreppe des Lindauer Alten Rathauses, wo sich zur Begrüßung éine Deputation der städtischen Kollegien eingefunden hatte.

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